Das Ende einer Ära in Olpe: „Chefarzt sein, das geht nicht allein“
Dr. Karl-Heinz Ebert nach 37 Jahren verabschiedet
- Olpe, 11.10.2023
- Verschiedenes
Olpe. Mit einem Festakt in der Kapelle des GFO-Mutterhauses in Olpe ist Dr. Karl-Heinz Ebert, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie an den GFO Kliniken Südwestfalen, nach fast vier Jahrzehnten am St. Martinus-Hospital Olpe in den Ruhestand verabschiedet worden. „Es sind starke Persönlichkeiten wie diese, die Häuser wie unseres prägen“, hob Geschäftsführer Dr. Gereon Blum hervor.




„37 Jahre am St. Martinus-Hospital, davon fast 22 Jahre als Chefarzt – das ist eine lange Zeit“, so Dr. Blum. Dabei habe es sich Dr. Ebert nicht nehmen lassen, das Krankenhaus bis zur letzten Dienstminute tatkräftig zu unterstützen. Mit seinem Abschied gehe nun eine Ära zu Ende.

Dies stellte auch Wilhelm Rücker, Vorsitzender des Verwaltungsrats, in seiner Laudatio heraus: „Ein guter Arzt muss vor allem Mensch sein, und das bist du!“ Dr. Ebert sei es immer gelungen, trotz allen ökonomischen Drucks und medizinischen Fortschritts den Patienten nicht aus den Augen zu verlieren. Er sei stets mit Herzblut und Leidenschaft bei der Sache gewesen.

Im Rahmen seiner beeindruckenden medizinischen Laufbahn habe er unter anderem das Darmzentrum Olpe-Südwestfalen gegründet und geleitet – „ein Aushängeschild, das dem persönlichen Engagement von Dr. Ebert zu verdanken ist“, wie Rücker betonte.
Gleichzeitig habe er sich für die Nachwuchsförderung und eine zeitgemäße Chirurgen-Ausbildung engagiert. Mitarbeiter und Kollegen wüssten ihn als fairen und korrekten Chef zu schätzen. „Dr. Ebert ist ein Teamplayer“, brachte es Wilhelm Rücker auf den Punkt.

„Chefarzt sein, das geht nicht allein“, sagte Dr. Ebert selbst. „Chirurg sein heißt, große Verantwortung zu übernehmen.“ Was ihn all die Jahre angetrieben habe, sei vor allem das Interesse am Menschen gewesen – an den Patienten, ihren Angehörigen und den Kollegen. Dabei sei er stets zwei Maximen gefolgt: den Fragen „Ist es fair?“ und „Dient es dem Wohle aller?“. Am meisten Spaß habe ihm die Arbeit mit den jungen Nachwuchsmedizinern gemacht. „Dadurch ist man einfach am Puls der Zeit. Wer in meinem Alter kennt sonst schon Apache 207?“, so Dr. Ebert lachend.
Zu den Gästen im Mutterhaus zählten auch Dr. Eberts Vorgänger Dr. Hans-Joachim Meyer und sein Nachfolger Dr. Viorel Fetcu. „Damit sind hier heute drei Generationen Chefärzte unter einem Dach“, stellte Wilhelm Rücker fest. Dr. Ebert dankte all seinen Wegbegleitern – vor allem aber seiner Frau Marianne, die ihm in all den Jahren stets den Rücken freigehalten habe.
