Das besondere Ehrenamt im Deutschen Kinderhospizverein

Tag des Ehrenamtes


Begleitung auf dem Lebensweg. von © Deutscher Kinderhospizverein e.V.
Begleitung auf dem Lebensweg. © © Deutscher Kinderhospizverein e.V.

Olpe. Der Tag des Ehrenamtes ist am 5. Dezember. Mehr als 1.000 Ehrenamtliche begleiten derzeit in 24 ambulanten Kinder- und Jugendhospizdiensten des DKHV an 29 Standorten bundesweit Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Erkrankungen und ihre Familien ab dem Zeitpunkt der Diagnose.


Die ehrenamtlichen Mitarbeiter hören zu, gehen mit den Kindern spazieren, spielen mit ihnen, unterstützen und fördern sie bei und mit ihren Möglichkeiten. Sie sind Gesprächspartner für Eltern, Geschwister und die Kinder. Krankheit, Trauer, Tod und Abschied sowie der Alltag mit einem erkrankten Kind haben so einen Ort.

„Ein Ehrenamt zu übernehmen ist nicht nur eine Ehre, sondern für viele wird es auch Teil eines Lebensabschnittes. Sich für eine so wichtige Sache und wichtige Aufgabe wie der Kinder- und Jugendhospizarbeit einzusetzen, das gibt etwas sehr Wertvolles, nämlich Sinn“, sagt Geschäftsführer Martin Gierse anlässlich des „Internationalen Tag des Ehrenamtes“.

Die ehrenamtlichen Begleiter sind in ihrer anspruchsvollen Aufgabe nie allein. Als Teil eines großen Vereins stehen mehr 1.000 ehrenamtliche und über 130 hauptamtliche Mitarbeiter hinter ihnen. Sie werden kostenlos vom Deutschen Kinderhospizverein in einem rund 100-stündigen Befähigungskurs qualifiziert, in ihrer Arbeit fachlich stets begleitet und zu vielen interessanten Themen fortgebildet.
Starke Gemeinschaft im Ehrenamt
Die ehrenamtlichen Mitarbeiter bilden eine starke Gemeinschaft im Deutschen Kinderhospizverein. Einer von ihnen ist Wolfgang Brünker. Er begleitet einen jungen Erwachsenen im Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Düsseldorf, begleitet Kinder und Jugendliche bei Ferienbegegnungen und Familienseminaren der Deutschen Kinderhospizakademie und ist Mitglied des Ehrenamtsrates des DKHV e.V.:

„Hier mache ich immer neue und beglückende Erfahrungen. Meiner Meinung nach wird die Gesellschaft immer egoistischer, da mache ich nicht mit. Meine Aufgabe ist es einfach da zu sein, mich hinzusetzen, zuzuhören und mitzumachen, bei dem, was möglich ist. Meine Lebenserfahrung, mein Charakter und meine Mentalität, alles wird hier gefordert. Das macht unglaubliche Freude. Ich fühle mich als Teil einer starken Gemeinschaft in der Kinder- und Jugendhospizarbeit, darauf bin ich stolz.“
Langfristig an der Seite der Familien bleiben können
„Ohne unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter geht es nicht. Wir sind davon überzeugt, dass ambulante Kinder- und Jugendhospizarbeit nur über das Ehrenamt erfolgen kann. Ein solches Amt und diese Arbeit ist unbezahlbar. Um den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit lebensverkürzender Erkrankung sowie ihrer Familien weiterhin langfristig das Versprechen geben zu können, an ihrer Seite zu sein, suchen wir stets Menschen mitten aus der Gesellschaft, die bereit sind, sich langfristig zu engagieren. Dazu bedarf es keinerlei Vorqualifikationen“, sagt Martin Gierse.
Artikel teilen: