Brustkrebs-Früherkennung: Mammographie-Screening-Einheit rezertifiziert
Vier Standorte
- Olpe, 24.03.2026
- Gesundheit & Medizin
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Olpe/Südwestfalen. Die Mammographie-Screening-Einheit Siegen-Olpe-Hochsauerland ist erfolgreich rezertifiziert worden. An den Praxisstandorten in Siegen, Olpe, Bad Berleburg und Arnsberg wurde die hohe Qualität der Brustkrebsfrüherkennung wiederholt nach einem Audit bestätigt.
Das bundesweite Mammographie-Screening-Programm zeichnet sich durch seine hohen Qualitätsansprüche aus, die an die jeweiligen Praxen gestellt und dort fortlaufend überprüft werden. Dies ist insofern wichtig, da die Früherkennung von Brustkrebs erst bei besonders hoher Qualität erfolgreich sein kann.
Im Screening-Programm werden daher alle 30 Monate die gesamten Screening-Einheiten einer umfangreichen Rezertifizierung unterzogen. Die jüngste Prüfung der Einheit Siegen-Olpe-Hochsauerland fand an zwei Tagen durch die Kooperationsgemeinschaft Mammographie aus Berlin statt.
Ziel der Auditoren war es zu beurteilen, inwieweit die Prozesse an den Standorten Siegen (Jung-Stilling-Krankenhaus), Olpe (Evangelisches Gemeindehaus), Bad Berleburg (Vamed Klinik) und Arnsberg (Karolinen-Hospital) mit den europäischen Leitlinien übereinstimmen.
Beurteilt wurde zudem auch die Arbeit der Ärzte und die der radiologischen Fachkräfte sowie die für die Untersuchung erforderliche technische Ausstattung.
In der zum MVZ Jung-Stilling gehörenden Mammographie-Screening-Einheit Siegen-Olpe-Hochsauerland sind Dr. Volker Brandenbusch und Dr. Michael Blazek die programmverantwortlichen Ärzte. Unisono sagen sie: „Wir freuen uns über das gelungene Audit. Die Auditoren haben die hohe Einsatzbereitschaft und gute Motivation im Team sehr positiv hervorgehoben.“
Nur durch eine stringente Organisation, Motivation und enge Zusammenarbeit im Team können die Früherkennungsmaßnahmen laut Dr. Blazek bei den jährlich mehr als 60.000 eingeladenen Frauen und mehr als 35.000 erschienenen Teilnehmerinnen (für die Kreise Siegen, Olpe, Hochsauerland) bewältigt werden.
Die gute Arbeit wurde auch an der wachsenden Teilnehmerrate gemessen: „In unserer Einheit verzeichnen wir eine Steigerung um mehr als vier Prozent“, erläutert Dr. Blazek. Dieser Aspekt wurde von den Auditoren besonders im Hinblick auf den bundesweit fallenden Trend gelobt. Nach dem Audit wurden die Ergebnisse der vier Praxisstandorte in einem Bericht zusammengestellt und der Mammographie-Screening-Einheit Siegen-Olpe-Hochsauerland die Rezertifizierung erteilt.
Alle zwei Jahre werden Frauen im Alter zwischen 50 und 75 Jahren schriftlich zur Mammographie – das ist eine Röntgenuntersuchung der Brust – eingeladen. Ziel ist es, Brustkrebs in einem frühen Stadium zu entdecken, um so die Heilungschancen zu erhöhen und die Sterblichkeit zu senken.
Inzwischen wurden die rechtlichen Grundlagen gelegt, dass bereits auch Frauen im Alter von 45 bis 49 Jahren an der Früherkennung teilnehmen können. Derzeit prüft der Gemeinsame Bundesausschuss, ob das Mammographie-Screening-Programm auch für diese Altersgruppe umgesetzt werden kann.
Für die Dauer der Prüfung ist die Früherkennung in dieser Altersgruppe aber noch keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.
Termine für das Screening können neben der automatisierten schriftlichen Einladung auch bei der Zentralen Stelle in Münster unter Tel. 02 51/9 29 50 00 oder per E-Mail: zentrale-stelle@mswl.de vereinbart werden.