Biggesee Open Air erneut um ein Jahr verschoben
Corona macht Pläne zunichte
- Olpe, 15.03.2021
- Kultur
Sondern. Festivalveranstalter Dietmar Harsveldt redet Klartext: Das „Biggesee Open Air“ muss 2021 ausfallen, soll aber 2022 stattfinden. Die Fans von James Blunt, Nena, Mark Forster oder Wincent Weiss müssen sich mindestens ein Jahr gedulden: Das für diesen Sommer vom 18. bis 27. Juni geplante Festival am Sonderner Kopf wird erneut verschoben.

„Es sind zu viele unbekannte Faktoren im Spiel. Ich müsste jetzt damit beginnen, für die gesamte Logistik und Technik vertraglich Nägel mit Köpfen zu machen, und das lässt die Pandemie-Situation einfach nicht zu“, begründet Harsveldt den unausweichlichen Schritt mit Blick auf die Corona-Situation.
Allein die Verträge für die Logistik und das Catering hätten ein Volumen von rund 1,5 Millionen Euro. Harsveldt: „Da geht es um Dinge wie den Bühnenbau, die gesamte Technik, die Security, die Sanitäranlagen und so weiter. Das ist ein riesiges Paket.“
Und eben dieses Paket könne nicht mit den derzeit zahlreichen Fragezeichen rund um Corona geschnürt werden. Durch die coronabedingt extrem lange Flaute in der Event-Branche gebe es manche Anbieter auch gar nicht mehr: „Es gab Bühnenbauer oder Bühnenverleiher, die aufgegeben haben, die arbeiten jetzt als Elektriker oder Schreiner.“
Zwei positive Signale kann der Festival-Chef dennoch übermitteln. Erstens: Das Organisationsteam um Fachleute wie Künstler-Agent Gisbert Kemmerling oder Organisations-Experte Olli Schulte bleibe an Bord, um im Jahr 2022 den dann dritten Anlauf zu nehmen.

Eine komplette Aufgabe des Projekts, das hatte Harsveldt schon zu einem früheren Zeitpunkt versichert, komme für ihn nicht in Frage. Der 61-jährige Mülheimer machte dabei kein Geheimnis daraus, dass der Planungsaufwand bis jetzt bereits rund 300.000 Euro verschlungen habe.

Das zweite positive Signal betrifft die Künstler. Harsveldt: „Ich denke, wir können nach den bisherigen Verhandlungen optimistisch sein, etwa 80, vielleicht sogar 90 Prozent der verpflichteten Künstler auch 2022 wieder präsentieren zu können."

Die Namen der Künstler, die schon für 2022 zugesagt haben, will Harsveldt noch nicht nennen. Das werde möglicherweise Mitte der Woche möglich sein: „Es laufen Gespräche. Auch die Künstler müssen jetzt natürlich ihre Terminpläne neu aufstellen.“
Dass das Interesse am dem Festival groß sei, ist für das Veranstaltungsteam keine Frage: Trotz der Corona-Fragezeichen seien bis jetzt schon über 20.000 Karten verkauft worden. Das Konzert mit Mark Forster war bereits kurz nach Bekanntwerden im Herbst 2019 schnell ausverkauft.
