Bezahlbares Wohnen in Olpe: Fokus auf Senioren und Familien

Vortrag im Rat


Wohnraum für Senioren und Familien muss her - und er sollte bezahlbar sein. von Symbol Pixabay.com
Wohnraum für Senioren und Familien muss her - und er sollte bezahlbar sein. © Symbol Pixabay.com

Olpe. Momentan sieht es bezüglich Wohnungen und Immobilien in Olpe noch gut aus. Doch für die Zukunft muss die Stadt bei diesem Thema weiter am Ball bleiben. Der Fokus soll stärker auf Senioren, Familien und Leuten mit kleinerem Portemonnaie gerichtet werden. Das war Tenor der Ratssitzung am Mittwoch, 26. August.


Im Auftrag der Stadt Olpe hat das Bochumer Unternehmen Inwis GmbH (Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung) eine detaillierte Wohnraumanalyse erstellt. Zu Beginn der Stadtverordnetenversammlung präsentierte Regina Höbel, ihres Zeichens Dipl.-Ing. Raumplanerin und Senior Projektleiterin bei Inwis, die Zukunftsaussichten zum Thema Wohnen in Olpe.
Durchschnitts-Bevölkerung wird älter
Die Analyse umfasst den Zeitraum der nächsten 20 Jahre bis zum Jahr 2039. Zunächst einmal wurden die soziodemographischen Rahmenbedingungen erörtert. Festzuhalten ist, dass die Durchschnittsbevölkerung zukünftig wesentlich älter sein wird. Die Kurve der 50- bis 65-jährigen und derer, die älter sind, geht nach oben, alle anderen Altersschichten sind rückläufig.

Die Generation der Babyboomer ist bereits oder wird im Laufe der nächsten 20 Jahre in Rente gehen. Da diese Altersgruppe in Olpe den größten Anteil stellen wird, sei es wichtig, im Zentrum der Stadt bezahlbaren, altersgerechten Wohnraum zu generieren. In den nächsten zwei Dekaden sollen 145 Seniorenwohnungen entstehen, damit der Bedarf gedeckt ist.
25 Baugrundstücke pro Jahr
Pro Jahr müsse die Stadt Olpe gewährleisten, dass mindestens 25 neue Baugrundstücke zur Verfügung stehen. Inwis empfiehlt in den ersten paaren Jahren sogar auf mehr Grundstücke pro Jahr zu setzen, bei Bedarf kann die Anzahl nach unten korrigiert werden.

Insbesondere sollte der Fokus ebenfalls auf den Familien liegen. Diese seien perspektivisch gesehen ein wichtiger Faktor für eine Stadt. Da es einer jungen Familie oftmals am Geld für ein großes freistehendes Haus fehlt, sollten bei der Planung viele Bauplätze für Reihenhäuser und Doppelhaushälften berücksichtigt werden.
Zentrale Lage
Beim Stickpunkt Miete gibt es auch einen klaren Weg. Die Stadt Olpe müsse mehr moderne Wohnungen in zentraler Lage schaffen und Bestandsmodernisierungen bei baufälligen Objekten durchführen, um die Attraktivität weiter aufrechtzuerhalten.

Abschließend betonte Regina Höbel noch einmal, dass es extrem wichtig sei, dass alle Parteien zielgerichtet zusammenarbeiten, um die Herausforderungen am Wohnungsmarkt zu bewältigen.
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