Bescheinigte Vertrauenswürdigkeit

Stiftung des Kinder- und Jugendhospiz´ Balthasar erhält DZI-Spenden-Siegel


  • Olpe, 01.08.2016
  • Von Sven Prillwitz
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Gute Laune herrschte bei der Übergabe des DZI-Spenden-Siegels: (von links) Lisa-Marie Scheerer, Silke Bonzel-Friedrich, Hospizleiter Rüdiger Barth, Markus Feldmann, Burkhard Wilke und Nicole Binnewitt. von Sven Prillwitz
Gute Laune herrschte bei der Übergabe des DZI-Spenden-Siegels: (von links) Lisa-Marie Scheerer, Silke Bonzel-Friedrich, Hospizleiter Rüdiger Barth, Markus Feldmann, Burkhard Wilke und Nicole Binnewitt. © Sven Prillwitz

Der Stiftung des Olper Kinder- und Jugendhospiz´ Balthasar ist am Montag, 1. August, offiziell das DZI-Spenden-Siegel überreicht worden. Damit wird Organisationen, die auf Spendengelder angewiesen sind, streng geprüfte Vertrauenswürdigkeit und Leistungsfähigkeit bescheinigt. Das Siegel stelle für Geldgeber eine wichtige Entscheidungshilfe und gleichzeitig eine „Vertrauensbrücke“ zu einer Einrichtung dar, erklärte Burkhard Wilke, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI).


Wissenschaftliche Mitarbeiter durchleuchten Strukturen, Prozesse und Geschäftsberichte jedes Antragstellers laut Wilke bis ins kleinste Detail. Sieben Standards müssen erfüllt sein, um das Siegel zu bekommen, darunter vor allem der nachgewiesen effiziente Einsatz von Spendengeldern und ein Höchstmaß an Transparenz. Auch eine wahrheitsgemäße und sachliche Werbung und Öffentlichkeitsarbeit seien maßgeblich, um das Siegel zu erhalten, so Wilke weiter. Zudem verlange das DZI „kompetente und angemessene Leitungs- und Aufsichtsstrukturen, um Interessenkonflikte zu vermeiden“. Standards, die die Kinder- und Jugendhospizstiftung Balthasar vollumfänglich erfüllt. Wilke bezeichnete dese als bundesweit eine der „fachlich renommiertesten“ seiner Art. Dass die Stiftung im Dezember 2014 trotz ihres bereits sehr guten Rufes zusätzlich das DZI-Spendensiegel beantragt und sich der kritischen Prüfung unterzogen habe, lobte er als vorbildlich.
Entlastung für die Hospizstiftung
„Wir haben uns bewusst an das DZI gewandt“, betonte Markus Feldmann aus dem Vorstand der Balthasar-Stiftung. „Spender sollen das Siegel als vertrauensbildenden Punkt sehen.“ Mit der Bescheinigung würden Organisationen bei der Suche nach Geldgebern schließlich entlastet werden, weshalb der Aufwand für die kritische Prüfung in jedem Falle lohnenswert sei. Das Siegel gilt nun bis zum 30. September 2017. Die Balthasar-Stiftung kann dieses zweimal um je ein Jahr verlängern lassen und muss dafür jeweils erneut die Einhaltung der Standards nachweisen. Gelingt der Stiftung das das, gilt ein neuer Antrags- und Prüfungsryhthmus, der alle drei Jahre neu beginnt.
Jeder dritte Erstantrag wird abgelehnt
Bundesweit tragen aktuell 232 Organisationen, die auf Spenden angewiesen sind, das DZI-Siegel, das seit 1992 vergeben wird. Im vergangenen Jahr vergab das Zentralinstitut die Beglaubigung an zehn Organisationen; auch in 2016 werden voraussichtlich zehn Einrichtungen das Siegel erhalten. Die Prüfung zu bestehen, ist nach Angaben von Burkhard Wilke nicht selbstverständlich: Jeder dritte Erstantrag erfülle die Anforderungen des DZI nicht und werde abgelehnt.
„Gemeinnützige, Spenden sammelnde Organisationen setzen das finanzielle Engagement von Spendern in konkrete gemeinnützige Aktivitäten um. Dies verleiht ihnen einen besonderen Stellenwert innerhalb der Gesellschaft. Gleichzeitig ergibt sich daraus die Verpflichtung zu einem transparenten, effizienten, an der bestmöglichen Wirkung und Nachhaltigkeit orientierten sowie von gegenseitigem Vertrauen getragenem Handeln.“ (Quelle: DZI-Spenden-Siegel-Leitlinien, Präambel)
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