29.000 neue Bäume für Olpe - Kirchengemeinde setzt ein starkes Zeichen

Wald der Zukunft


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Ein Bild von den Maßnahmen machten sich vor Ort Revierförster Timo Schmidt, Bürgermeister Tobias Schulte, MdL Jochen Ritter und Eduard Köster vom Kirchenvorstand St. Martinus, (v.l.). von privat
Ein Bild von den Maßnahmen machten sich vor Ort Revierförster Timo Schmidt, Bürgermeister Tobias Schulte, MdL Jochen Ritter und Eduard Köster vom Kirchenvorstand St. Martinus, (v.l.). © privat

Thieringhausen. Dort, wo vor wenigen Jahren noch geschädigte oder kahle Flächen das Bild prägten, wachsen heute junge Bäume in die Höhe. Oberhalb von Thieringhausen nahe der „Lila Kuh“ ist in den vergangenen Monaten sichtbar geworden, wie Wiederaufforstung konkret aussieht: frisch gepflanzte Reihen junger Bäume, eingebettet in die Landschaft des Sauerlandes.


Insgesamt hat die katholische Kirchengemeinde St. Martinus Olpe in der Pflanzperiode von Oktober 2025 bis Februar 2026 rund 29.000 neue Bäume auf ihren Waldflächen setzen lassen – ein starkes Zeichen für aktiven Klimaschutz vor Ort.

Die Pflanzungen erfolgten in enger Abstimmung mit dem Forstamt und orientieren sich konsequent an den Herausforderungen des Klimawandels. Ziel ist es, die Wälder der Pfarrei widerstandsfähiger zu machen – gegen Trockenheit, Schädlingsbefall, Stürme und zunehmende Temperaturschwankungen. Statt anfälliger Monokulturen entstehen artenreiche Mischwälder mit Baumarten, die als klimastabiler gelten und dem Wald langfristig mehr Resilienz verleihen sollen.

Maßnahmen in Thieringhausen und Griesemert

Die größte zusammenhängende Maßnahme befindet sich oberhalb von Thieringhausen nahe der „Lila Kuh“. Auf rund vier Hektar wurden hier etwa 16.000 Bäume gepflanzt. Die Fläche wurde nach den Vorgaben der Waldförderung des Landes NRW aufgeforstet.

Weitere Pflanzungen fanden auf der Griesemert statt: Auf zwei Flächen wurden rund 11.500 Bäume gesetzt. Ergänzt wird das Gesamtprojekt durch kleinere Ersatzpflanzungen und zusätzliche Maßnahmen im Stadtgebiet Olpe mit etwa 1.500 weiteren Bäumen.

Politik, Forst und Kirche im Austausch

Ein Bild von den Maßnahmen machten sich vor Ort Revierförster Timo Schmidt, Eduard Köster vom Kirchenvorstand St. Martinus, Bürgermeister Tobias Schulte sowie der Olper Landtagsabgeordnete Jochen Ritter.

Bei dem gemeinsamen Termin ging es nicht nur um die abgeschlossenen Pflanzarbeiten, sondern auch um die aktuellen Herausforderungen für den Wald: klimabedingte Schäden, steigender Pflegeaufwand und die Frage, wie der Wald langfristig stabil und artenreich erhalten werden kann.

Verantwortung für kommende Generationen

Die Kirchengemeinde St. Martinus Olpe bewirtschaftet rund 135 Hektar Wald im Kreis Olpe. Der nachhaltige Waldumbau ist dabei kein kurzfristiges Projekt, sondern eine Aufgabe für Jahrzehnte. Ziel ist es, den Wald so zu entwickeln, dass er auch für kommende Generationen seine ökologischen Funktionen erfüllen kann.

Die Aufforstungen sind Ausdruck eines Selbstverständnisses, das tief in der kirchlichen Verantwortung für die „Bewahrung der Schöpfung“ verankert ist. Für die großen Herausforderungen des Klimawandels ist es ein wichtiger Baustein unter vielen. Doch genau diese vielen Bausteine entscheiden darüber, ob es gelingt, den Wald als Lebensgrundlage zu bewahren – in Olpe und weit darüber hinaus.

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