Nachrichten Wirtschaft
Wenden, 13.09.2021

Erster Teil der Investorensuche beendet

2,1 Mio. Euro Mindestpreis - vier Bewerber für Balcke-Dürr-Gelände

Blick auf einen Teil des Geländes der ehemaligen Firma Apparatebau Rothemühle.
Blick auf einen Teil des Geländes der ehemaligen Firma Apparatebau Rothemühle.
Wolfgang Schneider
Wenden/Rothemühle. Bei der Suche nach Investoren für das weitläufige Gelände des ehemaligen Unternehmens Apparatebau Rothemühle/Balcke-Dürr ist die Gemeinde Wenden einen Schritt weitergekommen. Die sogenannte Phase der Interessensbekundung ist beendet und vier Bewerber haben sich gemeldet.

Es geht um eine Menge Geld, denn die Gemeinde Wenden als derzeitiger Eigentümer hat einen Mindestkaufpreis von 2,1 Millionen Euro aufgerufen. Die Liegenschaft hat eine Fläche von gut 58.000 Quadratmetern. Das entspricht etwa der Fläche von acht Fußballplätzen. 9.100 Quadratmeter entfallen auf den ehemaligen Mitarbeiterparkplatz und etwa 49.000 Quadratmeter auf die brachliegenden Gewerbeflächen.

Zwei heimische Interessenten

Schriftlich beworben hat sich zum einen das Duo Stefan Müller (Brün) und Alexander Czenkusch (Gerlingen). Es hat seit längerem Interesse an der Industrieimmobilie und möchte dort gerne einen Gewerbepark für kleinere heimische Unternehmen und Dienstleister realisieren (LokalPlus berichtete).

Auch der Gerlinger Unternehmer Bernd Hesse (SIBO-Verpackungen) hat Interesse an dem Areal in Rothemühle.


Weiteres Mitglied im Bewerber-Quartett ist die IPC Vermögensanlagen GmbH aus Köln. Die Firma von Geschäftsführer Uwe Jantz ist im heimischen Raum kein Unbekannter, hat sie doch 2005/06 das Geschäftszentrum „Olper Mitte“ errichtet.

Beckehoff involviert

Ebenfalls Interesse bekundet hat die Pyramis Immobilien Entwicklungs GmbH aus Münster. Das Unternehmen ist nach eigenem Bekunden „spezialisiert auf die Entwicklung und die Realisierung von Stadtentwicklungsprojekten kleiner und mittelgroßer Kommunen“. Für Pyramis tätig ist übrigens auch der frühere Olper Landrat Frank Beckehoff.

Ein Bürogebäude auf dem Gelände der ehemaligen Firma Apparatebau Rothemühle.

Der Haupt- und Finanzausschuss Wenden wird in seiner Sitzung am Montag, 20. September, die eingereichten Konzepte bewerten. Der Schwerpunkt wird auf die Kriterien „Wohnen und Arbeiten“ sowie „Verkehr und Erreichbarkeit“ gelegt. Die Bewerber, die dabei punkten und in nichtöffentlicher Sitzung ausgewählt werden, können dann in einem zweiten Verfahrensschritt ihre Konzepte bis Ende Dezember konkretisieren.

Ein Artikel von Wolfgang Schneider

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