Nachrichten Wirtschaft
Olpe, Olpe, 8. Juli 2016

Erstes Projekt „Perspektiven für Flüchtlinge“ abgeschlossen

Ziel: Integration in den Arbeitsmarkt

Das Team des Katholischen Jugendwerks Olpe: Brigitte Kiekopf (Maßnahmeleitung), Bettina Ohm-Bender (Sprachunterricht In Via), Dietrich Bensberg (Bewerbungstraining) und Andreas Heukelbach (Sozialpädagogische Begleitung) schauen mit den Teilnehmern äußerst zufrieden auf das zwölfwöchige Projekt „Perspektiven für Flüchtlinge“ zurück.
Das Team des Katholischen Jugendwerks Olpe: Brigitte Kiekopf (Maßnahmeleitung), Bettina Ohm-Bender (Sprachunterricht In Via), Dietrich Bensberg (Bewerbungstraining) und Andreas Heukelbach (Sozialpädagogische Begleitung) schauen mit den Teilnehmern äußerst zufrieden auf das zwölfwöchige Projekt „Perspektiven für Flüchtlinge“ zurück.
„Perspektiven für Flüchtlinge“: Das war der Name des dreimonatigen Projekts, das das Katholische Jugendwerk Olpe „Förderband“ im Auftrag des „Integration Points“ der Agentur für Arbeit Siegen organisiert und ausgerichtet hat. Kooperationspartner war der Caritas-Verband „In Via“ des Kreises Olpe, der für die Vermittlung der berufsbezogenen Sprachkenntnisse verantwortlich war.

In den ersten vier Wochen standen das gegenseitige Kennenlernen der 14 Teilnehmer aus Syrien und Pakistan sowie das Ermitteln der Abschlüsse und Qualifikationen in deren Heimatland im Vordergrund. Vorhandene Nachweise und Zertifikate wurden zum Übersetzen weitergeleitet bzw. bereits übersetzte Dokumente zur Anerkennung an die Bezirksregierung geschickt. Die Teilnehmer erhielten zudem Informationen zu den Gegebenheiten auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

In den anschließenden sechs Wochen erhielten die Teilnehmer eine sogenannte Kompetenzfeststellung im Echtbetrieb. Helmut Brocke-D’Ortona vom geschäftsführenden Vorstand des Katholischen Jugendwerks bedankt sich im Nachgang für die „sehr große Kooperationsbereitschaft der örtlichen Betriebe und der Wohlfahrtsverbände“. Dadurch nämlich hätten die Teilnehmer erste betriebliche Erfahrungen in den Bereichen der Produktion, im Kfz-Gewerbe, in der Gastronomie, im Büro, in der Altenhilfe und im Friseurhandwerk erwerben. Auch für einen Goldschmied konnte ein passender Betrieb gefunden werden. Die Rückmeldung der Betriebe zur Motivation der Teilnehmer war laut Brocke-D’Ortona stets sehr positiv und schnell konnte festgestellt werden, welche Fähigkeiten die Teilnehmer mitbringen. Drei Teilnehmer dürfen auf Übernahme hoffen In den letzten zwei Wochen wurde die Zeit in den Betrieben ausgewertet, und Bewerbungsunterlagen inklusive Foto erstellt. In einem gemeinsamen Gespräch zwischen den Teilnehmern, den Mitarbeiterinnen des „Integration Points“ und den pädagogischen Fachkräften des Jugendwerks wurde der weitere Weg zur Integration der Teilnehmer besprochen. Neben der Teilnahme an einem Integrationskurs haben drei Teilnehmer eine Übernahme im Kooperationsbetrieb in Aussicht. In diesen Fällen klären Betrieb, Geflüchteter und die Agentur für Arbeit derzeit, welche weiteren Qualifizierungen und Förderungen dafür notwendig sind.

Seit dem 4. Juli läuft nun der zweite Durchgang mit neuen Teilnehmern. Hierfür sucht das Katholische Jugendwerk Olpe jetzt schon erneut Kooperationspartner für die Kompetenzfeststellung im Echtbetrieb, die für den Zeitraum 1. August bis 9. September geplant ist. Während dieser Zeit sind die Teilnehmer vier Tage im Betrieb, am Freitag erhalten sie jeweils Sprachunterricht.
Betriebe, die diese erfolgreiche Maßnahme unterstützen wollen, können sich bei der Maßnahmeleitung Brigitte Kiekopf unter der Telefonnummer 0160/3010910 oder unter b.kiekopf@foerderband-olpe.de melden. (LP)
Der "Integration Point"

Der Integration Point ist eine gemeinsame Einrichtung der Agentur für Arbeit Siegen und des Jobcenters Kreis Olpe. Er ist in der Rochusstraße 3 in Olpe. In ihm bündeln Arbeitsagentur, Jobcenter und Ausländerbehörden ihre Kompetenzen, um geflüchtete Menschen schnell in Arbeit zu integrieren. Offen ist der Integration Point für alle Geflüchteten, ganz egal, ob sie schon anerkannt sind oder geduldet wurden, das Asylverfahren noch läuft oder sie den Antrag noch gar nicht gestellt haben.

Zu den Präsenzzeiten von montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr können Geflüchtete ohne Termin in den Integration Point kommen. Die Kontaktaufnahme ist auch per Telefon unter 02761/9640-222 möglich und per E-Mail an Olpe.Integration-Point@arbeitsagentur.de.

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