Nachrichten Wirtschaft
Olpe, 21.01.2021

Sparkasse Olpe verbucht Zuwächse

Klassisches Sparen bringt nichts mehr - Immobilien und Aktien im Trend

Die Sparkassendirektoren Dieter Kohlmeier (links) und Wilhelm Rücker (rechts) mit Peter Schauerte und Mario Grunau (Skype-Bildschirm, oben und unten).
Die Sparkassendirektoren Dieter Kohlmeier (links) und Wilhelm Rücker (rechts) mit Peter Schauerte und Mario Grunau (Skype-Bildschirm, oben und unten).
Sparkasse ODW
Olpe. Trotz der Corona-Krise hat die Sparkasse Olpe-Drolshagen-Wenden das Pandemiejahr 2020 gut gemeistert. Die Bilanzsumme ist gestiegen und bei den Kundeneinlagen, im Kreditgeschäft und bei den Wertpapierbeständen gab es Zuwächse.

Das wurde beim digitalen Pressegespräch zur Vorstellung der Jahresbilanz am Donnerstag, 21. Januar, deutlich. Trotz guter Zahlen (siehe Infokasten) machen sich die Sparkassen-Verantwortlichen Sorgen. „Auch in der Finanzdienstleistungsbranche hat die Pandemie tiefgreifende Spuren hinterlassen mit teilweise noch nicht absehbaren Konsequenzen für die Zukunft“, sagte Vorstandsvorsitzender Dieter Kohlmeier. Da sich die Wirtschaftsleistung spürbar verlangsamt habe, seien negative Auswirkungen sowohl für Privat- als auch für Firmenkunden zu befürchten. Besonders betroffen seien Gastronomie und private Dienstleister.

Kennzahlen der Sparkasse
  • Bilanzsumme: 1.085 Mio. Euro (+33 Mio.)
  • Kundeneinlagen: 866 Mio. Euro (+34 Mio.)
  • Wertpapierbestände: 250 Mio. Euro (+22 Mio.)
  • Kundenkredite: 651 Mio. Euro (+18 Mio.)
  • Mitarbeiter: 160 (-2)
  • Auszubildende: 12 (-1)
  • Geschäftsstellen: 6 (+/- 0)

Konkreter wurde sein Vorstandskollege Wilhelm Rücker: „Es gibt bei unseren Kunden zwar noch keine coronabedingten Insolvenzen. Aber die Lage ist angespannt und einige stehen auf der Kippe. Insbesondere im Einzelhandel und der Gastronomie wird viel davon abhängen, wie lange der bestehende Lockdown noch dauert und wann welche Lockerungen kommen.“

Auch auf die finanziellen Gewohnheiten und Entscheidungen der Privatleute wirkt sich die Pandemie aus. „Der Lockdown hat die Konsumneigung gedrückt. Verbraucher sind vorsichtiger geworden und schieben Investitionen auf. Dann wird zum Beispiel das neue Auto erst später gekauft“, so Rücker.

Grafiken zur Geschäftsentwicklung der Sparkasse Olpe in 2020.

Die andere Seite der Medaille zeigte Dieter Kohlmeier auf: „Die Leute haben mehr liquide Mittel, weil sie weniger für Urlaube, Markenkleidung und Ausgehen ausgeben. Dadurch ist mehr Geld zum Sparen verfügbar.“


Stichwort Sparen: Das klassische Sparbuch hat längst ausgedient und auch Tagesgeld bringt angesichts des Zinsniveaus nichts ein. Bei höheren Geldanlagen müssen Kunden sogar draufzahlen. „Negativzinsen sind normal geworden“, so Kohlmeier. Sie liegen bei der Sparkasse etwa bei minus 0,5 Prozent.

Welche Geldanlagen sind in Krisenzeiten geeignet?

Deshalb sind die Spareinlagen erstmals rückläufig. „Der Trend geht weg vom Sparkonto. Gefragt sind Gold und Edelmetalle, Immobilien und Wertpapiere“, berichtet Peter Schauerte. Sein Rat: „Der Vermögensaufbau in Wertpapieren muss bei dem Negativzins für den Anleger zur Selbstverständlichkeit werden, um den Wert des eigenen Vermögens zu sichern.“

Wer 2020 in Aktien aus dem DAX investiert hat, konnte trotz Pandemie im Schnitt noch eine Rendite von 3,5 Prozent machen, während klassische Anleihen ein Minusgeschäft waren. Insgesamt beläuft sich das Wertpapiervolumen der Sparkassenkunden aktuell auf mehr als 250 Millionen Euro.

„Betongold“ ist gefragt

Sehr beliebt bei den Kunden sind und bleiben Immobilien. Das gilt einerseits für den Bau oder Kauf der eigenen vier Wände. 2020 wurde fleißig gebaut oder saniert. Der Bestand an Wohnungsbaukrediten erhöhte sich um rund 3,8 Prozent auf 373 Millionen. Euro.


Doch auch das Investment in Immobilien als sogenanntes „Betongold“ ist in Pandemie-Zeiten zunehmend beliebt. „Das Immobilienvermittlungsgeschäft entwickelte sich sehr erfreulich. Anleger nutzten die Möglichkeit, in sogenannte „Pflegeimmobilien“ zu investieren, zum Beispiel das „Haus Westfalenhöhe“ in Wegeringhausen“, so Rücker. Sein Tipp: „Geldanlage in offenen Immobilienfonds oder in Pflegeimmobilien ist ratsamer als die Investition in Einzelimmobilien.“

Bargeldlos zahlen ist während der Pandemie ein Trend.

Digital sieht sich die Sparkasse Olpe-Drolshagen-Wenden gut aufgestellt. Das habe sich angesichts der Corona-Einschränkungen ausgezahlt, so Marketingleiter Mario Grunau. Die im Herbst 2020 neu eingeführte digitale Kundenberatung erfreue sich zunehmender Beliebtheit.

Zudem würden Finanzdienstleistungen vermehrt über das Kunden-Service-Center abgeschlossen, so dass ein persönliches Erscheinen in der Sparkasse gar nicht nötig sei. Auch das Online-Banking setzt seinen Siegeszug fort. Sein Anteil liegt inzwischen bei 74 Prozent. 2018 waren es erst 60 und 2019 dann 70 Prozent.

„Durchaus optimistisch“

Und wie geht es in diesem Jahr weiter: „Die Prognosen gehen von einem spürbaren Anstieg des Wirtschaftswachstums aus. Es wird aber viel davon abhängen, wann es wieder eine Normalisierung der wirtschaftlichen Aktivitäten gibt“, blickte Dieter Kohlmeier nach vorn. „Mit Blick auf unsere heimische mittelständische Wirtschaft sind wir durchaus optimistisch. Die meisten Unternehmen werden die Krise meistern, weil sie hohe Liquiditätspuffer und Eigenkapitalbestände haben.“

Ein Artikel von Wolfgang Schneider

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