Nachrichten Wirtschaft
Lennestadt, 28. März 2017

Unternehmen informieren sich bei Indukant über Employer Branding

Peter Kaufmann (r.) und Jens Kurzenacker von der Firma Indukant.
Peter Kaufmann (r.) und Jens Kurzenacker von der Firma Indukant.
Foto: Unternehmen
Lennestadt. Wie sichern Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit in Zeiten des Fachkräftemangels? Dieser Frage gingen jetzt rund 25 Unternehmensvertreter aus der Region bei der Firma Indukant nach. Anlass war die Veranstaltung des Netzwerks Wirtschaft in Westfalen (WIW) zum Thema Employer Branding.
Auf dem Betriebsgelände des Blechbearbeiters Indukant GmbH, der anlässlich seines 25-jährigen Firmenjubiläums geladen hatte, sprachen Referenten aus dem Unternehmen und Netzwerk über Maßnahmen zur Bildung einer attraktiven Arbeitgebermarke. Hintergrund ist der seit mehreren Jahren anhaltende Arbeitskräftemangel in der metallbearbeitenden Industrie. Insbesondere mittelständische Unternehmen wie Indukant spüren diesen bei der Suche nach neuen Mitarbeitern.

„Der Arbeitskräftemangel ist bei uns vor Ort eine akute Herausforderung“, sagt Jens Kurzenacker, Geschäftsführer von Indukant. „Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen wir uns aktiver denn je damit auseinandersetzen.“ Das Unternehmen habe wie viele andere Metallbearbeiter auch zunehmend Schwierigkeiten, offene Stellen mit geeigneten Fachkräften und Auszubildenden zu besetzen. Die Frage danach, wie man junge Menschen am besten erreicht und vom eigenen Unternehmen überzeugt, ist heute speziell in ländlichen Regionen wie dem Sauerland dringender denn je.
Jens Kurzenacker von der Firma Indukant.
Eine Antwort gaben die Referenten: Die Bildung einer attraktiven Arbeitgebermarke spielt eine entscheidende Rolle bei der Mitarbeiterfindung und auch -bindung. Diese aktiv zu leben sei zunächst Chefsache, sagt Peter Kaufmann, Geschäftsführer des Netzwerks WIW. Denn der Prozess hin zu einem angesehenen und gefragten Arbeitgeber fange im Inneren des Unternehmens an. „Man kann nur das nach außen kommunizieren, was es innen auch wirklich gibt“, betont Kaufmann. Dafür sei eine Arbeitgeberstrategie unabdingbar.

Hierzu gehören beispielsweise der Aufbau einer positiven Unternehmenskultur mit verstärkter Wertschätzung der Mitarbeiter oder Anreize in Form gemeinsamer Aktivitäten wie Ausflüge, Grillen oder betrieblicher Sportprogramme. Auch monetäre Anreize wie Prämien oder die Nutzung geldwerter Vorteile sind möglich. Erste Maßnahmen in LennestadtIndukant ist bereits in mehreren Bereichen tätig geworden. Aktuell arbeiten im Unternehmen beispielsweise zwei Flüchtlinge im Rahmen einer Einstiegsqualifizierungsmaßnahme. Außerdem kooperiert Indukant mit Fachhochschulen, ist dabei in Forschungs- und Entwicklungsprojekten involviert und hat die Anzahl unterschiedlicher Praktika im Betrieb erhöht. Unternehmensintern fördert der Blechbearbeiter unter anderem seine Leistungsträger durch interne und externe Bildungsmaßnahmen. Zudem wird den Mitarbeitern aktuell beispielsweise das „Dienstfahrrad“, ein über das Unternehmen geleastes E-Bike zur privaten Nutzung, angeboten.

„Wir wissen, dass wir mit unseren Mitteln nicht alle Ideen umsetzen können. Dennoch werden wir kontinuierlich neue Maßnahmen anstoßen und bestehende verbessern“, sagt Kurzenacker. Geplant seien etwa die verstärkte Zusammenarbeit mit Schulen, Sozialeinrichtungen, der IHK sowie die Kommunikation über Soziale Medien, um die Öffentlichkeit mehr über Indukant zu informieren.
(LP)

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