Nachrichten Wirtschaft
Lennestadt, 29. November 2017

Amtseinführung von Nachfolger Frank van Buuren

St. Martinus-Hospital Olpe: Feierliche Verabschiedung von Chefarzt Meinhard Sauer

Wachablösung: Frank van Buuren (rechts) ist am Mittwoch offiziell zum Nachfolger von Meinhard Sauer und damit zum neuen Chefarzt des St. Martinus-Hospitals Olpe ernannt worden.
Wachablösung: Frank van Buuren (rechts) ist am Mittwoch offiziell zum Nachfolger von Meinhard Sauer und damit zum neuen Chefarzt des St. Martinus-Hospitals Olpe ernannt worden.
Foto: Sven Prillwitz
Olpe. Das St. Martinus-Hospital Olpe hat mit PD Dr. Frank van Buuren einen neuen Chefarzt: Der 50-Jährige ist am Mittwochnachmittag, 29. November, als neuer ärztlicher Leiter der Medizinischen Klinik vorgestellt und offiziell in sein Amt eingeführt worden. Bei der Feierstunde wurde auch sein Vorgänger Dr. med. Meinhard Sauer verabschiedet – mit jeder Menge Wehmut und wahren Lobeshymnen.

Im Oktober 2001 hatte Sauer die Position des Chefarztes von Hans-Werner-Scheja übernommen. Und in diesen 16 Jahren und zwei Monaten, da waren sich alle Redner einig, habe der 60-Jährige viel bewegt. Sauer habe ein „Team von hochqualifizierten Leistungsträgern gebildet und gehalten, mit dem das Krankenhaus leistungsstark und zukunftsfähig“ sei, sagte der ärztliche Direktor Reinhold Hunold.
Der Ärztliche Direktor Reinhard Hunold.
Mit seinem Charakter als hartem Arbeiter und „echtem Querdenker“ und seiner Arbeitsweise als „Allround-Internist“ und Spezialist auf den einzelnen Fachgebieten zugleich habe Sauer nicht nur das St. Martinus-Hospital geprägt. Er habe auch wichtige Spuren in der gesamten medizinischen Landschaft im Kreis Olpe und der Region geprägt, fügte der leitende Oberarzt Dr. Cai Schelo hinzu. „Wahre Bilderbuchkarriere“ Von einer „wahren Bilderbuchkarriere“ des „Eigengewächses“ sprach Wilhelm Rücker, Verwaltungsratsvorsitzender der Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen. Sauer habe sich in den insgesamt 33 Jahren seiner Tätigkeit im Olper Krankenhaus durch Leidenschaft, Gewissenhaftigkeit und Menschlichkeit ausgezeichnet. Zu seinen prägendsten Verdiensten als Chefarzt zähle darüber hinaus die Weiterentwicklung der Medizinischen Klinik „mit den Kernkompetenzen Kardiologie, Nepphrologie, Onkologie, Gastroenterologie und Diabetelogie zu einem Aushängeschild“ – nicht nur des Olper Hospitals, sondern auch überregional, so Rücker weiter.
Wilhelm Rücker, Verwaltungsratsvorsitzender der Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen.
Alle drei Redner lobten außerdem Sauers kollegiale Zusammenarbeit. Seine Verdienste, auch in diesem Punkt war sich das Trio einig, seien umso höher zu bewerten angesichts eines schwieriger gewordenen gesundheitspolitischen Umfelds. Als Stichworte fielen die Begriffe Pflegenotstand und Ärztemangel, demografischer Wandel, zunehmender bürokratischer Aufwand und steigender ökonomischer Druck. Arbeitsklima als entscheidender Faktor Als der Vielgelobte schließlich selbst ans Rednerpult trat, zeigte er sich bewegt, aber auch gefasst – und als Teamplayer. „Wir haben die Leistungszahlen und das Leistungsspektrum jährlich gesteigert“, sagte Sauer. Das alles sei aber nur möglich gewesen durch das „Engagement in allen Abteilungen“ und das „familiäre Arbeitsklima“. Faktoren, die dem Hospital „auch in hektischen Zeiten hoffentlich möglichst lange erhalten bleiben“, wünschte sich Sauer. Der 1957 in Heggen geborene Internist bedankte sich außerdem bei seiner Ehefrau Doris und seinen Kindern für den Rückhalt und das Verständnis besonders während seiner zeitintensiven Tätigkeit als Chefarzt.

Von einem Abschied allerdings wollte Sauer nicht sprechen, sondern vielmehr von einem „langsamen Rückzug“. Immerhin bleibt die Zuständigkeit für die nächtlichen Katheter-Bereitschaft und das Blutdepot im St. Martinus-Hospital in seinen Händen. Im Krankenhaus werde er kürzertreten, um seiner Privatpraxis in Attendorn und seiner Familie mehr Zeit widmen zu können, sagte der 60-Jährige nach dem offiziellen Teil. van Buuren kündigt neue Impulse an Seine hohe Wertschätzung für seinen Vorgänger hatte kurz zuvor auch Frank van Buuren betont. „Sie haben ein tolles Team hinterlassen und viel Bewährtes, das wir auf jeden Fall erhalten wollen“, sagte der neue Oberarzt. Gleichzeitig kündigte der 50-Jährige, geboren in Iserlohn und zuletzt zehn Jahre lang Oberarzt im Herz- und Diabeteszentrum in Bad Oeynhausen, neue Impulse an. Genau wie Sauer wolle er aber im Team Innovationen voranbringen, betonte van Buuren. Als „wichtigste Grundpfeiler“ hierfür nannte der Familienvater einen „wertschätzenden Umgang“, Loayalität und Transparenz.

Vorschusslorbeeren waren dem neuen Chefarzt am Mittwoch bereits sicher: Angesichts seines „beeindruckenden“ medizinischen und wissenschaftlichen Werdegangs sei die Hospitalgesellschaft glücklich und zugleich stolz, van Buuren als neuen ärztlichen Leiter gewonnen zu haben, sagte Aufsichtsratschef Wilhelm Rücker. Dass van Buuren sich wissenschaftlich bereits frühzeitig auch mit dem Thema Ökonomie im Gesundheitswesen auseinandergesetzt hat, sei „bemerkenswert“ und hilfreich, so Rücker weiter: „Sie haben die Chance, die Zukunft der Medizinischen Klinik in Olpe positiv zu gestalten.“
Ein Artikel von Sven Prillwitz

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