Nachrichten Wirtschaft
Kreis Olpe, 23. Januar 2017

Beschäftigte der Landesdienststellen wollen Forderungen durchsetzen

Warnstreik der Gewerkschaft ver.di an der Uni Siegen

Warnstreik der Gewerkschaft ver.di
Symbolfoto: Nils Dinkel
Kreis Olpe. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigen der Universität Siegen, der Justiz, des Justizvollzugs, des Regierungsbezirks und Teile des Landesbetriebes Straßen.NRW zu einem Warnstreik auf. Die Kundgebung findet am Mittwoch, 25. Januar (11.30 bis 13.30 Uhr) auf dem Campus der Uni Siegen statt.

Vor der zweiten Verhandlungsrunde wollen die Beschäftigten der Landesdienststellen nach ver.di-Angaben deutlich machen, „dass sie für die Durchsetzung ihrer Forderungen bereit sind, auch Arbeitskampfmaßnahmen durchzuführen“. Als Redner stehen der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende der ver.di-Fachgruppe Feuerwehr, Edgar Stary, der ver.di-Vertrauensleutesprecher an der Universität, Herwart Mudersbach, und Michael Schnippering, ver.di-Gewerkschaftssekretär im Bezirk Siegen-Olpe, zur Verfügung.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem: sechs Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten unter Einbeziehung einer sozialen Komponente. 90 Euro mehr Vergütung für Auszubildende und Praktikanten, eine verbindliche Übernahmeregelung für Auszubildende sowie die Zahlung eines Lernmittelzuschusses in Höhe von 50 Euro je Ausbildungsjahr. Zeit- und inhaltsgleiche Übernahme der Tarifergebnisse auf die Beamten. Zudem will ver.di sachgrundlose Befristungen von Arbeitsverträgen abschaffen. Michael Schnippering fordert entsprechende Bezahlung „Die Beschäftigten erbringen täglich engagierte und kompetente Leistungen und das bei ständig steigenden Anforderungen und Belastungen. Dafür fordern wir eine entsprechende Bezahlung und Verbesserungen der Arbeitsbedingungen. Die Einkommensentwicklung bei den Ländern ist um gut vier Prozentpunkte hinter der Gesamtwirtschaft zurückgeblieben. Daher ist unsere Forderung, den Anschluss an die Einkommensentwicklung in der Privatwirtschaft zu halten, völlig berechtigt“, sagte Gewerkschaftssekretär Michael Schnippering.

Betroffen sind im Bereich des ver.di-Bezirks Siegen-Olpe ca. 2400 Beschäftigte. Hinzu kommen die angestellten Lehrer und die indirekt betroffenen Beamten der Kommunen, der Feuerwehr, der Forstwirtschaft und der Polizei. Die Tarifverhandlungen werden am 30. und 31. Januar in Potsdam fortgeführt.
(LP)

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