Nachrichten Wirtschaft
Kreis Olpe, 26. Oktober 2017

„Vermögensbarometer 2017“

Sparkassen-Studie: 59 Prozent der Bundesbürger sind finanziell zufrieden

Sparkassen-Studie: 59 Prozent der Bundesbürger sind finanziell zufrieden
Foto: Sparkasse
Kreis Olpe. Den Bundesbürgern geht es in materieller Hinsicht zurzeit so gut wie lange nicht. Das geht aus dem „Vermögensbarometer 2017“ der Sparkassen-Finanzgruppe hervor, das anlässlich des Weltspartags am 30. Oktober in Auftrag gegeben wurde. Danach erklären 59 Prozent der Deutschen, dass sie mit ihren finanziellen Lebensumständen zufrieden seien. Allerdings: Rund ein Viertel der Bevölkerung kann nichts mehr für das Alter zurücklegen.
Jährlich nehmen die Sparkassen bundesweit den Weltspartag zum Anlass, eine Bestandsaufnahme zum aktuellen finanziellen Status quo der Bundesbürger zu machen. Dazu befragte das Meinungsforschungsinstitut Kantar Added Value im Juni und Juli 2017 insgesamt 2884 Verbraucher im gesamten Bundesgebiet.

Gerade in Zeiten des anhaltenden Niedrigzinses suchten die Menschen verlässliche Anlagemöglichkeiten, sagt Frank Nennstiel. „Gefragt sind auch Immobilien zur Selbstnutzung vor allem bei jungen Familien“, so der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Finnentrop. Aber nicht nur als Eigenheim, auch als eine weitere Form der Geldanlage sei die Immobilie sehr beliebt. „Mit 27 Prozent sieht über ein Viertel der Bevölkerung in vermieteten Gebäuden das zweitbeste Mittel für den Vermögensaufbau“, erklärt Nennstiel. Gegenüber 2007 (sieben Prozent) sei dies ein Anstieg von 20 Prozentpunkten. Sicherheit vor Rendite Aber nicht nur an den Anlageobjekten, auch bei den Strategien lässt sich der Umfrage zufolge ein Wandel nachvollziehen:  „Der Vermögenszuwachs, also die Rendite, hat nicht mehr höchste Priorität, sondern die Sicherheit ist den Anlegern nun am wichtigsten. Es folgen Flexibilität und Verfügbarkeit – und erst dann die Rendite“, ergänzt Dieter Kohlmeier, Direktor der Sparkasse Olpe-Drolshagen-Wenden.

Außerdem geht aus der Umfrage hervor, dass nunmehr ein knappes Viertel der Deutschen nicht für das Alter spart bzw. nicht sparen kann. Besonders hoch sei der Anteil der Nichtvorsorger mit 36 Prozent bei den unter 30-Jährigen beziehungsweise mit 47 Prozent bei den Menschen in der niedrigsten Einkommensgruppe (Haushaltsnettoeinkommen unter 1.000 Euro / Monat). Angst vor Altersarmut „Gut die Hälfte derjenigen, die nicht vorsorgen, sehen sich finanziell nicht dazu in der Lage“, so Kohlmeier. Zwölf Prozent der Menschen, die unsicher sind, ob sie ihre zukünftige finanzielle Absicherung überhaupt erreichen werden, rechnen der Studie zufolge überdies mit Altersarmut.

Diese und auch weitere Aussagen werden von der Sparkasse Finnentrop und der Sparkasse Olpe-Drolshagen-Wenden durch eigene Beobachtungen vor Ort gestützt. Weitere Informationen erhalten Interessierte bei den Sparkassen vor Ort.
(LP)

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