Nachrichten Wirtschaft
Kreis Olpe, 30. November 2018

Nachruf

Krombacher Brauerei trauert um Friedrich Schadeberg

Südwestfalen hat einen der bedeutendsten und prägendsten Unternehmer verloren: Dr. h.c. Friedrich Schadeberg, Senior-Chef der Krombacher Brauerei, ist im Alter von 98 Jahren verstorben.
Südwestfalen hat einen der bedeutendsten und prägendsten Unternehmer verloren: Dr. h.c. Friedrich Schadeberg, Senior-Chef der Krombacher Brauerei, ist im Alter von 98 Jahren verstorben.
Foto: Krombacher Brauerei
Kreuztal. Die Krombacher Brauerei trauert um Friedrich Schadeberg: Der diplomierte Brau-Ingenieur und Senior-Chef ist nach Angaben des Unternehmens am Montag im Alter von 98 Jahren verstorben. Schadeberg gilt als einer der bedeutendsten und prägendsten Unternehmer Südwestfalens.
Schadeberg sei ein „großartiger Mensch“ gewesen, „dessen visionäre Tatkraft, unternehmerische Stärke und Menschlichkeit alle Personen in seinem Umfeld fasziniert und immer wieder angetrieben hat und auch weiter antreiben wird“, heißt es in einem Nachruf, der auf der Krombacher-Website zu lesen ist. Neben Optimismus, Willensstärke und Ausdauer habe sich Schadeberg auch durch seinen Fleiß und seinen „unbedingten Arbeitswillen“ ausgezeichnet.

In mehr als sechs Jahrzehnten gelang es Schadeberg, aus einer Dorfbrauerei mit regionalem Absatzmarkt die größte Privatbrauerei Deutschlands zu machen – und einen der führenden Branchenriesen. Mehr als sechs Millionen Hektoliter beträgt der jährliche Gesamtausstoß der Krombacher Brauerei nach eigenen Angaben aktuell. In der Anfangszeit waren es 50.000 Hektoliter pro Jahr gewesen. Inzwischen führen sein Sohn Bernhard und seine Tochter Petra das Unternehmen. Der Krombacher-Konzern beschäftigt rund 1000 Angestellte. Mehrere hochrangige Auszeichnungen Von 1962 bis 1988 gehörte der diplomierte Brau-Ingenieur der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südwestfalen an. Für seine unternehmerische Leistung und sein gesellschaftliches Engagement wurde Schadeberg mehrfach ausgezeichnet. 1990 etwa erhielt er das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik.

Zwölf Jahre später vergab seine Heimatstadt Kreuztal die Ehrenbürgerrechte an Schadeberg. Die Ehrendoktorwürde der Universität Siegen erhielt der Unternehmer im Jahre 2009 – als Anerkennung seiner „Verdienste als Markenartikler und Förderer der Wirtschaftsregion“, heißt es in dem Nachruf.

Nach Angaben der Brauerei verstarb Schadeberg im Kreise seiner Familie. Der 98-Jährige sei „friedlich eingeschlafen“.
(LP)

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