Nachrichten Wirtschaft
Kreis Olpe, 02. September 2017

Demografie, Infrastruktur und Digitalisierung

Jens Spahn und Matthias Heider diskutieren mit Wirtschaftsrat Olpe

Dr. Matthias Heider MdB (3.v.l.) und Jens Spahn MdB (4.v.l.) waren zu Gast bei der Sektion Olpe des Wirtschaftsrates der CDU.
Dr. Matthias Heider MdB (3.v.l.) und Jens Spahn MdB (4.v.l.) waren zu Gast bei der Sektion Olpe des Wirtschaftsrates der CDU.
Foto: Wirtschaftsrat der CDU
Kreis Olpe. Digitalisierung, Verkehrspolitik, demografischer Wandel, Fachkräfte: Diese Schwerpunkte haben die Unternehmer der Sektion Olpe des Wirtschaftsrats der CDU jetzt bei einem Gespräch mit den beiden Bundestagsabgeordneten Jens Spahn (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen) und Dr. Matthias Heider beschäftigt.

Sektionssprecher Werner Schmidt warb für die Bedürfnisse der heimischen Unternehmen im Sauerland und verwies vor allem die Notwendigkeit des Breitbandausbaus: „Gewerbegebiete mit einer Verbindung von nur 2 Mbit/s verschlafen die Zukunft und sind nicht wettbewerbstauglich.“ Auch bei den Verkehrsanbindungen wünschte er sich bessere Rahmenbedingungen.

Mit Blick auf die Verkehrsinfrastruktur unterstrich Heider: „Wir müssen dringend die Defizite im Planungsbereich beheben. Das Geld ist da, aber wir können es nicht verbauen.“ Hier müsse auch auf Fachkräfte aus dem freien Markt zurückgegriffen werden, um für genügend baureife Pläne zu sorgen. „Eine gute Infrastruktur ist für das Sauerland entscheidend.“ Das gelte auch für das schnelle Internet. „50 Mbit/s sind nicht genug. Wir benötigen Glasfaser, zumindest in allen Gewerbegebieten“, so Heider. Besser sei eine flächendeckende Anbindung. Fackräftemangel: Erst „Spitze des Eisbergs“ Ein besonderes Augenmerk legte Spahn indes auf den demografischen Wandel: „Wir brauchen eine Kultur des längeren Arbeitens.“ Wie sich der Fachkräftemangel derzeit darstelle, sei erst die „Spitze des Eisbergs“. Kritik äußerte er deshalb an der Rente mit 63 Jahren. Die positive wirtschaftliche Entwicklung berge auch eine sehr große Gefahr, so der Abgeordnete weiter. Sie verleite dazu, sich auf dem bisher Erreichten auszuruhen. „Jeder Unternehmer weiß, es kommen auch irgendwann schlechte Zeiten“, sagte Spahn Die Kernfrage sei: „Ist eine Gesellschaft, der es gut geht, bereit zu Veränderungen?“

Der Wirtschaftsrat ist ein 1963 gegründeter bundesweiter Unternehmerverband, in dem sich annähernd 11.000 Unternehmer organisiert haben, die rund 5 Millionen Arbeitsplätze repräsentieren. Er vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Im Landesverband Nordrhein-Westfalen sind rund 2.000 Mitglieder in 27 Sektionen organisiert. Er ist einer der mitgliederstärksten Landesverbände innerhalb des Wirtschaftsrates.
(LP)

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