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Kreis Olpe, Kreis Olpe, 31. Juli 2016

Berufsfelderkundungen: Arbeitgeber und Schüler ziehen positive Bilanz

„Chance für beide Seiten“

Auch im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung gehört Anpacken dazu. Beim Elektrohandel Euronics XXL Corte lernt ein Schüler der Gesamtschule Finnentrop den Arbeitsalltag eines Einzelhandelskaufmanns kennen.
Auch im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung gehört Anpacken dazu. Beim Elektrohandel Euronics XXL Corte lernt ein Schüler der Gesamtschule Finnentrop den Arbeitsalltag eines Einzelhandelskaufmanns kennen.
Foto: Kreis Olpe
Die Berufsfelderkundungen wurden im vergangenen Schuljahr erstmals im Kreis Olpe angeboten. Rund 1000 Schüler der 8. Klassen besuchten an bis zu drei Tagen verschiedene Arbeitgeber, um im normalen Arbeitsalltag einen ersten Einblick in Berufsfelder, Berufe und Karrieremöglichkeiten zu bekommen. Die Kommunale Koordinierungsstelle des Kreises Olpe zieht eine positive Bilanz.

Über 80 Prozent der Schüler – so eine Zwischenbilanz - fanden die Einblicke der Erkundungstage „eher gut“ bis „sehr gut“. Auch der überwiegende Teil der Arbeitgeber bezeichnet die Berufsfeld-erkundung als gute Gelegenheit, um Kontakte zu potenziellen Praktikanten und Auszubildenden zu knüpfen. Daher sei es nicht verwunderlich, dass sich bereits 70 Prozent der Arbeitgeber jetzt schon sicher sind, auch in dem kommenden Schuljahr Plätze für Erkundungen anzubieten“, heißt es in einer Pressemitteilung der Kommunalen Koordinierungsstelle.

„In der Berufsfelderkundung geht es vor allem darum, ein erstes Gefühl für verschiedene Berufe zu entwickeln. Für uns bieten die Erkundungstage daher eine ideale Möglichkeit, die Attraktivität unseres Handwerks den Jugendlichen aufzuzeigen“, resümierte Thomas Corte, Geschäftsführer des Elektrohandels Euronics XXL Corte sowie des Elektrobetriebes Corte Elektrotechnik. Er hatte etwa zehn Schüler an unterschiedlichen Tagen zur beruflichen Stippvisite eingeladen. „Natürlich sprechen wir die Achtklässler an diesem Tag auch auf weitere Erkundungsmöglichkeiten in unserem Hause an, zum Beispiel auf ein zweiwöchiges Praktikum. So ist die Berufsfelderkundung eine Chance für beide Seiten“, so Corte. Vertrauensbeweis beeindruckt Schüler Vor allem das selbstständige Arbeiten und der damit verbundene Vertrauensbeweis gegenüber den jungen Menschen beeindruckten die Schüler. „Besonders gut hat mir gefallen, dass ich auch praktisch arbeiten durfte“, sagte etwa die Schülerin eines Gymnasiums. „So weiß ich jetzt viel besser über verschiedene Berufe Bescheid. Das hilft mir bei der Berufswahl.“
Ein Schüler der Hanseschule Attendorn erkundet das Berufsfeld Metall, Maschinenbau beim Arbeitgeber Viega GmbH & Co. KG.
Rund 3.200 Berufsfelderkundungsplätze aus den Bereichen Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistung konnten die Schüler der achten Klassen abrufen – unter anderem auch das Angebot der Firma Viega GmbH & Co. KG. „Auch wenn es zunächst nur ein Arbeitstag ist: Wer schon einmal in ein Unternehmen hineinschnuppern möchte, liegt mit einer Berufsfelderkundung bei Viega genau richtig“, sind sich Maria Stracke (kaufmännische Ausbildungsleitung) und Ulrich Schmidt (gewerblich-technische Ausbildungsleitung) einig: „Seit über 90 Jahren bilden wir bei Viega erfolgreich in den unterschiedlichen Ausbildungsberufen aus. Die Berufsfelderkundungen erweitern hierbei unser breites Informations- und Orientierungsangebot und sind zugleich hilfreiches Instrument zur frühzeitigen Ansprache junger Menschen.“ Funktionierende und notwendige Zusammenarbeit Dass bereits der erste Durchgang der Berufsfelderkundungen im Kreis Olpe so erfolgreich verlief, könne mit der bewährten Netzwerkarbeit zwischen Schule, Wirtschaft und Verwaltung begründet werden, sagt Lukas Kroll von der Koordinierungsstelle des Kreises. „Das Gute ist, dass wirklich alle beteiligten Partner an einem Strang ziehen. Die Zusammenarbeit ist notwendig und funktioniert. Auch für das kommende Schuljahr setzen wir auf unser starkes Netzwerk. Als Koordinierungsstelle im Übergang Schule-Beruf möchten wir Kompetenzen, Ressourcen und Ideen bündeln und daraus gemeinsame Projekte formulieren und umsetzen“, so Lukas Kroll. Er dankt allen Partnern für die „wertvolle Zusammenarbeit“. (LP)

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