Nachrichten Wirtschaft
Kreis Olpe, 04.01.2022

Verunsicherung wegen Corona spürbar

Ausbildungsstellen: IHK zieht durchwachsene Jahresbilanz

Die IHK hätte sich gewünscht, dass unter wesentlich mehr Ausbildungsverträgen die Tinte getrocknet wäre.
Die IHK hätte sich gewünscht, dass unter wesentlich mehr Ausbildungsverträgen die Tinte getrocknet wäre.
Kreis Olpe/Siegen. Die Unternehmen im Bezirk der IHK Siegen schlossen im Jahr 2021 insgesamt 1.934 Ausbildungsverträge in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe ab – 113 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der erfreuliche Zuwachs von 6,2 Prozent kann jedoch die erheblichen Rückgänge des vergangenen Jahres nicht ausgleichen.

„Unser Problem besteht vor allem in einer zu verhaltenen Nachfrage nach Lehrstellen“, deutet IHK-Geschäftsführerin Sabine Bechheim das Geschehen. „In den letzten beiden Jahren haben sich deutlich weniger junge Menschen für den Abschluss eines Ausbildungsvertrages entschieden als früher. Die Anzahl der angebotenen Stellen sank ebenfalls, jedoch nicht in demselben Maß.“

Die Unternehmen schlossen auch Ausbildungsverträge mit Jugendlichen ab, die nur teilweise die erforderlichen Voraussetzungen für die Ausbildung mitbrachten. „Viele Ausbildungsbetriebe sind zu Zugeständnissen bereit und nehmen erheblichen Zusatzaufwand in Kauf, um für den Fachkräftenachwuchs zu sorgen. Kein junger Mensch darf verloren gehen, aber möglichst auch kein freier Ausbildungsplatz. Sonst riskieren wir, dass der wirtschaftliche Aufschwung durch den Fachkräftemangel zusätzlich gebremst wird“, plädiert Sabine Bechheim für eine differenzierte Betrachtung.

Ausbildung und Berufsorientierung durch Corona erschwert

In der Corona-Krise zeigt sich, dass die Festlegung auf einen Berufsweg von vielen vertagt wird: Die Schüler entscheiden sich eher für ein Abitur/ein Studium, statt eine betriebliche Ausbildung zu absolvieren. Bei all den Hiobsbotschaften aus der Wirtschaft in Form von Lockdowns, Lieferkettenprobleme und Kurzarbeit erscheine den Jugendlichen und ihren Eltern dies offenbar als der sicherere Weg.

Im Ergebnis habe dies die Zugänge zur betrieblichen Praxis erschwert oder unterbrochen, zumal die Berufsorientierung auch im vergangenen Schuljahr einen schweren Stand in den Schulen hatte. Oft genug habe sie nur online stattfinden können. Bechheim stellt fest: „Betriebe, die sich bei den Ausbildungsmessen nicht präsentieren durften oder bei den Jugendlichen nicht mit einem Praktikum punkten konnten, haben bis zuletzt ihre offenen Lehrstellen nicht besetzen können. Das trifft vor allem kleinere, unbekanntere Ausbildungsunternehmen zu.“

Kein Zuwachs in Metall- und Elektroberufen

Insgesamt schlossen die IHK-zugehörigen Unternehmen im Kreis Olpe 643 Lehrverträge ab, der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr betrug 5,2 Prozent. In Siegen-Wittgenstein stieg die Anzahl der Lehrverträge um 6,7 Prozent auf 1.291. Dabei geht die Entwicklung in den verschiedenen Berufsgruppen erheblich auseinander. In den industriellen Metall- und Elektroberufen blieb die Anzahl der Auszubildenden stabil, bei den Kaufleuten für Büromanagement hingegen stieg sie um 42 Prozent.

Sorgen bereitet der IHK, dass sich dauerhaft schwache Eintragungszahlen mittelfristig auf die ortsnahe Beschulung in den Berufskollegs auswirken könnten. Bechheim prognostiziert: „Je weniger Vertragsschlüsse, desto schwieriger wird es, eine ortsnahe Beschulung sicherzustellen. Weitere Wege wiederum ziehen fast immer noch weniger Bewerbungen nach sich. Deshalb ist es umso wichtiger, dass der Unterricht für kleinere Klassen flexibler gehandhabt und durch ausreichend Lehrkräfte ermöglicht wird.“

(LP)

Ausbildung im Kreis Olpe


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