Nachrichten Wirtschaft
Finnentrop, 10. Mai 2019

Ungewöhnliche Lebenswege

Vom Koch zum Verfahrensmechaniker bei thyssenkrupp in Finnentrop

Robert Hasenau hat mit 32 Jahren den Sprung ins kalte Wasser gewagt und bei thyssenkrupp in Finnentrop eine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker gemacht.
Robert Hasenau hat mit 32 Jahren den Sprung ins kalte Wasser gewagt und bei thyssenkrupp in Finnentrop eine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker gemacht.
Foto: thyssenkrupp Steel
Finnentrop. thyssenkrupp Steel bietet vielfältige Möglichkeiten, den ganz persönlichen beruflichen Weg zu finden: Ob als Verfahrens- oder Industriemechaniker/in oder Industriekaufmann bzw. -frau – hier ist für jeden der passende Beruf dabei. Auch für Robert Hasenau, der 2015 sein Leben komplett umkrempelte.

Nach 16 Jahren als gelernter Koch entschied er sich für eine Umschulung zum Verfahrensmechaniker bei thyssenkrupp Steel in Finnentrop.

„Die Arbeit als Koch hat mir Spaß gemacht, doch die Rahmenbedingungen sind in der Gastronomie nicht auf dem Niveau der Industrie, vor allem, was Organisation, Weiterbildung und nicht zuletzt den Verdienst angeht“, sagt Hasenau.

Nach reiflicher Überlegung hat er sich für den Sprung ins kalte Wasser entschieden und noch einmal ganz von vorne angefangen. „Mit 32 Jahren nochmal die Schulbank zu drücken, war schon eine besondere Situation. Aber meine Vorfreude auf die neuen Aufgaben war sehr groß, deshalb ist mir der Absprung nicht ganz so schwergefallen.“ Spannende Aufgaben und gute Weiterbildungsmöglichkeiten Als Verfahrensmechaniker begleitet er nun die Oberflächenveredelung der Stahlbänder, indem er die Feuerbeschichtungsanlage 3 auf den Produktionsablauf einstellt, bedient und wartet.

Die Tätigkeiten sind spannend und abwechslungsreich: Neben der Arbeit mit schwerem Gerät, glühendem Stahl und flüssigen Metallen gibt es auch die Möglichkeit, an der Feuerbeschichtungsanlage unterschiedliche Arbeiten kennenzulernen und durchzuführen.

Auch die Weiterbildungsmöglichkeiten haben Robert Hasenau überzeugt: „Für den Beruf des Verfahrensmechanikers bieten sich vor allem der Industrie-Meister oder eine Techniker-Weiterbildung an, aber man kann auch ein Maschinenbau-Studium anschließen. Die verschiedenen Möglichkeiten lassen sich sehr gut mit dem Beruf vereinbaren.“ Standort Finnentrop ist wie eine große Familie Der Standort Finnentrop von thyssenkrupp Steel hat bei Robert Hasenau eine gewisse Familien-Tradition: Schon sein Opa arbeitete hier, der Vater ist ebenfalls hier tätig. „thyssenkrupp war meine erste Anlaufstelle, als es um eine neue Ausbildung ging“, sagt er. „Was ich hier besonders schätze: Man ist Teil einer großen Firma, aber verliert bei 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern trotzdem nicht den Überblick und kennt die meisten Kolleginnen und Kollegen persönlich.“

Über uns:
Im nordrhein-westfälischen Finnentrop produziert thyssenkrupp jährlich rund 460.000 Tonnen hochwertige oberflächenbeschichtete Feinbleche. An diesem Standort, der bereits über 150 Jahre alt ist, befindet sich eine der modernsten Feuerbeschichtungsanlagen von thyssenkrupp Steel. Die Feuerbeschichtungsanlage 3 wurde 1964 erbaut, hat bis heute über 15 Millionen Tonnen Material mit flüssigem Zink oder Aluminium beschichtet und ist das Aushängeschild des Werkes.

Seit 1972 hat zudem die Schmalbandverzinkung über 600.000 Tonnen feuerverzinkten Bandstahl hergestellt. Neben Weinfassumreifungen werden auch Teile von Garagentoren und Sicherheitsgittern produziert. Seit 2014 sorgt eine hochmoderne Laserschweißmaschine dafür, dass der Standort auch den Materialanforderungen der Automobilindustrie gerecht wird. thyssenkrupp beschäftigt in Finnentrop rund 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
(LP)

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