Nachrichten Wirtschaft
Finnentrop, 09. März 2018

Unternehmer informieren vor Cyber-Gefahren in Finnentrop

Steffen Frankl referierte zum Thema Cyber-Kriminalität.
Steffen Frankl referierte zum Thema Cyber-Kriminalität.
Foto: Sparkasse Finnentrop
Finnentrop. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Finnentrop, Frank Nennstiel, begrüßte jetzt Unternehmer der Gemeinde Finnentrop bei der Veranstaltung „S Event Unternehmerimpuls“ und fragte in die Runde: „Sind Sie sicher, dass Sie und Ihre Mitarbeiter für die Gefahren in der digitalen Welt genügend sensibilisiert sind?“

Zur Beantwortung dieser Frage hatte die Sparkasse Steffen Frankl (ISO 27001 Lead Auditor und Penetrationstester beim Deutschen Sparkassenverlag) eingeladen, der zeigte, wie gefährlich Cyber-Angriffe für Unternehmen sein könne und wie man sich davor schützen kann. Wie brandaktuell dieses Thema ist, zeigte die große Resonanz auf die Einladung der Sparkasse Finnentrop. 50 Unternehmer waren in den Ratssaal der Gemeinde Finnentrop gekommen, um sich dieses Thema nicht entgehen zu lassen.

Nennstiel wies auf die Brisanz hin: „Bei den wichtigsten Risiken für Unternehmen lagen Cyber-Vorfälle im letzten Jahr in Deutschland zum ersten Mal auf Platz eins. Und es kann alle Unternehmen jeder Größe treffen. Denn selbst kleine Betriebe mit wenigen Mitarbeitern sind auf ihre internen Daten, wie zum Beispiel das Buchungssystem, spezielle branchenspezifische Programme, den E-Mail-Zugang und vieles mehr, angewiesen. Immaterielle Vermögenswerte spielen eine immer größer werdende Rolle und so geraten Daten, Patente und spezifisches Wissen zunehmend in das Visier von Cyber-Kriminellen. Hiergegen gilt es etwas zu tun.“ Frankl zeigt Möglichkeiten aufWas man tun kann, das zeigte Frankl anschließend. Er führte live vor Ort vor, dass man nicht ein großer Hacker sein muss, um  falsche E-Mails zu verschicken, falsche Handynummern zu generieren oder Websites zu kopieren, um so großen Schaden in den Unternehmen anzurichten. Hierfür gebe es Websites und Apps, die legal im Internet zu finden seien.

Um sich zu schützen, können Besonnenheit beim Öffnen von E-Mails und technische Abwehrsysteme wie Firewalls etc. helfen. „Bei einer komischen E-Mail im Zweifel erst mal nichts tun und nachdenken“, rät der IT-Spezialist. „Und vertrauen sie nie den Absenderdaten einer E-Mail, diese werden nicht geprüft.“ „Angriffe werden gewiefter"Frankl: „Doch die Angriffe werden immer gewiefter.“ Und wo Menschen arbeiten, sind trotz aller Vorsicht Fehler nicht auszuschließen. Frankl appellierte an die Unternehmer: „Wenn ein Mitarbeiter berichtet, er habe in einer E-Mail einen Link angeklickt, der ihm komisch vorkam, schimpfen Sie nicht. Danken Sie ihm, dass er sofort gekommen ist. Denn je schneller man von einer Cyber-Attacke erfährt, desto eher kann man reagieren und beispielsweise zunächst alle Passwörter ändern.“
Etwa 50 Interessierte hörten sich den Vortrag zum Thema Cyber-Kriminalität an.
Um sich vor den Gefahren und deren Folgen abzusichern, bietet die Sparkasse einen Unternehmenscheck an, in dem individuell geprüft wird, wo die größten Cyber-Gefahren in dem jeweiligen Unternehmen liegen. Die Firmenkundenberater der Sparkasse können hierzu gerne kontaktiert werden.
(LP)

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