Nachrichten Wirtschaft
Finnentrop, 17. März 2017

Steigerung der Bilanzsumme um 3,9 Prozent

Sparkasse Finnentrop: Gelassener Rückblick auf Geschäftsjahr 2016

Stellten die Sparkassen-Geschäftsbilanz für 2016 vor: (von links) Josef Wurm, Theresa Heller, Frank Nennstiel, Dirk Atteln und Matthias Baier.
Stellten die Sparkassen-Geschäftsbilanz für 2016 vor: (von links) Josef Wurm, Theresa Heller, Frank Nennstiel, Dirk Atteln und Matthias Baier.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Finnentrop. Eine um 3,9 Prozent gestiegene Bilanzsumme auf 323,2 Millionen Euro. Eine Steigerung beim Kunden-Geschäftsvolumen um 6,3 Prozent auf über 536 Millionen Euro. Dazu eine Steigerung auf hohem Niveau im Kredit-, Einlagen- und Immobiliengeschäft. Ergebnisse, die bei der Bilanzpressekonferenz der Sparkasse Finnentrop für das Geschäftsjahr 2016 am Freitag, 17. März, für zufriedene Gesichter sorgte.
„Wir übernehmen Verantwortung für die Wirtschaftsförderung in der Gemeinde Finnentrop, für den Erhalt und Ausbau neuer Arbeitsplätze und können das mit den Zahlen deutlich dokumentieren“, sagte der Vorstandsvorsitzende Frank Nennstiel. Sein Vorstandskollege Dirk Atteln ergänzte: „Unsere gewerblichen Kunden wissen um die Leistungsfähigkeit unserer Sparkasse. Auch im Jahr  2016 durften wir daher nahezu jede wesentliche gewerbliche Finanzierung begleiten.“

Aber auch an der Sparkasse Finnentrop geht das niedrige Zinsniveau nicht spurlos vorbei. „Alles, was man in Sachen Zinsen gelernt hat, gilt heute nicht mehr“, sagte Dirk Atteln. So ist der Zinsüberschuss, der im Vorjahr noch rund sieben Millionen Euro betragen hatte, auf 6,4 Millionen Euro gesunken. Was man als Ausgleich für diese wichtige Ertragsquelle plant, wollte der Vorstand noch nicht mitteilen äußern. Stattdessen gab es eine Ankündigung: „Dazu werden wir in Kürze eine eigene Pressekonferenz einberufen.“ Noch keine "Negativzinsen" für Kunden Weiter hieß es: „Doch trotz der Negativzinspolitik der EZB sind die Einlagen der Kunden um sieben Prozent auf rund 225 Millionen Euro gewachsen. Wobei der Anleger nach wie vor Tages- und Termingelder bevorzugt.“ Auch wenn es für die Banken teuer sei, Vermögen der Kunden zu haben, nehme die Sparkasse Finnentrop man noch Abstand von „Negativzinsen“ oder „Verwahrendgeld“. „Noch gibt es dazu keinen Beschluss“, so Nennstiel, „Das haben wir noch nicht übers Herz gebracht – und wenn, dann wird es auch nicht den Kleinanleger treffen.“

Die Sparkassen Finnentrop berät ihre Kunden neben Anlagen auch in sicherheitsorientierten Fondsprodukten der Deka Bank in Richtung kapitalgeschützte festverzinsliche Wertpapieren und Zuwachsanleihen. „Die Bestände in den Wertpapierdepots unserer Kunden wuchsen in 2016 auf rund 75,3 Millionen Euro. Das sind 7,3 Prozent mehr als im Vorjahr“, so der Vorstandsvorsitzende Frank Nennstiel.

Eine Fusion mit anderen Kreditinstituten sei nicht geplant. Allerdings arbeite man am auf vielen Ebenen im Hintergrund schon mit anderen Banken und Sparkassen zusammen. „Auch wir nutzen Synergieeffekte“, so Nennstiel. Umfangreiche Beratung Stolz ist das Kreditinstitut auf die umfangreichen Beratungsleistungen durch die Mitarbeiter. Daher sei der Provisionsüberschuss mit 2,6 Millionen auf dem Vorjahresniveau gehalten worden. Deutliche Erfolge zeigten sich bei der Immobilienvermittlung. 16 Objekte mit einem Volumen von 1,7 Millionen Euro wurden 2016 an den Mann gebracht. „Da wir uns schon immer durch eine kompetente, gute und umfangreiche Beratung ausgezeichnet haben“, sagte Josef Wurm, Leiter des Marktbereichs Privatkunden. „Da haben die EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinien bei uns zu keinen einschneidenden Veränderungen in der Baufinanzierungsberatung geführt.“

Auch sonst zeichne man sich durch die Nähe zum Kunden und seinen Bedürfnissen aus. Daher wisse man auch beim Versicherungsschutz, welches Angebot zum Kunden passe. „Wir haben in jeder Geschäftsstelle ausgebildete Versicherungsfachleute, die ein Angebot machen können. Aber letztlich entscheidet der Kunde, was er will“, so Wurm. Geldautomaten-Standorte stehen nicht zur Debatte Die Geschäftsstellen und auch die Geldautomatenstandorte stehen in Finnentrop zurzeit nicht zur Debatte. Allerdings habe man natürlich das Kundenverhalten im Blick.  Hier spielt die Digitalisierung eine große Rolle. Die Möglichkeiten der Internetfiliale 6.0 stellten anschließend Theresa Heller und Matthias Baier, Fachberater Electronic Banking, vor.

Stabil ist auch die Personalstärke der Sparkasse Finnentrop mit 77 Mitarbeitern, darunter elf Auszubildende. Auch in die Weiterbildung der Mitarbeiter werde kontinuierlich investiert – insgesamt 386 Tage und über 205.000 Euro im vergangenen Jahr. Aus der Sparkassenstiftung, aus Sponsoring und Spendengeldern sowie aus der Sparlotterie sind 2016 über 76.000 Euro an verschiedene sozial-karitative Einrichtungen, Vereine und Organisationen geflossen.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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