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Finnentrop, Finnentrop, 21. Juni 2016

Gemeinde schließt sich mit fünf Kommunen zusammen / 2,7 Millionen Euro an Fördermitteln

Frauen-Power für die „Leader Region Lenneschiene“

Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß (rechts), der Beigeordnete Alyos Weber sowie die Regionalmanagerinnen Kathrin Hardwig (Mitte) und Silke Erdmann (rechts) sowie die Ansprechpartnerin für die Gemeinde Finnentrop, Katrin Ahlers.
Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß (rechts), der Beigeordnete Alyos Weber sowie die Regionalmanagerinnen Kathrin Hardwig (Mitte) und Silke Erdmann (rechts) sowie die Ansprechpartnerin für die Gemeinde Finnentrop, Katrin Ahlers.
Fotos: Barbara Sander-Graetz
Sie heißen „Regionale 2013“, „Leader“ oder „IKEK“. Und diese Strukturförderungsprogramme haben eins gemeinsam: Damit sollen wollen regionale Projekte auf den Weg gebracht werden - das mit Hilfe von Bürgern und Subventionen aus unterschiedlichen Töpfen. Neuestes Projekt der Gemeinde Finnentrop: Die „Leader Region Lenneschiene“.

Das alte Fußballmotto „Never change a winning team“ (deutsch: Nimm in einer Gewinnermannschaft niemals Wechsel vor) gilt hier auch für die Beteiligten Kommunen Iserlohn, Nachrodt-Wiblingwerde, Altena, Werdohl, Plettenberg und Finnentrop. Diese sechs Städte und Gemeinde hatten als „Lenneschiene“ im Zuge der „Regionale 2013“ erfolgreich diverse Projekte zur Steigerung der Attraktivität entlang der Lenne umgesetzt.

Bis Februar 2015 konnten sich die Kommunen für die Berücksichtigung als „Leader“-Projekt bewerben. 43 Regionen in NRW reichten ihre Bewerbung ein, 28 wurden schließlich ausgewählt. „Dabei waren 13 Bewerber aus Südwestfalen“, erklärt Bürgermeister Dietmar Heß. „Wir konnten die Jury überzeugen. Das „Leader Projekt Lenneschiene“ bekommt somit für die Jahre 2014 bis 2020 Fördermitteln in Höhe von 2,7 Millionen Euro von Land, Bund und EU.“ Die sollten jetzt unters Volk gebracht werden. Bürokratie und Vorgaben Daher braucht es Projekte. Das Duarphius Haus in Ostentrop, nachhaltige Aktivitäten für das Vereinsleben in Hülschotten, aber auch der Defibrilator in einem kleinen Ort und jede Menge ausgebildete Ersthelfer sind nur einige der ersten Ideen. Aber bevor Fördergelder fließen, steht die Bürokratie. Anträge, Projektbeschreibungen. Und idealerweise auch noch einem der Themenfelder Dorfentwicklung, Naturschutz, Tourismus, Kultur, Land- und Forstwirtschaft, ehrenamtliches Engagement, Klimaschutz, Wirtschaft und Mobilität entsprechend. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können Fördergelder fließen. Hilfe bei der Umsetzung gibt es für die „Lenneschiene“ von Regionalmanagerinnen Silke Erdmann und Kathrin Hartwig. Für die Gemeinde Finnentrop kommt noch Katrin Ahlers hinzu. Diese „Frauen-Power“ steht in den Startlöchern, um den Ideengebern in der Bevölkerung zu helfen.

„Leader steht grundsätzlich jedem offen“, so Silke Erdmann. „Neben Projekten werden auch Aktionen, Wettbewerbe, Veranstaltungen, Schulungen, Studien oder Konzepte unterstützt.“ Der Förderanteil eines Projektes liegt bei bis zu 65 Prozent. Der Rest ist Eigenanteil. „Das kann auch Eigenleistung sein und muss nicht immer nur finanzieller Natur sein. Wir unterstützen die Initiatoren bei der Projektentwicklung, beim Förderantrag und der Abwicklung des Projektes mit der Bezirksregierung.“ Was und wie es genau geht, dazu gibt es am Montag, 27. Juni, ab 18 Uhr im Plettenberger Rathaus einen Infoabend, bei dem auch besonders die Bewohner aus der Gemeinde Finnentrop angesprochen werden. „Wir würden uns über viele Ideengeber freuen“, laden die beiden Regionalmanagerinnen ein. Ansonsten stehen sie auch über die Homepage für weitere Auskünfte zur Verfügung. (LP)
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

Bildergalerie: Frauen-Power für die „Leader Region Lenneschiene“