Nachrichten Wirtschaft
Finnentrop, 13. Mai 2017

Volker Kauder zu Gast bei der Eröffnung

Firma Kauth weiht neue Logistikhalle in Frielentrop ein

Architekt Uwe Schlenker (Mitte) übergab den symbolischen Schlüssel an Christian Kauth (rechts) und Friedhelm Kauth.
Architekt Uwe Schlenker (Mitte) übergab den symbolischen Schlüssel an Christian Kauth (rechts) und Friedhelm Kauth.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Frielentrop. Mit reichlich Verspätung kam am Freitag, 12. Mai, der Vorsitzende der CDU/ CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, zur Einweihung der neuen Logistikhalle der Firma Kauth in Frielentrop. Die Reden und die symbolische Schlüsselgabe waren schon geschehen, als die Limousine des Fraktionschefs vorfuhr. Grund: Die Sperrung auf der A4 nach einem Unfall am Abend zuvor. Die hatten der Politiker und sein Fahrer schlichtweg nicht mitbekommen.

„So erleben auch die Bundepolitiker die Engpässe in der Infrastruktur“, konnte sich auch Dr. Matthias Heider den Seitenhieb in seinen Grußworten nicht verkneifen. Zuvor sprach Kauth-Geschäftsführer Steffen May von einer „sauerländisch-schwäbischen Erfolgsgeschichte“ und Bürgermeister Dietmar Heß wünschte sich noch „viele weitere Kapitel in dieser Geschichte.“

Er sei als Schwabe in Finnentrop herzlich aufgenommen worden, so May, der sich bei der Belegschaft, aber auch bei den Handwerkern für den Einsatz beim Bau der neuen Logistikhalle bedankte. Immerhin mussten 13.000 Kubikmeter Erde und Hang abgetragen, dem Hangwasser getrotzt und 250 Säulen als Grundstützen in die Erde gebracht werden, so Architekt Uwe Schlenker, „bevor wir die 2300 Quadratmeter große Halle bauen konnten“. Es folgte die symbolische Schlüsselübergabe. Belegschaft ist das Fundament Diese Halle sei ein Abschluss eines Umbauprozesses der vergangenen drei Jahre, nachdem man das insolvente Vorgängerunternehmen übernommen habe, so May weiter. „Das Fundament war die Belegschaft, die Maschinen und Ausstattung musste erneuert werden.“

Neben der neuen Logistikhalle sind auch neue Sozialräume entstanden und eine kleine Kantine ist in der Planung. Außerdem sind auch zukünftig Erweiterungen am Standort Finnentrop ins Auge gefasst.

Zum Unternehmen gehören an drei Standorten insgesamt 500 Mitarbeiter. 160 davon sind in Finnentrop beschäftigt. Das Alleinstellungsmerkmal in Frielentrop ist die 2500-Tonnen-Stanze. Von den 50.000 Tonnen Stahl, die das Unternehmen im Jahr verarbeitet, entfallen 26.000 Tonnen auf den Standort hier vor Ort. Vom jährlichen Umsatz in Höhe von 100 Millionen Euro werden 40 Millionen Euro allein in Frielentrop erwirtschaftet. Gearbeitet wird in drei Schichten, Fachkräfte wie Azubis werden dringend gesucht. Kauder lobte in seinen verspäteten Grußworten das Unternehmen Kauth, das ein klassisches Beispiel für ein „Familienunternehmen mit Blick nach vorne“ sei  und das solide von Jahr zu Jahr wachse. „Die Gewinnmaximierung steht dabei nicht im Vordergrund.“
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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