Nachrichten Wirtschaft
Finnentrop, 11. März 2019

Keine Einigung zwischen IG Metall und Arbeitgeber

Erneuter Warnstreik bei Thyssenkrupp in Finnentrop

Wieder versammelten sich die Beschäftigten zum Warnstreik vor dem Werkstor.
Wieder versammelten sich die Beschäftigten zum Warnstreik vor dem Werkstor.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Finnentrop. Zum zweiten Mal innerhalb eines Monats haben die rund 80 Beschäftigten bei Thyssenkrupp Steel in Finnentrop am Montag, 11. März, ihre Arbeit niedergelegt und vor dem Werkstor gestreikt.

„Die Verärgerung über das völlig unzureichende Angebot beim Entgelt und die Einschränkungen bei der Umwandlung der Urlaubsvergütung in freie Tage war deutlich zu spüren“, so André Arenz, Geschäftsführer der IG Metall im Kreis Olpe. Zudem sei es inakzeptabel, dass bisher für die Auszubildenden und die Dual Studierenden noch gar nichts angeboten wurde.
Uwe Schulte, Betriebsratsvorsitzender am Standort Finnentrop.
„In der auf Samstag, 16. März, vertagten Verhandlungen erwarten wir bei unseren Forderungen jetzt große Sprünge von den Arbeitgebern“, so Uwe Schulte, Betriebsratsvorsitzender am Standort Finnentrop. „Wenn das nicht geschieht, wird eine weitere Eskalation in der Tarifrunde nicht zu verhindern sein. Weitere Trippelschritte seitens der Arbeitgeber würden die Beschäftigten extrem verärgern.“
André Arenz, Geschäftsführer der IG Metall im Kreis Olpe.
Die IG Metall fordert für ihre Beschäftigten sechs Prozent mehr Geld und eine zusätzliche Urlaubsvergütung von 1800 Euro. Diese Urlaubsvergütung soll auf Wunsch auch in freie Tage umgewandelt werden können.

Darüber hinaus sollen die Tarifverträge zur Altersteilzeit, zur Beschäftigungssicherung und den Einsatz von Werksverträgen verlängert werden. Die Ausbildungsvergütung soll erhöht werden. Eine Vereinbarung einer Verhandlungspflicht für Dual Studierende wird ebenfalls gefordert. Die zusätzliche Urlaubsvergütung für Azubis soll 600 Euro betragen.
Die Arbeitgeberseite bietet derzeit 2,5 Prozent mehr Lohn zum 1. April 2019 und mit Wirkung ab 1. Juli 2020 eine zusätzliche jährliche Urlaubsvergügung von 600 Euro an. Diese könnte von einem eingeschränkten Personenkreis in Zeit umgewandelt werden.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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