Nachrichten Wirtschaft
Drolshagen, 26. Februar 2018

Wiedereinstieg nach Familienzeit ermöglichen

Sondermann setzt bei Einstellung auf Berufsrückkehrerinnen

Bildbeschreibung: Betriebsbesuch bei dem Arbeitgeber Sondermann Profile GmbH: Christiane Sondermann, Birgit Riemer–Schnabel, Sigrid Schmidt, Frank Sondermann, Frank Schmidt.
Bildbeschreibung: Betriebsbesuch bei dem Arbeitgeber Sondermann Profile GmbH: Christiane Sondermann, Birgit Riemer–Schnabel, Sigrid Schmidt, Frank Sondermann, Frank Schmidt.
Foto: Nina Appel
Drolshagen. Die Mitarbeiterrekrutierung auf anderen Wegen ist für das Unternehmen Sondermann Profile in Drolshagen nichts Neues. Bereits zum dritten Mal möchte der Unternehmer aus dem Sauerland eine Berufsrückkehrerin einstellen.

Mit Unterstützung von Birgit Riemer-Schnabel, der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Siegen und ihrem Projektteam der ‚Dritte Karriere‘ hat der Unternehmer bereits erfolgreich zwei Berufsrückkehrerinnen eingestellt.

„Wir wollten zur Unterstützung im Büro jemanden einstellen“, berichtet Christiane Sondermann von der ersten Einstellung. „Zu dieser Zeit las ich in der Zeitung von der Informationsveranstaltung der Arbeitsagentur für Berufsrückkehrerinnen und für mich war logisch, dass wir genau da die Richtige finden werden. Also habe ich Frau Riemer-Schnabel angerufen“. „Ich war einige Jahre raus“Die Arbeitsvermittlerinnen des Projektteams Gabriele Zimmer und Kerstin Fischer haben die Vorselektion für das Unternehmen übernommen und nach kurzer Zeit konnte Sondermann die Stelle mit der passenden Bewerberin, Sigrid Schmidt, besetzen. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell gehen wird. Ich war schließlich schon seit einigen Jahren aus dem Berufsleben raus. Aber in einem persönlichen Gespräch konnte ich den Arbeitgeber glücklicherweise von mir überzeugen“, freut sich die 47-Jährige.

Frank Sondermann, Chef des Unternehmens, ist sehr zufrieden mit der Entscheidung: „Frau Schmidt bringt eine besondere Motivation und durch Ihre Lebenserfahrung und die persönlichen Erfahrungen in der Familienzeit eine ausgeprägte Belastbarkeit mit. Ich habe selten erlebt, dass sich jemand so mit unseren Produkten und dem Unternehmen beschäftigt. Jüngere Arbeitnehmer knien sich oft weniger rein. Das Fachliche konnten wir ihr in der Einarbeitungszeit beibringen. Besser geht es gar nicht“, berichtet Sondermann.
Zweite Berufsrückkehrerin Das Unternehmen hat aufgrund der guten Erfahrungen im Sommer 2017 erneut eine Berufsrückkehrerin eingestellt. Frank Schmidt, Chef der Siegener Arbeitsagentur, ist beeindruckt von dieser Einstellung:  „Mit gutem Willen, Überzeugung und Motivation ist das eine Personengruppe mit Potenzial. Als Arbeitgeber muss man aber bereit sein genau hinzuschauen.“

„Ich wünsche mir noch viel mehr solche Arbeitgeber. Die Berufsrückkehrerinnen bringen nach ihrer Familienzeit oft sehr interessante und wichtige Eigenschaften mit. Und die fachlichen Kenntnisse können wir über eine Qualifizierung auffrischen“, ergänzt Riemer-Schnabel und ruft Arbeitgeber zur Kontaktaufnahme auf.
Hintergrund 
In dem Projekt ‚Dritte Karriere‘ beraten die Expertinnen Kerstin Fischer und Gabriele Zimmer gezielt Berufsrückkehrerinnen mit ihrem speziellen Know-how zu allen Themen rund um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ergänzt wird ihr Angebot zur beruflichen Orientierung durch persönliches Coaching, Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch, Begleitung im Bewerbungsprozess sowie die Vermittlung von passenden Stellen.
(LP)

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