Nachrichten Wirtschaft
Attendorn, 19. November 2016

Finanzielle Unterstützung für Mitarbeiter seit 1941

Muhr und Söhne: Unterstützungsverein ehrt Jubilare

Die Inhaber Michael Muhr (links) und Geschäftsführer Klaus Wilmes (rechts) mit den Jubilaren.
Die Inhaber Michael Muhr (links) und Geschäftsführer Klaus Wilmes (rechts) mit den Jubilaren.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Neu-Listernohl. Zur Generalversammlung hatte am Freitagabend, 18. November, der Unterstützungsverein der Firma Muhr und Söhne in die Gaststätte Breidebach in Neu-Listernohl geladen. Die Firma stellt an insgesamt drei Standorten in Attendorn, Kraghammer und Ohrdruf (Thüringen) Fässer und weitere Metallverpackungen für die chemische und bauchemische Industrie her.

Der Unterstützungsverein der Firma aber ist etwas Besondere und gerade in wirtschaftlich schwieriger Zeit für Beschäftigte eine einmalige Institution. 1941 legte der Unternehmer und Firmengründer Heinrich W. Muhr den finanziellen Grundstein für dieses Novum, dem alle Mitarbeiter der Firma automatisch angehören. Das Kapital dieses Vereins und seine Erträge, die im fünfstelligen Bereich liegen, sollten und sollen Beschäftigten des Unternehmens in Notsituationen oder in finanziell angespannten Lebensabschnitten helfen – ohne dass von Arbeitnehmerseite ein Beitrag gezahlt werden muss.

Bei der Geburt eines Kindes gibt es ein Sparbuch für den Nachwuchs, bei Kommunion oder beim Todesfall in der Familie finanzielle Hilfe vom Unterstützungsverein. Auch bei einem Krankenhausaufenthalt wird die Tagespauschale übernommen. „Der damalige Firmenchef sah sich seinen Beschäftigten gegenüber auch außerhalb der Arbeit verbunden und verpflichtet“, erklärt Geschäftsführer Klaus Wilmes. Der heutige Gesellschafter Michael J. Muhr schließt sich dieser Auffassung an. Goldmarkmünzen zum Jubiläum Auch an die Jubilare wird besonders gedacht. So gibt es für 25, 35 oder 45 Jahre Firmenzugehörigkeit neben einer Urkunde von der IHK auch drei  Goldmarkmünzen Marke „Kaiser Wilhelm II“ und einen Geldbetrag. „Firmengründer Heinrich W. Muhr sah damals Gold als werthaltige Anlage“, erklärt Klaus Wilmes, „Das ist heute wieder attraktiv sie nie.“

In diesem Jahr durften sich Ralf Feldmann, S. Nagewaran, Achim Schulte, Ibrahim Zorbozan, Ullrich Meier, Bernd Geyer, Markus Link, Andreas Voll, Benno Marx, Renate Marx und Thorsten Müller (alle 25 Jahre), Giuseooina DiBiase, Frank Peltner und Georg Krüger (45 Jahre) sowie Willi Uffkes (45 Jahre) über diese Anerkennung zum Jubiläum freuen. Im Anschluss an die Generalversammlung waren alle zu einem gemütlichen Beisammensein mit einem Imbiss und Getränken geladen.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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