Nachrichten Wirtschaft
Attendorn, 18. November 2017

Am Standort des ehemaligen Schwesternwohnheims

Bauprojekt „Servicewohnen für Senioren“ feiert Richtfest

Bauprojekt „Servicewohnen für Senioren“ feiert Richtfest
Foto: Barbara Sander-Graetz
Attendorn. „Wohnen im Alter, komfortabel, aktiv und mitten in Attendorn“: Unter diesem Motto baut die Wohnungsbaugesellschaft „The Flag“ 60 Senioren-Apartments an der Stelle, wo zuvor das ehemalige Schwesternwohnheim des städtischen Krankenhauses St. Barbara stand. Am Freitag, 17. November, wurde das Richtfest für das Bauprojekt „Servicewohnen für Senioren“ gefeiert, zu dem Dr. Rudolf Muhr eingeladen hatte.

Der Plan: Hier entsteht ein sechsgeschossiges Gebäude mit einem Wohnkonzept für ältere Menschen mit Tagespflegebetreuung durch die GFO (Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe). Zunächst war für alle Gäste des Richtfests Treppensteigen angesagt. Muhr hatte nämlich in die obere Etage geladen mit einem herrlichen Blick auf Attendorn. „Das ist die Skylounge“, scherzte der Attendorner. Hier soll ein großzügiger Aufenthaltsraum für die Bewohner des neuen Seniorenhauses entstehen. Und wie es sich für ein Richtfest gehört, sagte Thomas Schmidt, Polier der bauausführenden Firma Mees aus Lennestadt, den traditionellen Richtspruch.
Muhr kommt eigentlich aus der Automobilbranche. „Vor zehn Jahren habe ich mir ein zweites Standbein im Immobilienbereich aufgebaut, denn ein gutes Zuhause ist ganz wichtig“, sagte er. Zunächst baute er Campus-Apartments an den Standorten Frankfurt, Münster und Trier. Dann kamen sogenannte „Serviced Apartments“ in Frankfurt, München und Zürich für den Businessbereich hinzu. Und jetzt läuft das Projekt in Attendorn. „Dieses Servicewohnhaus für Senioren ist jetzt quasi das erste Objekt einer neuen Serie“, sagte Muhr bei der der Begrüßung. Drei entscheidende Kritierien Drei Dinge seien für den Erfolg des Projektes wichtig. Zunächst das passende Grundstück. „Auf dieses hat mich meine Frau aufmerksam gemacht, und ich bin mir mit dem Geschäftsführer der Helios Klinik Attendorn, Tobias Hindermann, schnell einig geworden. Die Nähe zum Krankenhaus, aber auch die Fußläufigkeit in die Stadt sowie der Blick auf die Stadt sind ideal“, sagte Muhr.

Der Bau selbst sei das zweite wichtige Kriterium. „Wir wollen hier in Attendorn Wohnraum schaffen, wo sich die Mieter wohl fühlen.“ Und als dritten Punkt nannte Muhr den Service. „Bei Studenten ist das noch einfach. Da brauchen sie nur einen guten Hausmeister. Bei den ,Serviced Apartments´ ist es schon mehr, und hier ist es  noch komplexer.“ Daher habe er für den Service die GFO mit ins Haus geholt. Sie bietet eine Tagespflege für Bewohner und Bürger an. „Hier können die Mieter bei Bedarf ein Grundservicepaket mieten oder auch diverse Pflegeleistungen zubuchen. Wir möchten im Alter eine Lösung zwischen den eignen zu groß gewordenen vier Wänden und dem Zimmer im Seniorenheim bieten.“ Unter den geladenen Gästen war auch Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil. „Ich freue mich, dass wir hier Neuland betreten. Die Nachfrage wird da sein“, ist der erste Mann der Stadt überzeugt von Bauprojekt und Konzept. Landrat Frank Beckehoff ergänzte noch einen vierten Punkt für ein gelungenes Bauvorhaben. „Es bedarf einer flexiblen Baugenehmigungsbehörde, um das Tempo des Bauherrn mitzugehen. Das wollen wir auch in Zukunft.“

Ebenfalls auf eine gute Zusammenarbeit setzt Markus Feldmann, Geschäftsführer der GFO. „Mit einem Partner auf das Thema Seniorenwohnen zu schauen, der von außerhalb kam, hat gut getan und alle Seiten bereichert“, so Feldmann.
Info & Kontakt
Geplant sind 60 Wohneinheiten von 25 bis 67 Quadratmeter. Die Apartments werden vermietet als Einzimmer- und Doppelzimmers, Wohngemeinschaften und Servicewohnen für den Urlaub. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Sommer 2018 geplant.

Im Erdgeschoss wird die GFO eine Tagespflege für 14 Senioren einrichten. Alle Wohneinheiten erhalten ein einheitliches barrierefreies Badezimmer mit bodengleicher Dusche und Tageslichtfenster.

Weitere Informationen erteilt Monika Wagner unter Tel. 0151/63462875.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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