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Olpe, Olpe, 15. Dezember 2015

Jahreshauptversammlung von „Olpe Aktiv“ / Enders lobt positive Entwicklungen

Ungewohnter Termin für das Stadtfest

Sehen
Sehen "Olpe Aktiv" auf einem guten Weg: Geschäftsführerin Tatjana Schefers und der Vorsitzende Peter Enders (links).
Foto: Sven Prillwitz
Trotz und wegen einiger „großer Veränderungen“ sieht Peter Enders nicht nur den Stadtmarketingverein Olpe, sondern auch die Kreisstadt an sich gut aufgestellt: Der Vorsitzende lobte den vielfältigen Entwicklungsprozess bei der Jahreshauptversammlung von „Olpe Aktiv“, die am Dienstagabend, 15. Dezember, in „Kochs Hotel“ stattfand. Darüber hinaus kündigte Geschäftsführerin Tatjana Schefers einen neuen Termin für das Stadtfest im Jahr 2016 an.

Statt wie gewohnt Ende Mai soll das zweitägige Event im kommenden Jahr voraussichtlich am 4. und 5. Juni stattfinden. Die Terminverlegung begründete Schefers mit den Erfahrungen der vergangenen Jahre, als die Übertragungen von Fußball-Endspielen im DFB-Pokal oder in der Champions League am Samstagabend für einen spürbaren Rückgang der Besucherzahlen gesorgt hätten. Die Organisatoren des Stadtfests hätten bei der Terminplanung für das kommende Jahr außerdem darauf geachtet, dass die Veranstaltung nicht mit einem der Schützenfeste zusammenfällt.

Auch in Sachen Online-Präsenz kündigte Schefers Veränderungen an. In Kooperation mit dem Sauerland-Tourismus arbeite „Olpe Aktiv“ derzeit an einer neuen Homepage mit modernem Design, die sich durch eine größere Übersichtlichkeit und mehr Service auszeichnen soll. Auch in den sozialen Netzwerken werde der Stadtmarketingverein künftig auf ein verstärktes und professionelleres Auftreten setzen. Gastronomie und Einzelhandel „sensationell“ „Was sich hier in Olpe tut, ist sensationell“, sagte Enders mit Blick auf das gastronomische Angebot in Olpe, zu dem neben den bewährten Gastronomen auch einige Existenzgründer beitrügen. Im Einzelhandel verzeichne die Stadt weitere Zuwächse. Das liege einerseits an den im Bereich des Bahnhofs neu angesiedelten Geschäften, andererseits an der „Wohlfühlatmosphäre“ in den Einkaufsstraßen. Für ein weiterhin erfolgreiches Leerstands-Management forderte der Stadtmarketing-Chef realisierbare Mieten.

Der Wegfall des „Alleinstellungsmerkmals kostenloses Parken“ sei zwar speziell für Nahversorger und Dienstleister eine „schwierige Situation“ gewesen. Immerhin habe die Parkraumbewirtschaftung aber dazu geführt, dass in vielen Bereichen nun besser Parkplätze zu finden seien. Gewerbegebiet und Vereine wichtige Standortfaktoren Die Fertigstellung des Gewerbegebiets Hüppcherhammer und die damit verbundene Neuansiedlung von Betrieben bezeichnete Enders – auch mit Blick auf die Nähe zur Autobahn – als weiteren wichtigen Standortfaktor für Olpe. Einen solchen stelle auch die Vereinslandschaft dar: Angesichts der Vielfalt, Kameradschaft und Leistungsfähigkeit erwiesen sich die Vereine als „Säulen der Stadt“.

Mit Bürgermeister Horst Müller (Ruhestand) und Michael Ohm, der die Leitung des Kulturamts zum Jahresende abgibt, bei zwei langjährigen Wegbegleitern und Unterstützern des Stadtmarketings; beide seien „gute Ratgeber“ gewesen und hätten „immer ein offenes Ohr“ gehabt. Von den Nachfolgern – dem neuen Bürgermeister Peter Weber und dem neuen Kultur-Chef Moritz Berg – verspricht sich Enders positive Impulse. Er sprach von einem „gelungenen Wechsel“. Mitgliederzahl auf konstantem Niveau „Olpe Aktiv“ verzeichnete im Jahr 2014 mit ein leichtes Plus auf der Einnahmenseite. Der Zusammenschluss zeichne sich durch eine Kontinuität bei den Mitgliederzahlen (aktuell 276) und das Zusammenwirken der drei Bereiche Stadtmarketing/City-Management, Tourismus-Marketing und Veranstaltungen aus. Als belebende Faktoren nannte Geschäftsführerin Schefers den Wochenmarkt und die „Olper Mark“, die sich als wichtiges System zur Kundenbindung etabliert habe. Noch in diesem Jahr könne der damit erwirtschaftete Umsatz die Millionenmarke überschreiten. Lob gab es darüber hinaus für den Weihnachtsmarkt, der in diesem Jahr zahlreiche Besucher auf den Marktplatz gelockt hatte.

Gescheitert ist hingegen das Projekt Eisbahn. Vier Tage früher als ursprünglich geplant war die Bahn aus Kunststoff in diesem Jahr abgebaut worden. Laut Schefers sei – auch wegen der ungewöhnlich milden Temperaturen – die Resonanz der Nutzer deutlich hinter den Erwartungen geblieben. Gleichzeitig habe sich der Untergrund für die Eisbahn als ungeeignet erwiesen und ein Verletzungsrisiko dargestellt.
Ein Artikel von Sven Prillwitz

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