Nachrichten Dies und das
Olpe, 27. November 2016

Radioaktivität wichtiger Bestandteil des Lehrplans

Sponsoren ermöglichen Anschaffung von Experimentierkästen

Werner Rudolph, Lena Rawe, Jan Schönauer, Roland Huhn, Rupprecht Kemper, Christiane Reißner-Reichling sowie Silke Niederschlag (v.l.) überzeugten sich im Unterricht des Q2-Grundkurses vom Einsatz der Schülerexperimentiersets „Umweltradioaktivität“.
Werner Rudolph, Lena Rawe, Jan Schönauer, Roland Huhn, Rupprecht Kemper, Christiane Reißner-Reichling sowie Silke Niederschlag (v.l.) überzeugten sich im Unterricht des Q2-Grundkurses vom Einsatz der Schülerexperimentiersets „Umweltradioaktivität“.
Foto: St.-Franziskus-Schule Olpe
Olpe. Radioaktivität ist allgegenwärtig und trotzdem denken die meisten Menschen zuerst an Kernkraftwerke und Atommüll, wenn sie diesen Begriff hören. Dabei sind radioaktive Stoffe Teil unseres Alltags, als natürliche Radioaktivität oder zum Beispiel in der Medizin. So ist es verständlich, dass das Thema Radioaktivität eine wichtige Rolle im Lehrplan des Faches Physik an der St. Franziskus Schule Olpe einnimmt. Schülerinnen und Schüler sollen Wissen erlangen, um selbstständig Risiken und Chancen des Einsatzes radioaktiver Stoffe beurteilen zu können.

Die Voraussetzungen, um dieses Ziel zu erreichen, haben sich in Olpe seit diesem Freitag deutlich verbessert. Der Physikfachschaft stehen nun offiziell acht Schülerexperimentierkästen „Umweltradioaktivität“ zu Verfügung. „Mit diesen Kästen sind wir in der Lage, in der Mittelstufe von Gymnasium und Realschule und vor allem auch in der Oberstufe, auf dem Weg zum Abitur, die Schülerinnen und Schüler eigenständig zum Thema Radioaktivität arbeiten zu lassen. Gerade das eigene Experimentieren ist eine große Motivationsquelle für den Unterricht“, erklärt Physiklehrer Manuel Cordes, der die Anschaffung als Vorsitzender der Fachschaft betreut hat.

Vor über einem Jahr entschied sich die Fachkonferenz, eine solche Anschaffung anzustreben, um ein wichtiges Thema im Unterricht zu stärken und durch den Bezug zur Umweltradioaktivität neue Aspekte zu ermöglichen. Knapp 14.000 Euro sollten die acht Kästen kosten, damit auch in großen Klassen in Gruppen gearbeitet werden kann. Zu Beginn des Jahres nahm das Projekt Fahrt auf, als die IHK Siegen das Projekt aus ihrem Innovationsbudget für Schulen mit 2750 Euro förderte. Auch der Förderverein der Schule war schnell überzeugt und sagte seine Unterstützung zu. Mit diesen ersten Zusagen im Rücken wurden weitere Firmen und Institutionen angesprochen und das Projekt vorgestellt. Schulleiterin Dr. Gerlis Görg ist sehr erfreut, dass in nur einem halben Jahr die Gesamtsumme zusammengetragen werden konnte. Investoren zu Besuch an der Schule Seit den Herbstferien stehen die Geräte nun zur Verfügung. Und so konnten sich nun auch Rupprecht Kemper und Jan Schönauer von der Firma Gebrüder Kemper, Werner Rudolph als Vertreter der Sparkasse Olpe-Drolshagen-Wenden, Silke Niederschlag von der Volksbank Olpe-Wenden-Drolshagen, Lena Rawe von der EMG Automation in Wenden und Roland Huhn von der Firma Heinrich Huhn von den Einsatzmöglichkeiten der Schülerexperimentierkästen überzeugen. Begleitet wurden sie von Christiane Reißner-Reichling, die sich als Vorsitzende des Fördervereins ebenfalls für die Anschaffung engagiert hatte. Die Gäste konnten die Schülerexperimentiergeräte im Physikgrundkurs der Q2 im Einsatz sehen, der aktuell das Thema Radioaktivität behandelt. Neben den genannten Firmen und Institutionen haben auch die Firma Gustav Hensel und Dy-Pack Verpackungen Gustav Dyckerhoff die Anschaffung ermöglicht. (LP)

Bildergalerie: Sponsoren ermöglichen Anschaffung von Experimentierkästen