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Olpe, 10. November 2017

Olper Herzseminar beschäftigt sich mit Volkskrankheit

Freuen sich auf die Olper Herzwoche: AOK-Niederlassungsleiter Martin Huperz, Oberärztin Doktor Almut Diefenbach, Chefarzt Doktor Meinhard Sauer, Oberärztin Doktor Diana Giebeler-Mitrea und Oberarzt Doktor Gerd Müller.
Freuen sich auf die Olper Herzwoche: AOK-Niederlassungsleiter Martin Huperz, Oberärztin Doktor Almut Diefenbach, Chefarzt Doktor Meinhard Sauer, Oberärztin Doktor Diana Giebeler-Mitrea und Oberarzt Doktor Gerd Müller.
Foto: privat
Olpe. Die Herzschwäche (Herzinsuffizienz) ist eine ernste Erkrankung und nimmt auch aufgrund der steigenden Lebenserwartung an Häufigkeit weiter zu. Deswegen veranstaltet das St. Martinus-Hospital in Kooperation mit der deutschen Herzstiftung und der AOK NordWest seit Jahren das Olper Herz-Seminar.

In diesem Jahr findet das Olper Herz-Seminar am Donnerstag, 16. November, ab 17 Uhr im Kolpinghaus (Kolpingstraße 14) unter dem Leitthema „Das schwache Herz statt“. Neben Chefarzt Doktor Meinhard Sauer referieren die Oberärzte Doktor Gerd Müller und Doktor Almut Diefenbach. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Sie beleuchten die Diagnostik und medizinische Therapie sowie die spezielle Herzschrittmachertherapie bei Herzschwäche. Doktor Sauer widmet sich den Symptomen, Ursachen und Unterformen der Herzschwäche. Abschließend erläutert Doktor Müller das Konzept einer neuen Ambulanz für Herzinsuffizienz. Neben den laienverständlichen Vorträgen bieten die AOK und die Deutsche Herzstiftung vor, während und nach der Veranstaltung Informationsmaterial zur Herzschwäche und stehen, wie die Ärzte, für Fragen zur Verfügung. "Wir wollen viele Menschen erreichen"„Wir wollen wie in den vergangenen Jahren wichtige Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit und bei den Patienten leisten und hoffen darauf, im Kreis Olpe viele Menschen zu erreichen“, sind sich Günther Nöll von der Deutschen Herzstiftung und Martin Huperz, Niederlassungsleiter der AOK NordWest in Olpe einig.
Mehr über die Erkrankung:
Allein in Deutschland leiden nach Expertenschätzungen zwei bis drei Millionen Menschen an einer Herzschwäche. Jährlich werden über 444.000 Patienten mit einer Herzschwäche in ein Krankenhaus eingeliefert; mehr als 45.000 sterben daran.

Die chronische Herzschwäche führt dazu, dass das Herz nicht mehr in der Lage ist, den Körper ausreichend mit Blut und damit mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Nicht nur das Herz selbst, auch andere Organe wie Gehirn, Nieren oder Muskeln werden in Mitleidenschaft gezogen. Es kommt zu Beschwerden wie Atemnot, Leistungsschwäche und Flüssigkeitseinlagerungen in den Beinen und Knöcheln (Ödeme).

Im fortgeschrittenen Stadium kann die Herzschwäche zu massiven Beschwerden bei den Betroffenen führen, sie beeinträchtigt stark ihren Alltag und bedroht ihr Leben. Die chronische Herzschwäche ist keine eigenständige Krankheit, sondern die Folge anderer Herzerkrankungen. In etwa 70 Prozent der Fälle entwickelt sich die Herzschwäche aus der koronaren Herzkrankheit (KHK) und hohem Blutdruck. Aber auch Herzklappenerkrankungen, Herzmuskelentzündung oder angeborene Herzfehler sind Ursachen der Herzschwäche.

 Informationsdefizite in der Bevölkerung„Viele Menschen sind gefährdet, eine Herzschwäche zu bekommen. Zugleich mangelt es der Bevölkerung an Wissen über die Ursachen der Herzschwäche und damit über die Möglichkeiten der Vorbeugung durch Behandlung der Risikofaktoren, zum Beispiel durch einen gesunden Lebensstil.

Auch zu wenig bekannt sind die krankheitstypischen schleichenden Warnzeichen der chronischen Herzschwäche, die über Jahre unbemerkt fortschreiten kann – im Gegensatz zum notfallmäßigen plötzlichen Nachlassen der Herzleistung bei einer akuten Herzschwäche. Der Aufklärungsbedarf ist deshalb besonders groß“, betont Doktor Meinhard Sauer, Chefarzt der Kardiologie am Olper St. Martinus-Hospital.
(LP)

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