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Olpe, 27. Mai 2017

Auf lange Sicht wirtschaftlicher als Starenkasten

Neue Blitzertechnik an der Ronnewinkler Talbrücke

Auf der Talbrücke Ronnewinkel steht nun die zweite Blitzsäule im Kreis Olpe. In Kürze wird sie scharfgestellt.
Auf der Talbrücke Ronnewinkel steht nun die zweite Blitzsäule im Kreis Olpe. In Kürze wird sie scharfgestellt.
Foto: Nils Dinkel
Olpe. An der B 55 an der Ronnewinkler Talbrücke wird künftig neue Lasermesstechnik bei stationären Geschwindigkeitsmessungen eingesetzt. Der Fachdienst Straßenverkehr des Kreises Olpe hat sich entschlossen, den vorhandenen Starenkasten durch eine moderne Blitzsäule zu ersetzen. Inzwischen steht die schwarze Säule an ihrem Standort, doch wird die neue Kamera erst in den kommenden 14 Tagen scharf gestellt. Es ist vorgesehen, dass auch wie bisher nur in Fahrtrichtung Olpe beziehungsweise Lennestadt geblitzt wird.

„Wir wollen auch weiterhin an diesem Standort Geschwindigkeitsmessungen durchführen, um sicherzustellen, dass hier auch künftig keine schweren Unfälle mehr passieren“, erklärt Heinz Kirchhoff, der Leiter des Fachdienstes Straßenverkehr, die Investition in neue Technik. Der Zeitpunkt und der Standort sei zudem gewählt worden, da die Sensoren in der Fahrbahn hätten erneuert werden müssen. 
Der Starenkasten wurde gegen neuartige und wirtschaftlichere Technik ersetzt.
Mit der Erneuerung der Sensoren hätte auch ein Teil der Asphaltdecke repariert werden müssen. „Gerade bei dieser Straße mit großem Verkehrsaufkommen müssen regelmäßige Wartungsarbeiten vollzogen werden“, ergänzte Kirchhoff. Die Investitionskosten für die neue Technik liegen zwar mit 30.000 Euro für eine Säule und 50.000 Euro für eine neue Digitalkamera höher als beim „Starenkasten“, doch ist das neue Verfahren wegen geringerer Wartungs- und Eichungskosten langfristig wirtschaftlicher. Weiterhin Starenkästen und mobile Geschwindigkeitskontrollen„Aus diesem Grund wird die alte Technik im Laufe der Zeit auch durch die neue ersetzt werden“, ist sich Kirchhoff sicher. „Es ist schließlich unbestritten, dass regelmäßige mobile und stationäre Geschwindig­keitsmessungen einen nicht unerheblichen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit leisten“. Daher sind auch weiterhin die althergebrachten Starenkästen und Radarwagen im Einsatz. Auch die Polizei nimmt mit verschiedenen Messsystemen Geschwindigkeitskontrollen vor.
In den nächsten 14 Tagen soll die Anlage aktiviert werden.
Seit September 2015 nutzt der Kreis bereits das Laserscannersystem an der B 517 in Kirchhundem-Eichacker. Dieses System kommt ohne die in die Straßenoberfläche eingebauten Sensoren aus und kann für beide Fahrtrichtungen uneingeschränkt auch in Kurven, an unübersichtlichen Stellen und in Tunneln eingesetzt werden.
Ein Artikel von Nils Dinkel

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