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Olpe, 08. März 2019

Ausschreibung läuft - Baubeginn im Frühjahr 2020

Neubau des Forstamtes Olpe soll im Sommer 2021 fertig sein

Stellten die Neubaupläne in Olpe vor (von links): Hubert Kaiser, Jochen Ritter, Jürgen Messerschmidt, Andreas Wiebe und Erwin Zeller.
Stellten die Neubaupläne in Olpe vor (von links): Hubert Kaiser, Jochen Ritter, Jürgen Messerschmidt, Andreas Wiebe und Erwin Zeller.
Foto: Wolfgang Schneider
Kreis Olpe/Olpe. Nach einem jahrelangen Hin und Her steht der Zeitplan für den Neubau des Forstamtes in Olpe jetzt fest. Im Frühjahr 2020 sollen die Bauarbeiten beginnen und im Sommer 2021 soll das neue Forstamt in der Stubicke bezugsfertig sein. Das kündigten Vertreter des Landesbetriebs Wald und Holz NRW am Freitag, 8. März, bei einem Pressegespräch in Olpe an.

Seit kurzem läuft die Ausschreibung für das ehrgeizige Vorhaben. Schon einmal gab es eine Ausschreibung, doch die musste zurückgezogen werden, weil sie wirtschaftlich nicht tragbar war. Jetzt hoffen Forstverwaltung und Politik auf ein besseres Ergebnis und kostengünstigere Angebote. Das 5.500 Quadratmeter große Grundstück für den Neubau gegenüber dem derzeitigen Forstamt ist schon lange vorhanden und selbst eine Baugenehmigung liegt bereits vor. Investor wird gesucht Gesucht wird jetzt ein Investor, der das etwa 2,7 Millionen Euro teure Vorhaben verwirklichen soll. Denn das Land will nicht selbst bauen, sondern bauen lassen und das neue Forstamt dann langfristig vom Investor mieten. „Das müsste interessant für Investoren sein und sich für sie rechnen“, glaubt der Olper CDU-Landtagsabgeordnete Jochen Ritter, der sich für die Neubaupläne stark macht.

Bis Ende des Jahres soll in einem Wettbewerbsverfahren ein Investor gefunden sein. Als Baubeginn ist April 2020 angepeilt; die Fertigstellung ist für August 2021 vorgesehen. „Vielleicht klappt es auch schon ein Vierteljahr früher“, so Abteilungsleiter Erwin Zeller vom Regionalforstamt „Kurkölnisches Sauerland“ Olpe, der Einzelheiten der Baupläne vorstellte. Der Neubau im Niedrigenergiestandard soll in Holzrahmenbauweise errichtet werden und 40 mal 10 Meter groß sein. Nicht überraschend für ein Forstamt: Holz wird das Gebäude dominieren – ob bei der Fassadenschalung aus Weißtanne, den Treppen oder der offenen Balkenkonstruktion im Obergeschoss. Auf drei Geschossen mit einer Gesamtfläche von 1.100 Quadratmetern sind Büros, Bibliothek, Archiv und Sitzungssäle vorgesehen. Im Untergeschoss ist ein Werkraum für Menschen mit Handicap geplant und im Dachgeschoss gibt es eine Ausbaureserve, falls der Platz einmal knapp werden sollte.

Im derzeitigen Forstamt – die beiden Gebäude stammen aus dem 19. Jahrhundert - ist der Platz schon länger knapp. Denn das Nebengebäude, „Kutscherhaus“ genannt, kann seit einiger Zeit nicht mehr genutzt werden. Die Mitarbeiter, die dort ihre Büros hatten, arbeiten alle von zu Hause aus. Im Keller des Hauptgebäudes hat sich Schimmel breitgemacht. Dort gelagerte Akten waren angeschimmelt und mussten entsorgt werden.
Das alte Forstamt aus der Stubicke stammt aus dem 19. Jahrhundert und steht unter Denkmalschutz.
„Das Haus platzt aus allen Nähten“, stöhnte Forstamtsleiter Jürgen Messerschmidt beim Pressetermin. „Das jetzige Gebäude hat sprichwörtlich seine Milch gegeben“, pflichtete MdL Jochen Ritter bei. Landesforstchef Hubert Kaiser ist froh, dass das „ausgesprochen lange und zähe Verfahren“ jetzt auf ein gutes Ende zusteuert. „Der Neubau ist ein Zeichen, dass sich Wald und Holz NRW in Olpe dauerhaft engagieren will.“
Ein Artikel von Wolfgang Schneider

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