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Olpe, Olpe, 18. Dezember 2015

Markus Maria Profitlich trumpft in der Stadthalle auf

„Mit Rollator und Google Maps zum Altenheim“

Profitlich zieht in der Stadthalle vom Leder
Fotos: Nils Dinkel
Aktuell ist Markus Maria Profitlich auf „Halbzeit – gibt es ein Leben nach dem Fünfzigsten“ Tour. Auch in der Stadthalle Olpe ließ er die Lachmuskeln der Besucher am Donnerstag, 17. Dezember, kräftig arbeiten.

Die erste Reihe warnte er vorm Nasswerden. „Auf der Bühne ist es sehr warm, da kommt man schnell ins Schwitzen“, sagt Profitlich. Zahlreiche Themen sorgten für ausgelassene Stimmung, viel Applaus, Schmunzeln und Lacher beim Publikum.Seine Ursprünge sieht der Comedian bei seiner Geburt. Eine Geburtshelferin habe ihn, den elf Pfund wiegenden Sprössling, aus dem Kreißsaal getragen. Dort soll er für erste Lacher im Krankenhaus gesorgt haben. Ein solches Gewicht für einen Säugling sei aber auch recht selten. Außerdem stellte der Muntermacher fest, dass er als Ü-50-jähriger die 100 in D-Mark schon überschritten habe. Olpe ist der G-Punkt des Sauerlands Der Mann mit vielen Facetten und Gesichtern sorgte von der ersten Sekunde für Lacher. Immer wieder schlüpfte er während der Show in verschiedene Rollen. Auf einem Bildschirm wurden immer wieder Sketche, ähnlich wie bei seinem einstigen TV-Format „Mensch Markus“, eingespielt. Mit Witzen wie „Olpe ist der G-Punkt des Sauerlandes“ oder dem Bericht über einen Familienurlaub am Biggesee lässt Profitlich immer wieder die Kreisstadt ins Spiel kommen. Während der Show stellte er immer wieder, gemeinsam mit dem Publikum, fest, was „total hip“ ist.

Seine Schilderung über den Besuch bei einer Urologin, der für die Ü-50 Generation dazugehört, lässt das Publikum in Lachtränen ausbrechen. „Wie soll sich eine Frau mit dem männlichen Körper auskennen? Ich kenne mich ja auch nicht mit Waschmaschinen aus“, sagte der Unterhalter. Er habe sich außerdem noch nie so ausgiebig Frauenhände angeschaut wie vor der Prostata-Untersuchung. Es sei eine ungewohnte Erfahrung. „Das ist wie bei Frauen eine Geburt. Nur nicht raus, sondern rein“, sagte Profitlich. Abgewandelte Fassung von Weihnachtslied
Mit interaktiver Stand-up-Comedy bezog er immer wieder das Publikum ein. So ließ er dieses bei seiner Eigenkreation von „Kling Glöckchen“ mitsingen oder die Soundeffekte aus dem Film „Tarzan – der Herrscher des Dschungels“ imitieren. Den Gästen führte Profitlich außerdem vor, dass auf Seite eins der Bildersuche bei Google ein Foto von Costa Cordalis auftaucht, wenn „Arsch mit Falten“ als Suchbegriff eingetippt wird. Die heutigen It-Girls, „Intelligenz Tabu-Girls“, werden seiner Meinung nach im Alter mit Smartphone am Rollator und Google-Maps als Navigationshilfe den Weg ins Altenheim zurück finden.

Profitlich präsentierte ein vielfältiges Programm in der Stadthalle und verabschiedete sich mit „Das beste Publikum, das ich heute hatte.“ Seine große Karriere begann Ende der 90er Jahre. Besser bekannt ist er unter „Mensch Markus“. Die Sendung wurde jahrelang auf Sat 1 ausgestrahlt.
Ein Artikel von Nils Dinkel

Bildergalerie: „Mit Rollator und Google Maps zum Altenheim“