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Olpe, 27. November 2017

Umschlagplatz für Schoko-Bischöfe

Katholische Bildungsstätte startet Kampagne für den „echten“ Nikolaus

Simone Melsheimer (links) und Claudia Pischel verpacken und verteilen den richtigen Nikolaus. Aber nur in der Schokoladenausfertigung.
Simone Melsheimer (links) und Claudia Pischel verpacken und verteilen den richtigen Nikolaus. Aber nur in der Schokoladenausfertigung.
Foto: privat
Olpe. In der Katholischen Bildungsstätte in Olpe ist man überzeugt, dass der Linder-Spruch passend abgewandelt werden kann: Lieber keinen Nikolaus als einen falschen. Und so hat die KBS eine Kampagne für den „echten“ Nikolaus gestartet.

Die Mitarbeiterinnen in der Bildungsstätte werben nämlich darum, dem Nikolaus die Ehre zu geben. Der wird dargestellt als Bischof. Und er hat einen Bischofsstab in der Hand. Als Freund der Kinder und personifizierte Nächstenliebe ist Nikolaus einer der populärsten Heiligen in der katholischen Kirche. Konkurrenz vom Weihnachtsmann In den letzten Jahren hat er allerdings mächtig Konkurrenz bekommen. Der Weihnachtsmann läuft ihm in der öffentlichen Wahrnehmung den Rang ab. „Wir finden es schade, dass die originale Figur des Nikolaus mit seinen wunderbaren Geschichten von Nächstenliebe und Freundschaft an Bedeutung verliert“, so Bildungsreferentin Claudia Pischel.

Und so hat die KBS eine Kampagne gestartet für den Nikolaus. „Es ist schön, dass in Olpe der Eine-Welt-Laden mitmacht“, berichtet Simone Melsheimer vom Veranstaltungsservice der Erwachsenenbildung. Ebenso freut sie sich über das Engagement der Schülervertretung (SV) am Städtischen Gymnasium. Am Mittwoch, 6. Dezember, wird das Namensfest des Heiligen gefeiert. Und genau an diesem Tag erhält jeder Schüler am Gymnasium einen Nikolaus als Geschenk. Und eben den richtigen, dann auch noch aus fairen Handel. „Das ist eine tolle Aktion und wir haben schon hunderte von Schokobischöfen für die Schule verpackt und bereit gestellt“, so Melsheimer. Verschiedene Ausführungen und Größen Noch sind genügend Figuren erhältlich. Die Bildungsstätte und der Kirchenladen im Lorenz-Jaeger-Haus halten Nikolausfiguren in ganz unterschiedlichen Ausführungen und Größen bereit. Der richtige, der ist es aber immer. „Wir wollen gar nicht die Begeisterung für den Weihnachtsmann verteufeln“, relativiert Claudia Pischel die Aktion. „Uns geht es nur darum, dem Heiligen Nikolaus ein wenig von der öffentlichen Wahrnehmung zu erhalten.“

Weitere Informationen bei der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung (KEFB) am Standort Olpe, Friedrichstr. 4, Tel. 02761/942200 und per E-Mail an wolfgang.hesse@kefb.de.
(LP)

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