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Olpe, 07. Oktober 2017

Gespräche über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Ortsverbandes

„In Via Olpe“ feiert 50-jähriges Bestehen

Lothar Epe (Vorsitzender der Caritas), Rebecca Köster (Leiterin von In Via Olpe), Christoph Becker (Vorsitzender der Caritas), Katja Lütticke (Vorstandsvorsitzende von In Via Olpe), Landrat Frank Beckehoff, Domkapitular Dr. Witt und Elisabeth Keuper (Vorsitzende des Diözesanverbandes). (v.l.)
Lothar Epe (Vorsitzender der Caritas), Rebecca Köster (Leiterin von In Via Olpe), Christoph Becker (Vorsitzender der Caritas), Katja Lütticke (Vorstandsvorsitzende von In Via Olpe), Landrat Frank Beckehoff, Domkapitular Dr. Witt und Elisabeth Keuper (Vorsitzende des Diözesanverbandes). (v.l.)
Foto: Ina Hoffmann
Rüblinghausen. „In Via Olpe“, der katholische Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit, feierte am Samstag, 7. Oktober, das 50-jährige Jubiläum in der Heilig-Geist-Kirche. Vorstandsmitglieder und zahlreiche Helfer blickten gemeinsam auf fünf Jahrzehnte zurück, beleuchteten die Gegenwart und wagten einen Blick in die Zukunft des Verbandes.

Nach einem gemeinsamen Festgottesdienst mit Monsignore Bernhard Schröder, dem geistlichen Beirat von „In Via Olpe“, gratulierte Landrat Frank Beckehoff in der Feierstunde zum goldenen Jubiläum. „Bei In Via ist der Name Programm. Zahlreiche hauptamtliche und ehrenamtliche Kräfte sind gemeinsam mit benachteiligten Mädchen und Frauen auf dem Weg in eine selbstbestimmte Zukunft, damit sie eine faire Chance im Leben erhalten. Damit sind die Helfer Wegbereiter und Wegweiser. Was von In Via geleistet wurde und wird, ist beeindruckend“, lobte Beckehoff.Arbeit begann mit EhevorbereitungskursenDas Bildungswerk begann im Kreis Olpe 1967 mit klassischen hauswirtschaftlichen Kursangeboten und Ehevorbereitungskursen. Daraus wurden weitere Angebote wie Näh- und Kochkurse entwickelt. In den vergangenen Jahrzehnten wurde eine Vielzahl von kleinen und großen Projekten durchgeführt.

So gehört etwa seit 1978 die Betreuung von Au Pairs oder FSJlern zu den Aufgaben von „In Via Olpe“. Da das Interesse an einem Freiwilligen Sozialen Jahr weiter ansteigt, werden in jedem Kursjahr 60 junge Menschen in diesem Projekt betreut. Mehr als 950 FSJler nutzten bereits dieses Angebot und wurden vom örtlichen Fachverband begleitet.Angebot für Deutsch-Unterricht fast verdoppeltAus den ersten Deutsch-Sprachkursen im Bildungswerk entwickelten sich die Integrations- und Alphabetisierungskurse, die schließlich zu einem eigenständigen Bereich Integration führten. Insbesondere in den letzten Jahren sind durch die Flüchtlingswelle die Angebote in diesem Bereich stark gestiegen. So wurden die Unterrichtsstunden in den letzten beiden Jahren beinahe verdoppelt. In den Kursen erlernen junge Flüchtlinge die Grundlagen der deutschen Sprache und lernen sich in ihrer neuen Heimat zurecht zu finden.

In einem Film, der im Rahmen eines Projektes entstand, konnten die Gäste bei der Feierstunde einen Einblick in den Unterricht und die Arbeit mit den jungen Flüchtlingen gewinnen. Zudem erzählten die jungen Menschen von ihren Erfahrungen, die sie seit ihrer Ankunft in Deutschland gemacht haben.
Angebote zur Berufsorientierung und -vorbereitung gehören seit vielen Jahren zu den Aufgabenfeldern von „In Via Olpe“. So etwa der Modellversuch an der Meggener Hauptschule, die Beratungsstelle „Jugend und Beruf“, die Erwerbslosenberatungsstelle und Knigge-Kurse an Schulen zeigen das Engagement des Ortsverbandes in diesem Bereich.GesprächsrundenModeratorin Anne Willmes führte durch drei Gesprächsrunden über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Verbandes. Daran beteiligten sich Rebecca Köster, die Leiterin des Ortsverbandes, Vorsitzende des Diözesanverbandes Elisabeth Keuper, Vorstandsvorsitzende Katja Lütticke, Waltraud Heß, ehemalige Vorstandsvorsitzende, Ursula Brinkmann-Polanc, ehemalige Beratungslehrerin und Vorstandsmitglied, und Christoph Becker, Vorsitzender der Caritas.

„In Via wurde in den vergangenen Jahrzehnten sehr von den vielen tatkräftigen Mitarbeitern geprägt, aber wiederum auch durch die Menschen, denen wir zur Seite standen“, resümierte Leiterin Rebecca Köster. „Die Inhalte, die vor 50 Jahren wichtig sind, ziehen sich wie ein roter Faden durch unsere Arbeit. Es ist wichtig mit der Zeit zu gehen, Not zu sehen und danach zu handeln und so neue Projekte zu entwickeln, mit denen wir Menschen weiterhelfen können. Denn möglichst auf jeden einzelnen Hilfesuchenden einzugehen, ist die Stärke von In Via und die Freude, wenn wir Menschen helfen konnte, zeigt uns, dass der Verband das Richtige tut“.
Ein Artikel von Ina Hoffmann

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