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Olpe, 22. Juni 2017

„Begegnung, Austausch und Erinnerung stehen im Fokus"

Grundstein für Haus der Kinderhospizarbeit in Olpe gelegt

Familien, ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende, Wegbegleiter und Unterstützer befüllten die „Zeitkapsel“.
Familien, ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende, Wegbegleiter und Unterstützer befüllten die „Zeitkapsel“.
Foto: privat
Olpe. Es soll ein Ort der Begegnung und des Erfahrungsaustauschs werden: das Haus der Kinderhospizarbeit in Olpe. Nach dem Spatenstich erfolgte mit der Grundsteinlegung am Mittwoch, 21. Juni, nun der nächste Schritt in Richtung Eröffnung. Bürgermeister Peter Weber begrüßte mit Paul Quiter, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Kinderhospizvereins, die Anwesenden.

Quiter berichtete aus der Planungsphase des Hauses, in die eine Arbeitsgruppe aus Mitarbeitern und Familien Vorschläge, Erfahrungen und Ideen eingebracht hatte. Gemeinsam mit dem Architekten sei so das Konzept für das Haus der Kinderhospizarbeit entstanden.

Geschäftsführer Martin Gierse begleitete auch die Vorbereitungen zur Grundsteinlegung. Hier seien Emotionen und Erinnerungen auf viele gute Wünsche getroffen. Familien, Ehrenamtliche, Mitarbeiter und Unterstützer legten symbolische Beigaben und Wünsche in den Grundstein-Zylinder. Ex-Fußballprofi Jens Nowotny verschließt Zeitkapsel Die Mutter eines 18-jährigen Jungen, der an einer lebensverkürzenden Erkrankung leidet, formulierte: „Möge dieses Haus immer ein Treffpunkt für betroffene Familien werden, die sich hier austauschen und sich so durch viel Erfahrung untereinander Kraft und Mut geben können.“

In die „Zeitkapsel“ kamen zudem aktuelle Tageszeitungen, ein Münzset und die Vereinschronik, bevor Jens Nowotny, ehemaliger Fußballnationalspieler und Botschafter des Kinderhospizvereins, die Kapsel verschloss und gemeinsam mit Paul Quiter in die Wand des Eingangsbereichs einsetzte. Arbeitsalltag beginnt im Sommer 2018 Im Sommer 2018 wird das Haus der Kinderhospizarbeit in Olpe „In der Trift“ seine Arbeit aufnehmen. „Begegnung, Austausch und Erinnerung stehen im Fokus des Hauses. Für Gespräche mit Geschwistern und Familien, für die Beratung von ambulanten und stationären Kinderhospizangeboten und für Veranstaltungen der Deutschen Kinderhospizakademie ist ebenso genügend Raum eingeplant wie für die Arbeit des Deutschen Kinderhospizvereins und der Deutschen KinderhospizSTIFTUNG. Von hier aus wird die Arbeit konzipiert, gesteuert und durchgeführt“, so der Geschäftsführer Martin Gierse.

Die über 100 hauptamtlichen und über 800 ehrenamtlichen Mitarbeitenden sind dann im Haus der Kinderhospizarbeit und weiterhin in den bundesweit 24 ambulanten Kinder- und Jugendhospizdiensten des Deutschen Kinderhospizvereins tätig.
(LP)

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