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Olpe, 18. Oktober 2017

Workshop mit 14 Jugendlichen in Köln

Geschwisterarbeit im Deutschen Kinderhospizverein im Fokus

14 Geschwisterkinder kamen in Köln zusammen und tauschten sich intensiv aus.
14 Geschwisterkinder kamen in Köln zusammen und tauschten sich intensiv aus.
Foto: privat
Olpe. Verantwortung – ein wichtiges Thema in allen Familien. Wenn allerdings innerhalb der familiären Gemeinschaft ein Kind lebensverkürzend erkrankt, ist das häufig noch ein größeres Thema – vor allem bei den Geschwistern. Aus diesem Grunde haben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, deren Geschwister lebensverkürzend erkrankt oder verstorben sind, gemeinsam mit Sandra Schopen, Ansprechpartnerin für Geschwister im Deutschen Kinderhospizverein, diesem Thema ein Wochenendseminar gewidmet.

Durch die Erkrankung der Geschwister hat sich die Lebenssituation der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen verändert. Dem Deutschen Kinderhospizverein ist es ein besonderes Anliegen, Angebote zu schaffen, die Geschwister dabei unterstützen, sich mit den für sie wichtigen Themen inhaltlich auseinanderzusetzen. Sie kommen dabei in der Gemeinschaft intensiv miteinander in den Austausch – ohne sich erklären zu müssen.

„Ich genieße es mit anderen Geschwistern zusammen zu sein. Wir können einfach so sein, wie wir sind“, so die Rückmeldung von Teilnehmerin Luisa Ditschkowski. Aspekte von „Verantwortung“ in der Gemeinschaft 

14 Geschwister im Alter von 14 bis 33 Jahren kamen in Köln zusammen, setzten sich mit ihrer und der Lebenssituation aller bewusst auseinander, tauschten sich intensiv aus und erarbeiteten gemeinsam die für sie wichtigen positiven und negativen Aspekte zum Thema „Verantwortung“.

So wurde beispielsweise gemeinsam über die Themen „Kompromisse“, „Vertrauen“, „Überforderung“, „Lebensplanung“, „Unterstützung“ oder „Versagensängste“ diskutiert. All diese Aspekte wurden schließlich von den Geschwistern in „Scrabble-Form“ zusammengesetzt, um das Geflecht und die Beziehungen der Facetten der „Verantwortung“ in der familiären Gemeinschaft zusammenzubringen. Unterstützung durch die Stiftung der Sparda-Bank West „Es war für mich erneut sehr beeindruckend, wie die Geschwister sich mit ihren Themen und den Aspekten der anderen Geschwister auseinandergesetzt haben. Sie lassen sich aufeinander ein, finden schnell zusammen und erleben Gemeinschaft“, so Sandra Schopen.

Für die wichtige Geschwisterarbeit hat sich die Stiftung der Sparda-Bank West an die Seite des Deutschen Kinderhospizvereins gestellt und die Geschwisterarbeit finanziell unterstützt. Wertzuwachs bewirken Die Stiftung der Sparda-Bank West möchte dabei mehr sein als bloßer Umverteiler finanzieller Mittel und Kapitalbeschaffer für die bürgerliche Gesellschaft. Die Stiftung will einen Wertzuwachs in der Gesellschaft bewirken und die geförderten Partner auf ihrem Weg begleiten. 

„Wir sind glücklich, durch unser Engagement den Geschwistern eine Anlaufstelle und mit Sandra Schopen eine feste Ansprechpartnerin bieten zu können", so Ursula Wißborn, Vorstand der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West über ihre Unterstützung.
(LP)

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