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Olpe, 21. Oktober 2017

Ärzte aus Praxen und Krankenhaus arbeiten in Olpe enger zusammen

Gemeinsame Anlaufstelle für alle Patienten im St. Martinus-Hospital

In der zentralen Aufnahme des Olper Krankenhauses gibt es nun eine zentrale Anlaufstelle für Notfallpatienten. Das Prinzip stellten vor: (von links) Rainer Pfingsten, Werner Spieren, Martin Junker, Stefan Spieren, Johannes Schmitz, und Rainer Jäschke.
In der zentralen Aufnahme des Olper Krankenhauses gibt es nun eine zentrale Anlaufstelle für Notfallpatienten. Das Prinzip stellten vor: (von links) Rainer Pfingsten, Werner Spieren, Martin Junker, Stefan Spieren, Johannes Schmitz, und Rainer Jäschke.
Foto: Katholische Hospitalgesellschaft Südwestfalen gGmbH
Kreis Olpe. Oft wissen Patienten nicht, dass auch niedergelassene Ärzte außerhalb der Sprechstundenzeiten einen ambulanten ärztlichen Notfalldienst eingerichtet haben. Häufig sind stationäre und ambulante Notfälle nicht von vornherein zu unterscheiden; deshalb ist in Olpe eine neue Regelung eingeführt worden. Im St. Martinus-Hospital in Olpe arbeiten ab dem 21. Oktober 2017 niedergelassene Ärzte und Krankenhausärzte zusammen in einer zentralen Aufnahme statt wie bisher nebeneinander in zwei verschiedenen Bereichen.

„Das Modell haben wir zusammen mit dem Krankenhaus erarbeitet. Medizinische Notfälle können so umgehend mit allen erforderlichen Untersuchungen im Krankenhaus versorgt werden, leichtere Erkrankungen in der ambulanten Notfalldienstpraxis.“ erklärt Stefan Spieren MBA, stellvertretender Leiter der Bezirksstelle Lüdenscheid der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) für den Kreis Olpe sowie den Märkischen Kreis und den Kreis Siegen-Wittgenstein. Die KVWL hatte bereits seit 2011 zentrale Notfalldienstpraxen geschaffen und diese zumeist in oder an Krankenhäusern angesiedelt, um eine Versorgung der Notfälle außerhalb der Sprechstundenzeiten sicherzustellen.

„Mit der Zusammenlegung der Notfall-Praxis und -Ambulanz gehen wir gemeinsam mit den Ärzten aus den Praxen einen wichtigen Schritt in die Zukunft, so können wir die Struktur der Notfallversorgung im Kreis Olpe deutlich verbessern und für die Zukunft sichern“, so Johannes Schmitz, Geschäftsführer Katholische Hospitalgesellschaft Südwestfalen eGmbH. Unnötige Wege und störende Bürokratie sollen entfallen Für die Patienten bedeutet das konkret, dass sie in die zentrale Notfallambulanz des Krankenhauses kommen und dort je nach Schwere der Erkrankung von den jeweils zuständigen Ärzten behandelt werden. Damit soll gewährleistet werden, dass unnötige Wege und störende Bürokratie, die die Behandlung des Patienten verzögern würden, entfallen. Weiterhin gibt es Überlegungen, die bundesweite, zentrale Notfalldienst-Nummer 116 117 mit der Notrufnummer 112 zu verknüpfen und zusammenzuschalten, berichtet Dr. Martin Junker, Leiter der Bezirksstelle Lüdenscheid der KVWL. 

Sehr begrüßt und aktiv unterstützt wird die Zusammenlegung der Notfallpraxis und Krankenhausambulanz von Dr. med. Rainer Pfingsten, Vorsitzender des Verwaltungsbezirkes Lüdenscheid (Kreise MK, OE, SI) der Ärztekammer Westfalen Lippe (ÄKWL): „Ich bin überzeugt, dass diese Regelung erhebliche Vorteile für unsere Patienten bringen wird. Diese bestehen z.B. in der Vermeidung überflüssiger, stationärer Aufenthalte oder von Doppeluntersuchungen. Vorteile sind aber auch für Pflegepersonal und diensthabende Ärzte zu erwarten, da man durch kurze „unbürokratischen Dienstwege“ schnelle und gemeinsame Entscheidungen treffen kann.“ 

„Kurze Wege zur Gesundheit: Mit einer gemeinsamen Anlaufstelle können die Patienten ab sofort hier im St. Martinus-Hospital durch Zusammenarbeit aller Ärzte schneller und besser versorgt werden“, ergänzt Stefan Spieren. Die gemeinsame Anlaufstelle im St. Martinus-Hospital ist die bestehende zentrale Aufnahme. Sie erreichen diese vom Haupteingang aus ein Stockwerk tiefer.
(LP)

Bildergalerie: Gemeinsame Anlaufstelle für alle Patienten im St. Martinus-Hospital