Nachrichten Dies und das
Olpe, 15. Dezember 2017

Zone soll Sicherheit von Schulkindern erhöhen

„Elternhaltestelle“ vor der Gallenbergschule Olpe

Die Hol- und Bringzone ist am Anfang und Ende deutlich ausgeschildert.
Die Hol- und Bringzone ist am Anfang und Ende deutlich ausgeschildert.
Foto: Sven Prillwitz
Olpe. Die Katholische Schule Gallenberg verfügt jetzt über eine eigene „Elternhaltestelle“: Auf der Straße „Am Gallenberg“ ist am Freitag, 15. Dezember, eine Hol- und Bringzone für Fahrzeuge offiziell vorgestellt worden. Damit sollen die Sicherheit der Schulkinder erhöht und gleichzeitig chaotische Verkehrssituationen verhindert werden.

Ab sofort können Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto an der Schule absetzen bzw. abholen, mit dem Pkw in der rund 60 Meter langen Zone rechts am Straßenrand halten, die vom Finanzamt bis hinauf zur Kreuzung reicht. Mit einem Schreiben sind alle Eltern auf die „Haltestelle“ hingewiesen und – um diese nutzen zu können – darum gebeten worden, die Schule künftig nach Möglichkeit über die Rochusstraße anzusteuern. Die Hol- und Bringzone ist am Anfang und am Ende entsprechend beschildert.
Die "Haltestelle" bietet Eltern auf rund 60 Metern Platz, um am Straßenrand zu halten und Schulkinder abzusetzen bzw. abzuholen.
„Das dient der Sicherheit der Schulkinder und fördert ihr Mobilitätsverhalten hin zu einer sicheren und selbstständigen Teilnahme am Straßenverkehr“, sagte Peter Püttmann vom Ordnungsamt. In der Vergangenheit hätten sich die Autos von Eltern immer wieder vor Schulbeginn und nach dem Ende des Unterrichts vor dem Schuleingang, auf der Zufahrtsstraße „Auf dem Gallenberg“ und „Am Gallenberg“ gestaut. Eine Situation, die nicht nur chaotisch, sondern auch gefährlich gewesen sei – speziell für die Kinder, die zum Teil mitten auf der Straße hätten aussteigen müssen. Städtisches Pilotprojekt Auch die Anwohner hätten das Verkehrschaos mehrfach kritisiert und nach den Sommerferien schließlich das Gespräch mit der Schule gesucht, sagte Rektorin Anke Olberts. Ein Anwohner erzählte dabei schließlich von einer „Elternhaltestelle“, die er im Bergischen entdeckt habe. Der Vorschlag fand Zustimmung und wurde schließlich umgesetzt. Dafür brauchte es die Kooperation gleich mehrerer Beteiligter, darunter die Kreispolizeibehörde sowie von Ordnungs-, Tiefbau- und Schulamt sowie die Gallenbergschule selbst. Olberts bedankte sich im Namen der Schule für das schnelle gemeinsame Handeln, das „nicht selbstverständlich“ sei.

Bei der Hol- und Bringzone handelt es sich um ein städtisches Pilotprojekt. Sollte sich die „Elternhaltestelle“ als Erfolg erweisen, könnten weitere Zonen an anderen Einrichtungen folgen – sofern die örtlichen Gegebenheiten das zulassen, sagte Püttmann. Gleichzeitig stellte der Chef des Ordnungsamts auch klar, künftig noch konsequenter gegen direkt vor der Schule gegen „Elterntaxen“ vorzugehen. Das könne vom Wegschicken des Fahrers bis zum Ausstellen eines Strafzettels wegen Falschparkens reichen, erklärte Thomas Feldmann vom Ordnungsamt.
Sind überzeugt vom Erfolg der „Elternhaltestelle“; (von links) Rektorin Anke Olberts, Bernd Neumann (Polizei), Peter Püttmann (Ordnungsamt), Tobias Schulte (Schulamt), Markus Zeppenfeld (Polizei), Thomas Feldmann (Ordnungsamt) und Markus Halbe (Tiefbauamt).
Ein Artikel von Sven Prillwitz

Bildergalerie: „Elternhaltestelle“ vor der Gallenbergschule Olpe