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Olpe, 11. Mai 2019

Start einer zweijährigen Reise

Ehepaar Heinrich auf großer Fahrt: Mit dem Segelboot um die Welt

Jan und Melanie Heinrich (geb. Hohleweg) starten in einigen Tagen von Heiligenhafen ihre zweijährige Weltreise mit ihrem Segelboot.
Jan und Melanie Heinrich (geb. Hohleweg) starten in einigen Tagen von Heiligenhafen ihre zweijährige Weltreise mit ihrem Segelboot.
Foto: privat
Rüblinghausen. Die Jobs und die Wohnung in Leipzig sind gekündigt, von Familie und Freunden haben sie sich für die nächsten zwei Jahre verabschiedet: Jan und Melanie Heinrich (geborene Hohleweg aus Rüblinghausen) legen in ihrem Leben eine Auszeit auf hoher See ein. In ein paar Tagen beginnt für das Ehepaar eine zweijährige Weltreise mit dem eigenen Segelboot „Sailing Tore“.

„Für uns geht ein Traum in Erfüllung“, erzählt Melanie Heinrich während eines Telefon-Interviews. Sie und ihr Mann Jan (42) sind bereits seit zwei Wochen in Heiligenhafen an der Ostsee und treffen die letzten Vorbereitungen.

Die Idee zur Weltumseglung kam dem Paar vor etwa zwei Jahren. „Wenn nicht jetzt, wann dann“, haben sich die Heinrichs gedacht. Erst hatten sie die Überlegung, den Trip als Frührentner zu machen, aber „jetzt sind wir fit und kerngesund – man weiß ja nie“, sagt die 40-Jährige. Mit dem Segelfieber infiziert Jan Heinrich segelt bereits seit 20 Jahren. Seine Frau hat er mit dem Fieber vor etwa sechs Jahren infiziert. So stark, dass sie jetzt planen, zwei Jahre unterwegs zu sein. Natürlich nicht am Stück. „Wir könnten auch in einem Jahr wieder da sein“, erzählt Melanie Heinrich. „Aber wir wollen ja nicht nur segeln, uns geht es vielmehr darum, die Länder zu sehen.“

Bei ihren Zwischenstopps wollen sie die Leute und Kulturen kennenlernen. Als Kita-Leiterin möchte Melanie unter anderem unbedingt eine Schule in einem fernen Land besuchen.
Außerdem sind die Heinrichs absolute Sportler und wollen in ihrer Freizeit surfen, tauchen und wandern. „Und ganz viel Essen probieren. Ich liebe anderes Essen“, lacht die 40-Jährige. Wie lange sie an einem Ort bleiben, entscheiden die Zwei spontan. Einen festen Ablaufplan gibt es nicht. 21 Tage dauert die Überfahrt Sie müssen nur im Oktober auf den Kanaren ankommen, um dann im November, Dezember den Atlantik queren zu können. „Das ist das beste Zeitfenster dafür. Da hat man die besten Winde“, erklärt die Segelfachfrau, „Sonst wird es gefährlicher.“ 21 Tage etwa dauert die Überfahrt in die Karibik.

Aber erstmal geht es jetzt von Heilgenhafen aus über die Nordsee, die sehr anspruchsvoll sei, nach Holland und dann über Frankreich bis nach Portugal. Das Ehepaar plant während dieser Zeit höchstens ein bis zwei Tage durchzusegeln.

„Wir machen vieles auch vom Wetter abhängig“, sagt die Kita-Leiterin. In Europa haben die Zwei schon viel gesehen und wollen sich deshalb nicht zu lange in den Häfen aufhalten.  Piraten sollten sie meiden Von der Karibik aus geht es für die Heinrichs die unter den Seglern bekannte „Barfußroute“ entlang:  Durch den Panamakanal zu den pazifischen Inseln bis nach Nordaustralien, weiter an Asien entlang bis nach Südafrika.

Schwierig werde es in Regionen, wo Piraten unterwegs sind. Dafür stehen die Heinrichs aber immer mit der Polizei in Verbindung, die ihnen die Infos per Funktelefon durchgibt. Aber die Piraten sind es nicht, vor denen Melanie Heinrich Angst hat. Krankheit ist das Thema, das die 40-Jährige beschäftigt. „Eine Lungenentzündung zu bekommen und dann zwei Wochen nur auf dem Boot zu sein, ist schon schwierig“, sagt sie mit bedrückter Stimme. Außerdem sei die medizinische Versorgung in einigen Ländern nicht die Beste.

Um für den Notfall aber vorbereitet zu sein, haben die zwei Segler viele Vorbereitungen, wie einen Medizinkurs, getroffen: „Wir mussten zum Beispiel an einem Hähnchen lernen, eine Wunde zu nähen“, erzählt die junge Frau. Oder auch, wie man mit einer Spritze die Vene trifft. Vorbereitungen in einem sinkenden Boot Alle möglichen Szenarien, die auf dem Wasser eintreffen können, musste das Ehepaar durchlaufen. Der Deutsche Seglerverband bietet dafür extra Vorbereitungskurse zur Seenotrettung an.

So mussten Melanie und Jan Heinrich in einem Hallenbad trainieren, was bei einem Brand zu tun ist oder sich auf eine Rettungsinsel zu begeben. „Da stehst du in einem Boot, das auf einmal untergeht“, erzählt die Seglerin. „Wir sind schon gute Schwimmer, aber da wird einem schon komisch.“
Auf einer Rettungsinsel hätten bis zu zehn Leute Platz.
Die Beiden fühlen sich für den Notfall gut vorbereitet, auch wenn sie hoffen, dass es nicht dazu kommt. Melanie Heinrich erzählt, dass sich Familie und Freunde natürlich Sorgen machen, „aber auf Autobahnen und in Städten passiert auch viel, da ist man auf einem Boot fast sicherer.“

Aber auch die 40-Jährige macht sich Gedanken um ihre Lieben daheim: „Die haben wir natürlich immer im Hinterkopf. Wenn was ist, fliegen wir auch sofort nach Hause.“ Lieber wäre dem Ehepaar aber natürlich, dass Freunde und Familie sie auf der Reise besuchen kommen.
Melanies Bruder (links) und Nichte haben die Heinrichs nach Heiligenhafen begleitet.
Ein Freund aus Olpe will sogar mit den Heinrichs über den Atlantik segeln und begleitet sie auf der großen Reise - auch wenn es nur für ein kleines Stück ist.

Platz genug ist auf dem Segelboot: Etwa zehn Leute hätten hier auf etwa 15 Quadratmetern eine Schlafmöglichkeit. Es gibt zwei Toiletten, eine kleine Küche und eine große Essecke. Sogar eine kleine „Werkstatt“ für Notfälle gibt es an Bord.

Übrigens: Jan und Melanie Heinrich haben die „Sailing Tore“ nach Jans verstorbenem Vater Tore benannt, „der das Wasser auch so geliebt hat“, erzählt Melanie. Der Name soll deshalb ein Schutzengel sein und die Zwei sicher bei ihrer langen und weiten Reise begleiten.

Wer mehr sehen möchte, kann den Heinrichs hier folgen:
Ein Artikel von Christine Schmidt

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