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Olpe, Olpe, 16. Oktober 2015

Medizinische Klinik am St. Martinus-Hospital lädt zum „Crohn und Colitis"-Tag ein

Darmentzündungen und Durchfall im Fokus

Vortrag über chronische Erkrankungen des Darms
Symbolfoto: © Minerva Studio / Fotolia
Mehr als 320.000 Menschen in Deutschland sind an den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa erkrankt. Anhaltender Durchfall, Bauchschmerzen und Kraftlosigkeit sind die Symptome, wenn sich der menschliche Verdauungstrakt entzündet. Wie chronische Darmerkrankungen von den Symptomen abgegrenzt werden, erläutern die Oberärzte der Medizinischen Klinik des St. Martinus-Hospitals am Mittwoch, 21. Oktober.

In einem Arzt-Patienten-Seminar /Informationsveranstaltung der Medizinischen Klinik im St. Martinus-Hospital, an der auch die Selbsthilfegruppe für Menschen mit chronischen Darmerkrankungen teilnimmt, werden ab 15 Uhr im Verwaltungsgebäude des St. Martinus-Hospitals (gegenüber Haupteingang Krankenhaus, 2. OG) Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa näher erklärt sowie Therapiemöglichkeiten dargestellt. Die referierenden Oberärzte Dr. Thomas Glosemeyer-Allhoff, Monika Pflitsch und Dr. Anna-Beate Denes stehen darüber hinaus für eine Diskussion und individuelle Fragen gerne zur Verfügung. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Chronische Erkrankung häufiger als gedacht „Chronische Darmerkrankungen sind häufiger als angenommen. Nicht wenige Menschen haben dauerhaft oder gehäuft Durchfälle mit und ohne Bauchbeschwerden, zum Teil schon seit vielen Jahren und ohne eine eindeutige Diagnose. Unabhängig vom Alter können Symptome einer chronischen Darmerkrankung langsam oder auch ganz plötzlich bzw. schubweise auftreten. Diese Symptome können auf Dauer zu einer deutlichen Leistungsminderung und Beeinträchtigung der Lebensqualität führen“, schreibt das St.-Martinus-Hospital in einer Ankündigung der Veranstaltung.

„Diese Beschwerden können auf eine chronische Entzündungen von Dick- und Dünndarm zurückzuführen sein. Da sich Entzündungen auf weitere Organe ausweiten können, benötigen Patienten mit einer solchen Entzündung spezielle Behandlungsstrategien. Häufig treten krankhaft chronische Darmentzündungen zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr erstmals auf. Betroffene haben sie - meist in Schüben – lebenslang“, teilt das Krankenhaus weiter mit. Eine geeignete Therapie, Unterstützung durch das persönliche Umfeld und „Lust am Leben“ könnten Betroffenen dabei helfen, den Alltag zu meistern. (LP)

Bildergalerie: Darmentzündungen und Durchfall im Fokus