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Lennestadt, Lennestadt-Meggen, 6. Januar 2016

Deutschsprachige Erstaufführung des Stücks „Zorn“ im PZ

Wut, Lügen und der Sinn der Gewalt

Rufus Beck steht am 12. Januar auf der Bühne des PZ Meggen.
Rufus Beck steht am 12. Januar auf der Bühne des PZ Meggen.
Foto: Christian Kaufmann
Nach der deutschsprachigen Erstaufführung in den Hamburger Kammerspielen ist das Schauspiel „Zorn“ am Dienstag, 12. Januar, auch in Lennestadt zu sehen: Ab 20 Uhr stehen unter anderem Jonathan Beck, Rufus Beck und Jacqueline Macaulay auf der Bühne des PZ Meggen. In Harald Klemms Inszenierung des Stücks, das im Original aus der Feder von Joanna Murray-Smith stammt, geht es um Ablehnung, dunkle Geheimnisse und die Rechtfertigung von Gewalt.

Als sie erfahren, dass ihr halbwüchsiger Sohn eine nahe Moschee mit islamfeindlichen Graffiti beschmiert hat, fallen Alice und Patrick aus allen Wolken. Die erfolgreiche Neurowissenschaftlerin und ihr Mann haben Joe doch im Sinne von Toleranz und Gewaltfreiheit erzogen. Was treibt ausgerechnet ihn zu einer solchen Untat? Dunkles Geheimnis lässt heile Welt zerbrechen Zunächst versuchen die Eltern reflexartig, die Hauptschuld auf Joes Komplizen, der aus einfachen Verhältnissen stammt, abzuwälzen. Doch dann konfrontiert eine junge Journalistin die Familie mit einem dunklen Geheimnis. Mit geradezu alttestamentarischer Wucht schlägt ungesühnte Schuld eine scheinbar heile Welt in tausend Stücke. Unerwartet verschiebt sich der Fokus von einem Akt der Intoleranz hin zu einer tief vergrabenen Lebenslüge und stellt damit die grundsätzliche Frage nach der Motivation und Rechtfertigung von Gewalttaten.

Das Hamburger Abendblatt bezeichnete die deutschsprachige Erstaufführung als „brillant" und das Thema angesichts seiner Aktualität als in „mehrfacher Hinsicht das Stück der Stunde.“ (LP)
Tickets
Kartenvorverkauf in der Geschäftsstelle der Kulturgemeinde Hundem-Lenne e.V. im Rathaus Lennestadt, Tel. 02723/608403, per E-Mail (k.seidenstuecker@lennestadt.de) oder am Veranstaltungstag an der Theaterkasse.

Bildergalerie: Wut, Lügen und der Sinn der Gewalt