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Lennestadt, Lennestadt-Altenhundem, 19. August 2015

Patres von Maria Königin werden am Wochenende verabschiedet

"Wir gehen mit Dankbarkeit und Zufriedenheit"

Die Missionare von der Heiligen Familie nehmen Abschied.
Die Missionare von der Heiligen Familie nehmen Abschied.
Natürlich falle der Abschied nicht leicht. Doch, so betont Pater Johannes Nies MSF, Rektor der Patres-Gemeinschaft, im Gespräch mit LokalPlus: "Wir gehen mit Dankbarkeit und Zufriedenheit."

Am kommenden Wochenende werden die sieben Patres verabschiedet. Bereits am Freitag, 21. August, geben die Schüler des Gymnasiums Maria Königin ihnen ihre besten Wünsche mit auf den Weg. Pater Nies: "Dann findet unsere jährliche Schulwallfahrt zum Kohlhagen statt, wo wir um 10 Uhr einen Gottesdienst unter freiem Himmel feiern werden." Offizielle Verabschiedung Am Samstag, 22. August, folgt dann die offizielle Verabschiedung der letzten sieben Patres in Altenhundem.

Die Frage, wie es ihm bei dem Gedanken an diesen Abschied geht, kennt Pater Nies schon. Hat sie oft genug gehört. Und antwortet doch wieder geduldig: "Wir haben alle ein erfülltes Leben. Wir haben in aller Demut unsere Pflicht getan, sei es als Lehrer, in der Verwaltung oder in der Seelsorge." Grenze erreicht Dankbar und zufrieden sehen die Patres nun einem neuen Lebensabschnitt entgegen. Der Abschied vom Leben und Wirken in und um Maria Königin "beruht auf der Einsicht, dass eine Grenze erreicht ist", erklärt Pater Johannes Nies MSF. Und schließt mit den Worten: "Wir haben ein Anrecht auf Ruhe und Frieden."

Während die meisten Patres in das Missionshaus Hl. Familie nach Betzdorf ziehen, bleiben zwei dem hiesigen Raum erhalten: Er selbst, so sagt Pater Nies, werde im Raum Kirchhundem wohnen und dort im pastoralen Raum tätig sein. Pater Adolf Reiners bleibe weiterhin als Krankenhaus-Seelsorger im St.-Josef-Hospital in Altenhundem tätig.

Die Deutsche Ordensprovinz der Missionare von der Heiligen Familie wird zum 1. Oktober 2015 ihre Niederlassung in Altenhundem, das Missionshaus Maria Königin, offiziell schließen. Hintergrund dieser Entscheidung ist die Altersstruktur der Gemeinschaft. Mit der Schließung der Niederlassung endet die 95-jährige Tätigkeit des Ordens im Sauerland. Denn nachdem der Orden im Jahre 1895 gegründet worden war, zogen die Ordensbrüder bereits 1919 in die Adolfsburg in Oberhundem, von wo sie 1958 auf den Klosterberg über Altenhundem umzogen.
Die Verabschiedung im Detail
- Ein feierlicher Gottesdienst beginnt am Samstag um 9.30 Uhr in der Klosterkirche;
- Pater Johannes Nies wird dem Gottesdienst vorstehen, mit ihm gemeinsam feiern der Provinzial des Ordens, Pater Dieter Knoche aus Mainz, und Pater Augustinus Purnama Sastrawijawya, der Generalvikar des Ordens aus Rom;
- Neben Domkapitular Dr. Thomas Witt ist auch Pastor Christoph Gundermann dabei;
- Musikalisch gestaltet wird die Messfeier von Musiklehrer Harald Jüngst als Organist, Juliane Beckmann (Gesang), Frederik Linn (Trompete) und vom Orchester des Gymnasiums;
- Anschließend findet ein Empfang für geladene Gäste in der Turnhalle statt;
- Weitere Informationen unter www.maria-koenigin.de.
Ein Artikel von Kerstin Sauer

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