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Lennestadt, Lennestadt-Elspe, 4. April 2016

Bewohner sehen Kriterien „Alter in Würde“ im Seniorenhaus erfüllt

Teilnahme am Leben und Ernst genommen werden

Ursula Pfeifer, Ruth Schwarz, Bernd König und Agnes Vollmer (von links) sind sich im Gespräch mit Tanja Hilden (2. von rechts) einig, dass im St.- Franziskus-Seniorenhaus alles für ein „Alter in Würde“ getan wird.
Ursula Pfeifer, Ruth Schwarz, Bernd König und Agnes Vollmer (von links) sind sich im Gespräch mit Tanja Hilden (2. von rechts) einig, dass im St.- Franziskus-Seniorenhaus alles für ein „Alter in Würde“ getan wird.
Foto: St.-Franziskus-Seniorenhaus Elspe
Die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland verantworten seit über 20 Jahren jährlich die Woche für das Leben, die in diesem Jahr vom 9. bis 16. April unter dem Jahresthema „Alter in Würde“ steht. Was genau das ausmacht und was zum Wohlbefinden im Alter beiträgt, wissen die Senioren des St. Franziskus-Seniorenhauses in Elspe selbst am Besten.

Es sind die unterschiedlichsten privaten Situationen, die ältere Menschen in ihrer Entscheidung bekräftigen, ihren Lebensabend in einem Seniorenhaus zu verbringen. „Das eigene Haus zu verkaufen, tut schon weh. Aber hier sind wir sehr gut aufgehoben“, sagt Agnes Vollmer. Die 94-Jährige wohnt seit etwa zwei Jahren im St. Franziskus-Haus in Elspe, und wenn sie über ihre Erfahrungen berichtet, sprudeln die positiven Erlebnisse nur so aus ihr heraus. Ähnlich geht es den drei weiteren Bewohnern, die mit am Tisch sitzen. Ursula Pfeifer gehört seit sieben Jahren zu den Bewohnern.

Noch ganz genau erinnert sich die 87-Jährige daran, wie ihr nach einem Krankenhausaufenthalt nahe gelegt wurde, zu Hause betreut zu werden. „Ich kann von den Kindern nicht verlangen, dass sie sich den ganzen Tag um mich kümmern. Ich fühle mich hier zu Hause. Es wird alles getan, damit man im Krankheitsfall wieder auf die Beine kommt“, so Ursula Pfeifer. Vielzahl an Freizeitaktivitäten Ruth Schwarz freut sich über das breitgefächerte Programm an Freizeitaktivitäten, das unter anderem Bewegungsangebote, kreative, musikalische und hauswirtschaftliche Angebote, Themenstunden und Klönrunden, Einzelbetreuungen, Spaziergänge oder religiöse Angebote beinhaltet. Da sowohl Gruppen- als auch Einzelaktivitäten angeboten werden, sei für jeden etwas dabei.

Und was macht das Alter in Würde noch aus? „“Wenn es einem gut geht und man zufrieden ist“, so Ruth Schwarz. „Nicht alleine zu sein“, meint Agnes Vollmer. „Gut aufgehoben und betreut zu sein“, sagt Ursula Pfeifer. Bernd König, der zunächst seine Frau im Seniorenhaus besuchte und sich nach einer Operation entschloss, auch hier einzuziehen, sagt: „Es ist wichtig, dass die eigene Wünsche und Bedürfnisse ernst genommen werden.“ (LP)

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