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Lennestadt, 19.07.2021

Der Schrecken sitzt tief

Tatkräftige Hilfe aus Lennestadt für Unwetter-Geschädigte

Die rund 20-köpfige Helfergruppe aus Sporke und Hespecke hat ganze Arbeit gleistet und ist auch nach einigen Stunden noch gut gelaunt.
Die rund 20-köpfige Helfergruppe aus Sporke und Hespecke hat ganze Arbeit gleistet und ist auch nach einigen Stunden noch gut gelaunt.
privat
Lennestadt/Kreis Olpe. Die dramatischen Bilder aus dem Katastrophengebiet Ahrtal/Eifel lassen auch die Menschen in der heimischen Region nicht kalt und die Realität vor Ort lässt den Helfern noch immer das Blut in den Adern gefrieren. „Ich war noch nie im Krieg, aber so stelle ich es mir vor“, zitiert Holger Lorenz einen Mitfahrer.

Das ganze Ausmaß des Hochwassers und das Gesehene haben die Landwirte Holger Lorenz, Benedikt Becker, Hubertus Quinke, Andreas Heer sowie die weiteren Privatpersonen, die mit dem Auto hingefahren sind, noch nicht verdaut. Der Schock sitzt tief und das Engagement war groß.

Die Aufrufe in der Gruppe „Land schafft Verbindung“, einem Netzwerk von Bauern in ganz Deutschland, das schon mit mehreren spontanen Aktionen von sich reden machte, konnten und wollten sie nicht einfach ignorieren. Man hilft sich gegenseitig, erst recht in so einer schlimmen Situation.

Ein Bild der Verwüstung.

Diese Entscheidung trafen auch Birgit und Holger Lorenz am samstäglichen Frühstückstisch. Benedikt Becker, Andreas Heer und Hubertus Quinke waren auch sofort dabei. Noch schnell bei der Firma Metten einige gespendete Würstchendosen eingeladen, bei der Bäckerei Brinker gespendete Brötchen abgeholt und den Tieflader, den das Bauunternehmen Berg zur Verfügung stellte, klar gemacht. Damit waren die ersten Vorbereitungen getroffen.


Währenddessen unterstützten die Dorfbewohne in Sporke und Hespecker, brachten gefüllte Wasserkanister und alles, was in der „Dorfgruppe“ angefordert wurde. „Die Hilfsbereitschaft war grandios, einfach toll“, lobt Birgit Lorenz. Vier Stunden später machten sich die Trecker auf den Weg.

Mit vollem Einsatz schaffen die Helfer die schweren Geräte und Schränke aus dem Hotel.

Zeitgleich fuhren einige Sporker und Hespecker mit Autos losg. Beim Zwischenstopp in Kirchveischede steckte eine Privatperson den Helfern einfach so einen höheren Geldbetrag für die Sprit- und weiteren Kosten zu. „Das war so eine tolle Geste“, lobt Holger Lorenz.

Die Fotos und Aufrufe in den sozialen Medien ließen das Ausmaß der Schäden und die extreme Notlage, in der sich viele Menschen befinden, erahnen. Die Helfer, die sich mit Autos auf den Weg nach Bad Neuenahr gemacht hatten, räumten dort ein Hotel aus.

Dieses Bild geht durch die sozialen Medien und sagt mehr als 1.000 Worte.

Die Küche, Kühlschränke und Lebensmittel mussten raus. „Das war schon heftig. Wir haben versucht, es soweit herzustellen, dass sich die Menschen vor Ort selber helfen können. Vielleicht fahren wir nächstes Wochenende nochmal hin“, so Stephan Schneider.


Das Ziel der Treckerfahrer war Weilerswist-Metternich. Auch dort bot sich ein unglaubliches Bild des Schreckens. Auf den schwer zugänglichen Dörfern sind die Menschen ohne sanitäre Anlagen und ohne Versorgung. Strom und fließendes Wasser gibt es teilweise immer noch nicht. Ganze Orte sind quasi von der Außenwelt abgeschnitten.

Heimische Trecker entsorgen alles, was nicht mehr zu gebrauchen ist.

Es ging nicht mehr um den Schutz von Hab und Gut, sondern ums Überleben. Die Treckerfahrer fuhren den Schutt vor den Häusern weg und packten an, wo sie konnten, unterstützten die dortigen Hilfskräfte, bis sie am Sonntagabend kurz vor Mitternacht wieder in die Heimat zurückkehrten.

Es soll nicht der letzte Einsatz vor Ort gewesen sein. „Viele Bauern haben alles verloren, Tiere sind ertrunken, Futter durch das Wasser zerstört. Etwa 500 Rundballen mit Futter stehen bereits bereit. Weitere sollen noch hinzukommen. Die wollen wir Anfang nächster Woche hinbringen“, so Birgit Lorenz.

Ein Artikel von Nicole Voss

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