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Lennestadt, Lennestadt, 24. Oktober 2015

Aufstellung ist für Frühjahr 2016 geplant / Platz für 150 Flüchtlinge

Standorte für Wohncontainer stehen fest

Rund 50 Menschen sollen in jedem der drei Wohncontainer Platz finden.
Rund 50 Menschen sollen in jedem der drei Wohncontainer Platz finden.
Symbolfoto: Matthias Clever
Im September beschloss die Stadt Lennestadt die Anschaffung von drei Wohncontainern, in denen jeweils bis zu 50 Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Nun stehen die drei Standorte fest, an denen die Notbehausungen aufgebaut werden sollen.

Jeweils in Stahlbetonbauweise sollen die Wohncontainer in Meggen im Bereich der Ladestraße sowie in Saalhausen im Bereich des Kur- und Bürgerhauses errichtet werden. Ein dritter Container soll an der Hundemstraße in Altenhundem in Höhe der Firma „Haub & Schöllnhammer“ als Unterkunft dienen. Weil dieses Grundstück eigentlich für gewerbliche Zwecke vorgesehen sei, soll die Behausung hier idealerweise in „alternativer Hallenbauweise“ errichtet werden. Damit halte sich die Stadt eine „mögliche spätere Veräußerung für gewerbliche Zwecke“ offen, heißt es in der entsprechenden Sitzungsvorlage des Ausschusses für Schulte, Kultur, Sport und Soziales. Deren Mitglieder tagen am Mittwoch, 27. Oktober.

Die Fertigstellung der Wohncontainer ist für das Frühjahr 2016 geplant. Die beauftragte Firma habe „frühzeitig konkrete Standortangaben“ benötigt, um „Vorbereitungs- und Erschließungsarbeiten unverzüglich aufnehmen zu können“. Stadt rechnet weiter mit hohem Bedarf an Wohnraum Mit den Containern erweitert die Stadt ihre Wohnraumkapazitäten um rund 150 Plätze – und sieht weiterhin „hohen Bedarf an Wohnraum“, weil derzeit nicht von einer Entschärfung der Flüchtlingskrise auszugehen sei. Für die Containeranlagen hat die Verwaltung knapp 2,4 Millionen Euro im Haushalt für 2016 bereitgestellt, was Bestandteil der im September getroffenen Dringlichkeitsentscheidung war (LokalPlus berichtete).

Mit Stand vom 22. Oktober sind in Lennestadt 413 Asylbewerber untergebracht. Zwischen 20 und 25 Personen werden der Kommune laut Sitzungsvorlage derzeit wöchentlich neu zugewiesen. Im laufenden Monat habe die Stadt bislang 76 Flüchtlinge aufgenommen, im September seien es insgesamt 81 Menschen gewesen.
Ein Artikel von Sven Prillwitz

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