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Lennestadt, Dienstag, 1. Dezember 2015

Krankenhausrundfunk Radio Lennestadt feiert Jubiläum

Seit 25 Jahren auf Sendung

Die Initiatoren des Krankenhausrundfunks zum Jubiläum vereint: Jonny Boehm (vorne) und Jürgen Becker schauen den Schülern zur Jubiläumssendung über die Schulter.
Die Initiatoren des Krankenhausrundfunks zum Jubiläum vereint: Jonny Boehm (vorne) und Jürgen Becker schauen den Schülern zur Jubiläumssendung über die Schulter.
25 Jahre ist es her, als die erste Sendung des Krankenhausrundfunks Radio Lennestadt auf Sendung ging: 50 Minuten lang wurde am 17.11.1990 in einem provisorischen Studio Radio gemacht. Mittlerweile sendet Radio Lennestadt immer mittwochs um 14 Uhr aus einem zeitgemäßen Radiostudio und sendet musikalische Grüße direkt in die Patientenzimmer. Jonny Boehm war der Mann der ersten Stunde und ist heute immer noch mit Herzblut dabei.

26.11.2015. Es herrscht Hektik hinter den Reglern. Vor ziemlich genau 25 Jahren ging Radio Lennestadt das erste Mal über den Äther. Seither hat das Studio selten so viele Gäste in dem kleinen Raum im Erdgeschoss des St. Josefs-Hospitals beherbergt.

Uneinigkeit besteht in der Frage, was zur Jubiläumssendung von Radio Lennestadt gespielt werden soll. Neben Radio Lennestadt-Studioleiter Jonny Boehm haben sich auch Krankenhausverwaltungsleiter Christof Blume, der ehemalige Lehrer und Mitinitiator des Krankenhausrundfunks Helmut Becker und der Schulleiter des Gymnasiums der Stadt Lennestadt, Werner Hücking, im Studio eingefunden. Und dann ist es soweit. Radio Lennestadt geht pünktlich um 15.30 Uhr auf Jubiläumssendung. Professionelle Moderatoren Die Anmoderation der Schüler läuft schon ziemlich professionell. Man merkt, dass die öfters am Mikrofon sitzen. „Wir freuen uns, liebe Patientinnen und Patienten, Ihnen heute die Jubiläumssendung zum 25-jährigen Bestehen von Radio Lennestadt zu präsentieren!“ hallt es aus den Boxen. Ein Lächeln huscht über das Gesicht von Jonny Boehm, der seit der ersten Sendung mit dabei ist. Mehr als 1150 Sendungen wurden bislang produziert. „Nur beim VfL Bochum war ich bisher häufiger“, freut sich der Lehrer des Gymnasiums über die stolze Zahl der Sendungen.

Radio Lennestadt, das ein Bestandteil des Literaturkurses der Jahrgangsstufe 12 ist, erfreut sich nach einer kleinen Durststrecke mittlerweile wieder großer Beliebtheit. 15 Schüler in zwei Teams sorgen jeden Mittwoch für den richtigen Ton am Patientenbett. Die Patienten können Wünsche abgeben, die von den Schülern direkt am Patientenbett eingesammelt werden. 43.000 Titel im Repertoire Oftmals kriegen die Schüler zu hören: „Das habt ihr doch eh nicht!“ Doch bei einem Repertoire von rund 43.000 Titeln muss der Wunsch schon ziemlich außergewöhnlich sein. „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in der letzten Zeit einen Titel einmal nicht spielen konnten. Bei den neuen Medien kommt man ja auch sehr schnell an außergewöhnliche Titel ran“, so Jonny Boehm.
Schulleiter Werner Hücking stand den Schülern in der Jubiläumssendung Rede und Antwort.
Die Technik im Radiostudio wurde 2011 auf den neuesten Stand gebracht und entspricht modernen Standards. Verwaltungsleiter Christof Blume hebt in diesem Zusammenhang das Engagement der Volksbank Bigge-Lenne hervor, die den Krankenhausrundfunk seit Jahren finanziell unterstützt. „Dafür gilt es auch einmal Danke zu sagen. Das ist ja nicht selbstverständlich.“

Ein Plattenspieler darf bei aller modernen Technik aber auch nicht fehlen. Denn immer noch sind viele der Titel auf Vinyl verewigt. Helene Fischer hoch im Kurs Zur ersten Sendung am 17.11.1990 war an die steile Karriere der damals 6-jährigen Helene Fischer noch nicht zu denken. Im Radioalltag von Radio Lennestadt ist das Schlagersternchen aber nicht mehr wegzudenken. „Viele Patienten wünschen sich Märsche oder klassische Musik, in den letzten Jahren steht aber vor allen Dingen Helene Fischer hoch im Kurs und wird ständig gewünscht“, verrät einer der Schüler.

Radio Lennestadt blickt auf viele Ereignisse zurück, die live übertragen wurden. So gab es beispielsweise eine Sondersendung zur Bundestagswahl mit Direktschaltungen ins Rathaus oder Benefizkonzerte aus der Sauerlandhalle.

Zweieinhalb Jahre dauert die Dienstzeit von Jonny Boehm am Städtischen Gymnasium noch. Danach kann er sich neben seiner Liebe zum VfL Bochum aber durchaus auch noch weiter einen Griff in ins Plattenarchiv vorstellen. „Ja, das fände ich schön, wenn ich auch noch im Ruhestand an diesem tollen Projekt mitarbeiten könnte.“ „Jonnys Griff ins Plattenarchiv“ Außerdem würde sonst ein wichtiger Bestandteil der Sendung fehlen: In der Rubrik „Jonnys Griff ins Plattenarchiv“ stellt er wöchentlich per Zufallsgriff einen Top-Hit aus den 20er bis 60er Jahren vor.
(LP)

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