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Lennestadt, 18. Mai 2017

Feierstunde im Forum des Gymasiums der Stadt Lennestadt

Schulleiter Werner Hücking offiziell verabschiedet

Ein Abschiedsgeschenk von der Schülervertretung: Jeder Schüler des Städtischen Gymnasiums hat auf dem Logo der Schule seinen Fingerabdruck hinterlassen.
Ein Abschiedsgeschenk von der Schülervertretung: Jeder Schüler des Städtischen Gymnasiums hat auf dem Logo der Schule seinen Fingerabdruck hinterlassen.
Foto: Kerstin Sauer
Von Kerstin Sauer
Redaktion
Altenhundem. Gute Wünsche, Musikdarbietungen jeder Stilrichtung und viele, viele herzliche Worte: Mehr als zwei Stunden lang haben sich am Donnerstag, 18. Mai, Kollegen, Schüler, Eltern und Wegbegleiter von ihrem Schulleiter Werner Hücking verabschiedet. Das offizielle Ende einer kleinen Ära am Gymnasium der Stadt Lennestadt.

Die passenden Worte in jeder Programmlage fanden dabei Birgitta Pieters und Hubertus Schultze, die seit Hückings Weggang im März die Schule kommissarisch leiten. Einen inoffiziellen Abschied habe es vor zwei Monaten ja schon gegeben, so Pieters, aber: „Es wäre nicht richtig, dich einfach so gehen zu lassen.“ Daher war ein Programm auf die Beine gestellt worden, das genau auf die Person und den Schulleiter Werner Hücking zugeschnitten war. „Der Kapitän geht von Bord – aber er verlässt nicht das sinkende Schiff, sondern eine gut funktionierende Schule.“ Mit diesen Worten eröffnete Gabriele Berghoff als Vertreterin der Bezirksregierung Arnsberg und als neue Kollegin von Werner Hücking ihre Ansprache. Der Schritt, seinen Posten als Schulleiter des GymSLs zu verlassen und in der Schulaufsichtsbehörde in Arnsberg einen Neuanfang zu wagen, erfordere Mut und Abenteuerlust.

Werner Hücking sei immer mit ganzem Herzen Leiter dieser Schule gewesen, mit seinen Erfahrungen aber auch bestens auf die neue Arbeit in Arnsberg vorbereitet. „Wir empfinden seine Anwesenheit im Dezernat als Bereicherung. Daher wünschen wir dir einen nicht zu traurigen Abschied von deiner Schule und einen nicht zu schwierigen Anfang in Arnsberg“, schloss Berghoff. Partner und Fachmann „Schade, dass du das GymSL verlässt“, schloss sich Bürgermeister Stefan Hundt an. Er selbst habe in Werner Hücking immer einen guten Partner und Fachmann gehabt, mit dem er in den vergangenen neun Jahren viel gemeinsam erreicht hätte. Viele Dinge seien von ihm angestoßen worden, viel sei erreicht worden, so Hundt weiter. „Das Gymnasium der Stadt Lennestadt ist – das zeigen die Anmeldezahlen – eine begehrte Schule, in der sich die Schüler wohl fühlen.“

Aus mathematischer Sicht nahm Bernd Holzapfel in seiner Funktion als Sprecher der Schulleiterkonferenz Kirchhundem und Lennestadt die Arbeit Hückings unter die Lupe: „Zehn Mitarbeiter arbeiten in deinem Dezernat, verteilt auf alle Köpfe arbeitet jeder zehn Prozent.“ Dem gegenüber rechnete er Hückings bisherige Aufgaben in Prozentzahlen hoch: 100 Prozent als Schulleiter, zwei Prozent als Lehrer, viele weitere Prozentpunkte für viele weitere Aufgaben. Holzapfels Ergebnis: „Dabei komme ich auf 358 Prozent – die Verlustmenge ist also 35,8 mal so groß wie der Zugewinn in Arnsberg.“ Mathe hin, Prozente her: „Damit wollte ich deutlich machen, wie sehr du der Schullandschaft in Lennestadt fehlen wirst“, betonte Bernd Holzapfel.

Abschied nahm auch das Lehrerkollegium mit einem Potpourri aus neun Jahren Werner Hücking am GymSL. Die Ergebnisse in Stichpunkten: Bewegte Schule, Schuljubiläum mit einer Fahrt der gesamten Schule nach Polen, GymSL-Lounge, Hausaufgabenbetreuung, Bibliothek, Inklusion, Musiktheater, Doppelstunden-Modell und Cafeteria. Birgitta Pieters: „Für alles, was du in den vergangenen Jahren für diese Schule getan hast, sagen wir dir „Danke“!“

Nach musikalischen Kostproben von u.a. Felix Heimes am Klavier, dem Chor der Jahrgangsstufe 5, dem Lehrerkollegium und nach einem Ausschnitt aus der Operette „Paul Linke“ gehörten die letzten Worte der Feier Werner Hücking selbst. „Von Anfang an wurde mir an dieser Schule viel Vertrauen entgegen gebracht – dadurch war es mir möglich, die Schule neun Jahre lang zu prägen und die Schullandschaft mitzugestalten.“ Jetzt sei aber die Zeit für etwas Neues gekommen. Dafür wünschten ihm alle Anwesenden Glück.
Ein Artikel von Kerstin Sauer

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