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Lennestadt, 14.01.2022

Projekt mit dem Circus Ronelli

Saalhauser Kindergartenkinder werden zu kleinen Stars der Manege

Bei der Nummer „Rolla Rolla“ zeigen die Kinder mit Hilfe von Zirkus-Chef Fernando Trumpf (vorne rechts), wie gut sie auf einem wackeligen Brett Gleichgewicht halten können - und drehen gleichzeitig einen Reifen am Arm.
Bei der Nummer „Rolla Rolla“ zeigen die Kinder mit Hilfe von Zirkus-Chef Fernando Trumpf (vorne rechts), wie gut sie auf einem wackeligen Brett Gleichgewicht halten können - und drehen gleichzeitig einen Reifen am Arm.
Amy Gödde
Saalhausen. Etwas skeptisch sitzt die zweijährige Luise in dem Puppenwagen. Nicht nur, dass das Gefährt mitten in einer Manege steht – auch derjenige, der den Kinderwagen schiebt, ist dem Mädchen etwas suspekt. Vier Beine, ein wuscheliges Fell und eine feuchte Schnüffelnase: Das ist Lucky, der Hunde-Star des Circus‘ Ronelli. Doch Lucky ist derzeit nicht der einzige Star in der Manege: Neben dem Vierbeiner werden auch die Kinder des St.-Josef-Kindergartens Saalhausen zu kleinen Zirkus-Artisten.

Denn: Seit Montag, 10. Januar, dürfen die Kindergartenkinder jeden Tag mit den „echten“ Artisten proben, um am Samstag, 15. Januar, ihre Kunststücke den Eltern zu präsentieren.

Ein Projekt, das vor allem dank der Initiative des Elternbeirates realisiert werden konnte, wie Bettina Vetter, Leiterin des Kindergartens, dankbar berichtet: „Über eine Mutter des Kindergartens ist der Elternbeirat in Kontakt mit Fernando Trumpf getreten. Und er hat sich bereit erklärt, mit unseren Kindern etwas einzuüben.“

Am ersten Tag, so erzählt Bettina Vetter weiter, hätten sich die Kinder erst einmal eine Vorstellung der Familie Trumpf ansehen dürfen. Danach konnte jedes Kind entscheiden, ob es beim Zirkus-Projekt mitmachen möchte – und wenn ja, in welcher Nummer: mit Hula Hoop oder als Clown, bei Rolla Rolla mit Jonglierakrobatik oder turnend bei der Netzakrobatik. Ja, oder eben mit Lucky, dem pfiffigen Vierbeiner des Circus‘ Ronelli.


Jeden Morgen marschieren nun 60 Kindergartenkinder im Alter von zwei bis sechs Jahren bis zum Ortseingang von Saalhausen Richtung Kreisverkehr, um dem Circus Ronelli einen Besuch abzustatten und im großen, weiß-roten Zirkuszelt zu üben. Dort warten schon Fernando, Maike, Melina, Skyla, Nevio und Neyphan Trumpf sowie einige Mitarbeiter auf die kleinen Gäste, um mit ihnen zu proben.

Spagat im Netz

„Wir sind im Netz“, rufen Nora und Milana (beide 5) stolz und zeigen Richtung Zeltdecke: Dort baumelt ein großes, geflochtenes Netz an einem Seil, in dem die Kinder nach und nach – mal alleine, mal zu zweit – Platz nehmen und zeigen, was sie können: Liegen, knieend oder auch im Spagat schaukeln die Kleinen stolz durch die Luft, von Maike Trumpf immer an das Lächeln Richtung Publikum erinnert.

Ehemann Fernando sorgte bei „Rolla Rolla“ für das Gleichgewicht der Kinder: Während die kleinen Akrobaten auf einem Brett stehen, dass auf einer Rolle hin und her wandert, hält sie der Zirkus-Chef sicher von hinten fest. Konzentriert blickt der sechsjährige Toni dabei ins Publikum, während das Brett unter seinen Füßen hin und her rollt. Ebenso wie der fünfjährige Jonah, der bei der Nummer stolz die Hände in die Luft reckt und strahlend den Applaus der Kinder und Erzieherinnen genießt.

Auf die stolze Verbeugung mit ausgebreiteten Armen legt Fernando Trumpf besonderen Wert. Eine kleine Geste, die Bettina Vetter beeindruckt: „So soll jedes Kind zeigen, dass es stolz ist auf das, was es geschafft und gezeigt hat. Das stärkt natürlich das Selbstbewusstsein“, weiß die Kindergarten-Leiterin.


Und stolz können alle Kinder sein, die an einer Zirkusnummer mitwirken: die Clowns, die mit Skyla Trumpf in der Manege tanzen. Anton, Lias und Loni (alle 4), die bei Hula Hoop mitmachen. Ebenso wie Lotta (3) und Sarina (6), die stolz erzählen, dass sie den Reifen ordentlich um die Hüfte schwingen lassen können: „Bei mir dreht er sich manchmal ganz schön lange. Manchmal auch nicht.“

Und natürlich nicht zu vergessen: Hund Lucky. Da springt er durch die geöffneten Arme der Kinder oder fährt mit ihnen Roller. Oder schiebt eben die zweijährige Luise im Puppenwagen. Deren Mama Christina Trilling vom Elternbeirat beobachtet das Geschehen in der Manege und lacht: „Mal sehen, wie sie das findet“, sagt die Mama – um kurz danach ihre Tochter lachend aus dem Puppenwagen steigen zu sehen.

Eindeutig: Eine Woche voller Abenteuer, Spaß und Begeisterung für die Kinder des St.-Josef-Kindergartens Saalhausen. Und dank der tollen Unterstützung der Familie Trumpf wird der ein oder andere garantiert mit einer gehörigen Portion Mut und Selbstbewusstsein aus der Manege gehen.

Ein Artikel von Kerstin Sauer

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