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Lennestadt, 18. Mai 2017

Problematische Feuerwehrzufahrt am Berufskolleg in Altenhundem

An der Auffahrt
An der Auffahrt "Zur Berufsschule" in Altenhundem ist das Fahren für die Feuerwehr nur langsam möglich.
Foto: Christine Schmidt
Altenhundem. Zeit kann Leben retten. Für Rettungskräfte ist sie einer der wichtigsten Faktoren bei Einsätzen. Durch verwinkelte, enge Straßen oder Falschparker wird die Zeit nur unnötig verlängert. Ähnliche Probleme finden sich bei der Zufahrt zum Berufskolleg Olpe, Standort Lennestadt. Vertreter der Feuerwehr, der Stadt, des Berufskollegs und Anwohner sind am Donnerstag, 18. Mai, zusammengekommen, um sich das Szenario vor Ort anzuschauen.

„Bestimmt 1,5 Minuten“ – die Zeit käme auf die normale Anfahrt obendrauf, schätzt Thomas Bette von der Feuerwehr Lennestadt. Das Problem ist die Zufahrt von der Lindenstraße hoch zur Berufsschule. Schon an der Lindestraße wird es für das Hubrettungsfahrzeug der Feuerwehr schwer, an den geparkten Autos vorbeizukommen. Richtig eng wird es an der Einmündung, die zum Schulhof führt.

Auf der schmalen Straße parken Autos, sodass nur ein Fahrstreifen frei ist. Dann noch mit dem großen Leiterwagen an der Reihe vorbeizufahren und die Kurve zur Schule zu kriegen, ist Maßarbeit. Ähnlich sieht es an der Auffahrt aus. Links neben dem Bürgersteig stellen die Schüler ihre Autos ab. Michael Peuker, Standortleiter der Schule, erklärt, dass auch viele Fahranfänger seien und deshalb oft zu weit auf der Straße stehen.
Demonstrierend setzt Kävin Paas, Löschgruppenführer der Feuerwehr Meggen, das Fahrzeug der Feuerwehr in Bewegung. Nur langsam und mit Koordinierungshilfe fährt er den Berg vorsichtig an den Pkw hoch. „Das war Millimeterarbeit hierauf“, so Paas. Nur mit Schritttempo war es möglich zum Schulhof zu fahren. Was bei der „Vorführung“ noch geklappt hat, kann im Ernstfall auch anders aussehen: Wenn es zu einem Einsatz kommt, sind die Männer voller Adrenalin und stehen unter Druck.

Um dem entgegenzuwirken, sollen schnelle und kostengünstige Lösungen vorgenommen werden, sind sich die Anwesenden einig. Franz-Josef Rotter (CDU) schlägt vor, im Bereich der Einmündung Markierungen zu setzen und auch der Baum müsse verschwinden. Ingo Wirth vom Ordnungsamt und Manfred Rotter, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU, sind sich außerdem einig, dass mit einer Anschrägung des Bürgersteigs geholfen sei. So können die Autos auf dem Gehweg parken und die Straße wird automatisch breiter. Nun muss das Vorhaben noch mit Landrat Frank Beckehoff und mit der Stadt Lennestadt besprochen werden, sodass die Pläne zeitnah in die Tat umgesetzt werden können.
Ein Artikel von Christine Schmidt

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